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  • RE: ungefährDatum31.01.2012 19:49
    Foren-Beitrag von mcberry im Thema ungefähr

    Hallo Phlox,

    der Blick zurück vom Trabanten auf den Planeten, dessen Bahn und Gezeiten er mitbestimmt, stellt uns in Frage.

    Inwieweit uns eine neue Möglichkeit von Existens aufgezeigt wird, kriege ich zwar auch nicht geregelt, es mag aber sein. Schließlich wären wir ohne Mond tatsächlich nicht dieseben. Wie in der Realität ohne stabile Erdachse keine verläßliche Klimazone entsteht.
    Mal im übertragenen Sinne betrachten wir andere Personen als unsere Umgebung. Diese aber sehen in uns vllt nur die ihre, wer weiß? Der Begriff der Crowd, der jeweils als zugehörig aufgefassten sozialen Gruppe, ist nie unproblematisch.

    Ob ich den Inhalt nun begriffen habe oder nicht, irgendwas hat dieser Text ganz sicher an sich. Gerne gelesen - mcberry

  • RE: verwandlungDatum01.02.2012 09:27
    Foren-Beitrag von mcberry im Thema verwandlung

    Hallo Munkel,

    die Abwendung von nicht länger erkennbaren Verlusten leitet zur Wiederauferstehung über im neuen Gewandt.

    Einer geronnenen Gegenwart zu entfliehen wird im Stundenglas wie in einem Kaleidoskop neu gemischt. Auch
    die Sprache. Archaische Bilder einer beseelten Fortbewegung zu Pferde durch die Sümpfe möglichen Neubeginns.

    Der sich nicht vertrauenenweckend präsentiert. Alle sind zu Fremden geworden dem neu Erfundenen, erschweren
    mit Blicken voller Erinnerungen an das alte Selbst den Schöpfungsakt der Verwandlung.

    Sätze wie "die gegenwart stammt nicht von hier" als Ausdruck eines fremdbestimmten Lebensgefühls oder
    Bilder in Wortwendungen, wie die pochenden Augen gefallen mir spontan. Sehr gerne gelesen - mcberry

  • RE: SehnsuchtDatum01.02.2012 20:33
    Foren-Beitrag von mcberry im Thema Sehnsucht

    Lieber Otto,

    bis jetzt hast du bemerkenswert viel Geduld bewiesen und auch dein Humor hat bei mir gepunktet.
    Leider streichen Miezen bevorzugt den Leuten um die Beine, die sie nicht wollen. Kommentieren von
    Werken, die sie nicht verstehen, liegt wahrscheinlich in der felinen Natur. Deine Großmut sei bedankt!

    Liebe Marlene,

    auch mir fehlte der nötige Hintergrund an klassischer Bildung um zu verstehen; zu ahnen ist er aber.
    An ein Werk romantisch- klassizistischer Lyrik heranzugehen wie an zeitgenössische Schundliteratur
    war definitiv von Katzenseite unnötig. - Aber nett von dir, den kleinen Racker in Schutz zu nehmen.

    @Alba) Bewiesen sei hiermit, daß du immerhin reimen kannst. Wenn Otto dir das zugesteht, dann
    darfst du es wohl glauben. Und jetzt halte bitte endlich die Schnauze. Sonst schließe ich den Thread.

    Für Aufmerksamkeit wurde gesorgt, wenn auch aus fraglichem Anlaß. Administrative Grüße - mcberry

    PS 2.2.12 Deine Begabung, liebe Marlene, dein Stil und deine Umgangsformen sind einmalig . - mcberry

  • RE: ein leben ohne ...Datum01.02.2012 20:40
    Foren-Beitrag von mcberry im Thema ein leben ohne ...

    Halo Hannes,

    aber nicht doch. Wie könnten wir. Schreiben doch nur unter- und zwischeneinander.

    Die tiefen Teiche eines "ein", ergreifend einsam ganz ohne un, also das hat was. Unvollständige Grüße - mcberry

  • RE: Aufruf zur PannenshowDatum03.02.2012 10:40
    Foren-Beitrag von mcberry im Thema Aufruf zur Pannenshow

    Liebe User,

    Wer will, kann hier mal nachsehen, ob seine Links funktionieren:
    http://www.kurt-mondaugen.de/pdf/gebrauchslyrik.pdf

  • RE: bannDatum04.02.2012 21:53
    Foren-Beitrag von mcberry im Thema bann

    Das mag ich wohl leiden, liebe Schlüsselblume.

    fragile Zeilen. Die 4 Wände so verschieden von Herzkammern, daß mir Zimmer einfallen, Gefängnisse. Und Fremde bleiben wir, sogar für uns selbst.
    Ein Grund mehr, sich zu kümmern, zu antworten. In der schecht beleuchteten Weite des Nachthimmels ist der Versuch einer Kontaktaufnahme dann so ungewiß wie der ganze Rest einer unbegreiflichen und unbegriffenen Existenz.

    Schon fallen uns die eigenen Worte auf den Kopf, enthüllen ihre zweidimensionale Begrenzung, kippen vllt in die nervösen Tasten eines Laptops. Dann machen sie sich durch den Funkverkehr davon, unbeleuchtet, bis hier hin. HG - mcberry

  • RE: Ein MilchzahnDatum06.02.2012 18:34
    Foren-Beitrag von mcberry im Thema Ein Milchzahn

    Wenn du so weiter machst, sollten wir über ein Wiederaufleben der Hardcore Ecke nachdenken, Joame.

    Wurde auf mein Betreiben hin in die innere Abteilung verschoben. Leser sollten wählen dürfen, ob sie sich mit Material, welches sensible Gemüter verletzen könnte, befassen wollen oder nicht.
    Damit keine minderjährigen Milchbeisser nichtsahnend hineintappen und: Huch! empört aufschreien.
    Prinzipiell bin ich offen für die Idee.
    Falls sich dafür eine Mehrheit findet: Namensvorschläge für das neue Unterforum. Ambivalente Grüße - mcberry

  • RE: Wer kannte 'Faust' von LenauDatum07.02.2012 09:14
    Foren-Beitrag von mcberry im Thema Wer kannte 'Faust' von Lenau

    Nikolaus Lenau, ein österreichischer Biedermeier, 1802 bis 1850, schrieb Bücher. Ich kannte ihn nicht.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Lenau


    Die technischen Möglichkeiten des E-books sind meines Erachtens nicht wirklich ausgeschöpft.
    Nur ein weiterer Schritt, die Handschrift, den Buchdruck, das Flair des Originals, zu übermitteln.
    Im vorliegenden Fall schiene mir das den Reiz dieser Elegie in 500 Gesängen oder so zu erhöhen.

    Kann ja alles noch kommen. In optimistischer Erwartung der Technik von Übermorgen - mcberry

  • RE: februarstrandDatum09.02.2012 12:50
    Foren-Beitrag von mcberry im Thema februarstrand

    Hallo Perry,

    Zeilen, die sich wie ein Pelzkragen um den Leser schmiegen, umfassen in der Ruhe einer Küstenlandschaft morgendliche Rituale flüchtiger Begegnungen beim Frühstück und den kaum ins Bewußtsein dringenden Prozeß alltäglicher Momente. Irgendwann werden wir vllt gewahr, wie viel von unserem Leben sie ausgemacht haben.

    Rauhreif, nein ich beuge mich dieser Rechtschreibreform nicht, der R a u h r e i f also, konserviert landschaftlich und lyrisch diesen Augenblick eines Innehaltens und Bewahrens alltäglicher Kostbarkeiten wie: Croissants. Und Freundschaft.

    Fast romantische Winterzeilen. Hängst du auf Sylt ab? Da soll ja auch andere Prominenz unterwegs sein. HG - mcberry

  • RE: totentanzDatum09.02.2012 13:16
    Foren-Beitrag von mcberry im Thema totentanz

    Hallo Kara,

    heftige Worte. Liegen mal wieder hunderte toter Tiere am Strand und harren der Aufräumarbeiten einer gestreßten Küstenwache? Wenn nicht, dauert es wohl kaum sehr lange, bis der nächste Öltanker leckt.

    Zur Form: "tänzer" impliziert Bewegungsfreiheit. Wie mir scheint, ist der Tanz hier vorüber.

    Rufen sie noch jemanden, oder stimmen sie eine tonlose Wehklage an, einen Sterbegesang? Das muß in einem lyrischen Text nicht geklärt werden. Steht das Rufen aber in einem konzeptuellen Zusammenhang mit der Beschwörung, wäre es eine Anrufung.

    Nach vertiefter Qual an öden Gestaden, die Gedanken an die griechische Tragödie nahe legen, wird zwischen Blut und Rosen, die einander nicht notwendigerweise wiedersprechen, ein Januskopf eingebracht.

    Raben, Boten einer jenseitigen Wahrheit, so doppeldeutig wie der allgegenwärtige Tod, sind nicht auch sie Tänzer im Federkleid? - Betrachtungen verlieren sich im Bemühen um ein besseres Textverständnis. Dead End Grüße - mcberry

  • RE: Wo du wohnstDatum10.02.2012 13:53
    Foren-Beitrag von mcberry im Thema Wo du wohnst

    Hallo Munkel,

    Verse wie ein Blick zurück, vom Bord eines Schiffes, das bereits ablegt.

    Was sich nicht ereignete, kann jetzt nicht mehr geschehen. Das LD wird neu konzipiert, wird zu einer anmutigen Utopie, während Sehnsucht die Brücke schlägt zwischen Erinnerung und vorweggenommener Zukunftsfantasie.

    Gegenwart präsentiert sich als kippende Balance. Liegen die fliehenden Lagunen hinter mir oder weicht die Zukunft vor meiner Annäherung zurück? - Das Wasser - wie die Wirklichkeit - kühlt ab. Gerne gelesen - mcberry

  • RE: im schlepptauDatum13.02.2012 14:44
    Foren-Beitrag von mcberry im Thema im schlepptau

    Hallo Perry,
    (oder ist das unhöflich und wir sollten uns auch im Internet mit "Grüß Gott!" zu mehr Frömmigkeit anhalten?)

    deine Zeilen versprühen die schiere Lebensfreude. Solange Schnee pudrig trocken bleibt und Schlittenkufen
    hügelabwärts ins Vergnügen glitschen. Nebelwärts nach dem Tor zur Welt zu suchen ist auch mal eine Idee.

    Solange wir die Zügel oder wenigstens unsere Nabelschnur in der Hand behalten, was soll uns da jemals Schlimmes passieren? Der gelungene Auftakt in eine dynamisches Schlidderparty von Leben. Auf Wiederlesen oder so - mcberry

  • Hallo Gemini,

    Wer sagt denn, daß deine Meinung nichts gilt?
    Und den Blog, von dem die Rede ist, hat WP verfaßt, glaube ich.
    Seine Homepage hier verlinken lassen, kann jeder, der Wert darauf legt. Kein Problem. HG - mcberry

  • Hallo Gemini,

    Bis auf die Sache mit dem Laufen alles was zum mit rumballern hier. Nur Speerwerfen fehlt noch.
    Angeln scheint nicht so dein Ding zu sein, wie? Aussitzen ist Trumpf! Unsportliche Grüße - mcberry

  • RE: Happy ValenteenDatum14.02.2012 10:04
    Foren-Beitrag von mcberry im Thema Happy Valenteen

    Hi. Gemini,

    da druckst einer herum, der das Geschenk vergessen hat. Und nun Gewissenbisse kriegt, weil er die Sache mit den Präsenten von vorneherein blöd fand. Also nicht reuig, sondern eher gekniffen ob der gesellschaftlichen Zwänge.

    Den Text würde ich gerne -> Minimallyrik verschieben. Was hier unterdimensioniert wirkt paßt dort. HG - mcberry

  • RE: IstedavataDatum14.02.2012 15:36
    Foren-Beitrag von mcberry im Thema Istedavata

    Hallo Kara,

    der Titel konnte sich Google entziehen, was schon mal ein guter Anfang ist.

    Die Zeilen gefallen mir spontan mit verstörenden Sinnbildern einer nicht nur ästhetisch überzeugenden schleichend zerstörerischen Kraft winterlicher Kältekammern. Die Mittagssonne schafft es nicht mehr und am helllichten Tag gehen Gespenster um.

    Es gibt Situationen, blaue Scherenschnittwälder anderer Dimensionen, auf die sich solche Naturerscheinungen übertragen lassen. Winterliche Grüße - mcberry

  • RE: mach platz, miauDatum16.02.2012 20:11
    Foren-Beitrag von mcberry im Thema mach platz, miau

    hallo und miau

    will ich mal überaus beflissen etwas generiertes Wissen nachschieben.
    Woraus sich die ursprünglich englische Redewendung ableitet, weiß ich zwar immer noch nicht wirklich. Interessant,
    wenn auch weit hergeholt, schien mir der lat. Ursprung aus "cata doxas" -> jenseits der Erfahrung.

    redewendung

    Zum Text: ständige Berieselung scheint unumgänglich. Als alter Seebär rüste man sich also. Auch Haustiere dürfen
    dann rein. So manches Schnäuzchen ging allerdings vorher gar nicht erst raus. Jedem sein Cape und Gummistiefel,
    dem kein Schildkrötenpanzer wuchs. Flossenlose Grüße - mcberry

  • Sag mal Wurmi,

    führst du online Befragungen für eine Marketing Gesellschaft durch?

    Bis jetzt hatten diese Loch-in-den-Bauch-Beiträge noch entfernten Bezug zu schreibendem Alltag.

    Bitte erkläre dich als schreibendes Exemplar egal welcher Spezies, wenn du weiter ernst genommen werden willst. Es gibt auch einen Vorstellungsthread, falls du etwas über deine Situation mitteilen möchtest. Administrative Grüße - mcberry

  • RE: Ruben Teil drei Datum17.02.2012 15:43
    Foren-Beitrag von mcberry im Thema Ruben Teil drei

    Hallo allerseits,

    so ähnlich geht es mir auch, leicht lesbar, nie langweilig der Text. Das ununterbrochene hohe Aktionsniveau geht allerdings m. E. zu Lasten der Übersicht über die Handlungsfäden.

    Zuerst dachte ich es wären die üblichen zwei: Weltzeit und Traumzeit. Inzwischen bin ich da gar nicht mehr so sicher. Hier könnte ein Gewebe entworfen sein, welches sich erst allmählich dem aufmerksamen Leser erschließt.

    Strukturen sollen wohl nicht eindeutig sein; die mehrdeutigen Passagen sind Absicht. Bleibe am Ball. Hg - mcberry

  • RE: Wilhelm Müller 1794-1827Datum17.02.2012 15:46
    Foren-Beitrag von mcberry im Thema Wilhelm Müller 1794-1827

    Na das macht Sinn, Verstärkung zu rekrutieren. Mir scheint, der Typ passt gut zu uns.

    Gute Idee auch das Gedicht einzustellen, schöner Text. Bin dabei Munkel. HG - mcberry

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