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RE: Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)
Forum: Rumpelkammer » Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)
05.02.2010 21:03
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.Aus dem Umkreis: NächteGestirne der Nacht, die ich erwachter gewahre, überspannen sie nur das heutige, meine Gesicht, oder zugleich das ganze Gesicht meiner Jahre, diese Brücken, die ruhen auf Pfeilern von Licht? Wer will dort wandeln...
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Aus dem Umkreis: Nächte
Gestirne der Nacht, die ich erwachter gewahre, überspannen sie nur das heutige, meine Gesicht, oder zugleich das ganze Gesicht meiner Jahre, diese Brücken, die ruhen auf Pfeilern von Licht?
Wer will dort wandeln? Für wen bin ich Abgrund und Bachbett,
daß er mich so im weitesten Kreis übergeht-, mich überspringt und mich nimmt wie den Läufer im Schachbrett
und auf seinem Siege besteht?
Rainer Maria Rilke - Gedichte an die Nacht Muzot, Ende September 1924 Variante nach Vorlage
("Nach 1914 tritt das Motiv über Jahre hin seltsam zurück, ehe es die letzte Nachtdichtung ab 1924 verstärkt wieder aufgreift und zu einer Höhe führt, die ihre gültige Entsprechung wohl erst in der Lyrik eines Paul Celan finden wird." -Carl Sieber-)
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RE: Schneebehagen
Forum: Kunst » Schneebehagen
04.02.2010 16:13
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.Zitat Sehr schöne und gute Aufnahmen hast Du gemacht, Katerchen!Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Zitat Von Dir ließe ich mich auch gerne fotografieren, Du spreizt dich offensichtlich, hm ... .Katerchen ....
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Zitat Sehr schöne und gute Aufnahmen hast Du gemacht, Katerchen!
Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit.
Zitat Von Dir ließe ich mich auch gerne fotografieren,
Du spreizt dich offensichtlich, hm ... .
Katerchen
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RE: Wohlan
Forum: Diverse » Wohlan
02.02.2010 13:51
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.Zitat Ist das ein EigengewächsDie Form ist bewußt gewählt. Zitat Die Spiegelform gefällt mir gut.Das freut mich für dich. LG Katerchen .
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Zitat Ist das ein Eigengewächs
Die Form ist bewußt gewählt.
Zitat Die Spiegelform gefällt mir gut.
Das freut mich für dich.
LG Katerchen
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RE: Dalístraktion
Forum: Liebe und Leidenschaft » Dalístraktion
01.02.2010 13:53
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.Hallo Gedichtbandage, ein schneller Versuch, einen geschmeidigeren Rhythmus und einen geraffteren Inhalt in dein Gedicht zu bringen.'Kruste' wäre als Titel sehr viel angenehmer gewesen. Die erste Version hat mir übrigens in Teilen besser ...
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Hallo Gedichtbandage,
ein schneller Versuch, einen geschmeidigeren Rhythmus und einen geraffteren Inhalt in dein Gedicht zu bringen. 'Kruste' wäre als Titel sehr viel angenehmer gewesen. Die erste Version hat mir übrigens in Teilen besser gefallen.
ich lausch dem Klang in meinem Kopf kein Hummer hat heut angeklopft die Nacht krabbt Sand an Sand ein Schattenspiel und der Verstand bellt munter viel zu viel in kleinem Kreise
leise
ein Schwertfisch schreit und schnellt vorbei am Tag der langsam trieb im Ohr was schwamm hervor in rauschenden Träumen der Uhr was bleibt, bevor die Tiefenreise zweier Katzenfische,
wo Hummerscheren aufeinandertrafen, am Fels zerschellt mit steigender Flut
am Haken Schlafende brache Welt voll kommender Brandung
LG Katerchen
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RE: 's ist Musik, die mich umgibt
Forum: Plauderecke » 's ist Musik, die mich umgibt
29.01.2010 22:15
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.(flach)--------------------------------------------------------http://www.youtube.com/watch?v=I8DTbstrZww&feature=related--------------------------------------------------------.
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Fumetti
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Fumetti
29.01.2010 20:20
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.Fumetti „Gestatten – Anthea-Ava Fumetti, genannt Fumetti, ich habe sie bereits erwartet.“Mein Blick, der gedankenabwesend auf üppigen Goldstauden ausruhte, riß unvermittelt ab. Ich stellte mich gleichfalls, wenn auch etwas tattrig, weil &...
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Fumetti
„Gestatten – Anthea-Ava Fumetti, genannt Fumetti, ich habe sie bereits erwartet.“ Mein Blick, der gedankenabwesend auf üppigen Goldstauden ausruhte, riß unvermittelt ab. Ich stellte mich gleichfalls, wenn auch etwas tattrig, weil überrascht, mit meinem Allerweltsnamen vor. Sie nickte ab und begrüßte mich, indem sie ihre edel geformten, pergamentfarbenen Hände, die viel zu groß im Verhältnis zu ihrem schmalen Körper waren, kurz um meine Hand legte. Sie ging mir zunächst zwei drei Schritte voraus und ich hatte Gelegenheit, sie zu betrachten; ihre aschgrauen Sandalen, ihre zerknitterte Leinenhose, deren Beine bis an die Kniekehlen hochgekrempelt waren. Ihre ungebügelte Bluse, die sie als offensichtlich belanglose Tageskleidung gewählt hatte, hing schlaksig auf ihren spitzen Schultern. Sie besaß keine Haare mehr. Die Altersflecken, die sich großflächig auf ihrer Kopfhaut ausgebreitet hatten, bekümmerten mich – zogen mir das Herz ein wenig zusammen.
Hin und wieder, während wir nun nebeneinander zu ihrem Haus spazierten, wich ihrem scheinbar uninteressierten Zuhören ein abschätzig traurig, grüngrau unterwühlter Seitenblick, der mich eindringlich bat, nicht charmant zu sein, nicht zu vergessen, mit wem ich eigentlich sprach. Neben mir, das mußte ich mir bald eingestehen, ging eine im Grunde über alle Maßen häßliche und komische Gestalt, die meine Rede durchaus abrupt zu unterbrechen wusste; zu unterbrechen wußte, indem sie mir einen Korb voll mit Äpfeln vorhielt, welchen sie zuvor von der Bank, die vor ihrem Haus stand, nahm. Ich hatte nicht bemerkt, daß wir zwischenzeitlich bei ihrem Haus angelangt waren und versuchte meine Träumelei mit einem Witz zu übertünchen, was mir nicht gelang. „Sie scherzen, Verehrtester“, antwortete sie mit gefährlicher Sanftheit in ihrer Stimme.
Schnell nahm ich Fumetti den schweren Korb ab und berührte dabei gedankenlos ihren Handrücken. Fumetti stockte, sah mich erstaunt an und verschränkte ihre Arme mit einem sehnsuchtskranken Ausdruck in ihren Augen, hinter ihrem Rücken, als hätte ich eine ihr liebe Erinnerung berührt. Immer noch etwas erstaunt, drehte sie sich daraufhin unbeholfen auf dem Absatz der Eingangstür um und schaute zunächst auf den Weg, den wir bis zu ihrem Haus zurückgelegt hatten. Für einen Moment sah es so aus, als hielte sie nach jemandem Ausschau und könne sich dabei nicht entsinnen. Schließlich bemerkte sie, wieder vollends gefaßt, „wir sind rechtzeitig, Verehrtester“ und deutete auf die Gewitterwolken, welche in den Nachmittaghimmel ragten.
Fumettis Haus war gekalkt und hatte weiße Fensterläden, deren Flügel bis zum Boden reichten. Im Inneren war es angenehm kühl und roch nach frischem Rosmarin. Die Farbe der Wände des Zimmers, in welches sie mich höflich einlud, waren verblaßt. In einer Ecke des Zimmers stand eine alte Angel im Futteral, auf deren Spitze ein staubiger Hut hing. Auf dem honigfarbenen Holzboden stapelten sich ungleichmäßig aufgetürmte Bücher. „Bitte, Verehrtester, stellen sie den Korb ab und setzen sie sich“. Dabei verwies sie mit ausholender Geste auf eine mit goldbraunen Farben durchwirkte Strickdecke, die auf einem Sessel lag. Unmittelbar forderte sie mich auf, von dem kalten Apfelsaft zu kosten, der auf einem Bakelittablett stand, das Fumetti auf einem der unzähligen Bücherstapel platziert hatte. „Die Erfrischung,“ hob sie hervor, „wird umgehend die Strapazen ihrer Anreise mildern.“
„Einige Menschen, die ich kannte, wußten selbst am besten, was sie tun, sie waren meist absolut von sich und ihrem Tun überzeugt; ich vergesse selten und hoffe, weiterhin zweifeln zu können“ antwortete sie mit unverbrauchter ruhiger Kraft in ihrer Stimme auf meine zuletzt gestellte Frage und reichte mir dabei ein weißes Handtuch, welches sie während meiner Fragstellung geholt hatte. Fumetti schwitzte nicht.
Ich erinnere mich, daß ich mich räusperte und nach Luft schnappte, um ihr weitere Fragen zu stellen, als Fumetti damit begann, ein Lied zu spielen. Noch während sie spielte, spürte ich das Nachklingen des Sommertages in mir. Heute ist wieder einer dieser einsamen Tage im Kopf, an dem ich wissen möchte, von welcher meiner ungestellten Fragen die unnahbare Fumetti wußte.
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Stilkunde
Forum: Kunst » Stilkunde
29.01.2010 19:50
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.Anschauungsunterricht: Fanggerät.
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Gespräche mit Pierrot (7)
Forum: Diverse » Gespräche mit Pierrot (7)
21.01.2010 22:11
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.Gespräche mit Pierrot (7) Sein sturmerprobter Gang prägt meilenweit die struppig kahlen Felder.Mit aufgerauhter Stimme treibt er Einsamkeit und Schnee in graue Schwalbennester.Mein Bester, sag, was treibt im Nebenzimmer dir und was im H...
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Gespräche mit Pierrot (7)
Sein sturmerprobter Gang prägt meilenweit die struppig kahlen Felder. Mit aufgerauhter Stimme treibt er Einsamkeit und Schnee in graue Schwalbennester. Mein Bester, sag, was treibt im Nebenzimmer dir und was im Herzen bei ruhigem Gang ein mildes Lächeln ins Gesicht, wo Haus und Vieh den Winter leiden? Verlieben, altes Kind. Verlieben. Ich sollte einmal noch den guten Mantel mit hochgestelltem Kragensamt und Mut für zwei in einen letzten Frühling tragen.
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RE: Gespräche mit Pierrot (5)
Forum: Diverse » Gespräche mit Pierrot (5)
20.01.2010 23:02
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.Zitat Vielleicht wäre, gemessen am Stil auch statt "was Edles mitgebracht" "ein Edles..." erwägenswert?Der Satz, so meine ich, ist nicht mehr korrekt bzw. vollständig, sobald ich deinen Vorschlag übernehme. Zi...
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Zitat Vielleicht wäre, gemessen am Stil auch statt "was Edles mitgebracht" "ein Edles..." erwägenswert?
Der Satz, so meine ich, ist nicht mehr korrekt bzw. vollständig, sobald ich deinen Vorschlag übernehme.
Zitat Die Gespräche faszinieren nach wie vor!
Herzlichen Dank dafür, Gedichtbandage.
LG Katerchen
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RE: Gespräche mit Pierrot (4)
Forum: Diverse » Gespräche mit Pierrot (4)
20.01.2010 22:54
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.Zitat Es gefälltDas freut mich sehr, Gedichtbandage. LG Katerchen .
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Zitat Es gefällt
Das freut mich sehr, Gedichtbandage.
LG Katerchen
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RE: Hell gefangen
Forum: Diverse » Hell gefangen
20.01.2010 22:52
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.Der sensitive Seidenfaden des Träumers ist hier äußerst filigran mit dem beinahe transparenten Mondstrahl verwirkt. Eine Verlängerung und Verschmelzung, wenn man so will, zweier Hauptrichtungen, welche den Träumer insgesam...
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Der sensitive Seidenfaden des Träumers ist hier äußerst filigran mit dem beinahe transparenten Mondstrahl verwirkt. Eine Verlängerung und Verschmelzung, wenn man so will, zweier Hauptrichtungen, welche den Träumer insgesamt auf einer Dichte und Leichte, auf einem Untergrund überhellen Bewußtseins, das vom tiefen, weichen Blau umspielt, leuchtet, sein läßt. Andererseits, wenn er sich leise regt der Träumer und vielleicht ein wenig zappelt in seiner Ruhestätte aus Sinnesschönheit, dabei Auflösung wie Festigung erfährt, weil er schließlich fällt und dennoch bleibt wie Goldstaub, der in den Rillen eines Gingkoblattes nistet, ahnt man, daß etwas wie der Unsterblichkeitsgedanke aus deinem Text anleuchtet, Alcedo. Sehr schön!
LG Katerchen
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RE: Nässe
Forum: Ausgezeichnete Prosa » Nässe (beste Winterprosa 09 / 10)
16.01.2010 21:37
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.Ein Text, Alcedo, der mir bereits auffiel. Jede Nuance, jede Verästelung, jeder Ton, der auf und ab gleitenden Skala ist aufs Akkurateste wiedergegeben. Erleichterung, wenn man will, nach oder während einem mühevollen Tag, der sticki...
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Ein Text, Alcedo, der mir bereits auffiel. Jede Nuance, jede Verästelung, jeder Ton, der auf und ab gleitenden Skala ist aufs Akkurateste wiedergegeben. Erleichterung, wenn man will, nach oder während einem mühevollen Tag, der stickig, ernst und schwer war/ist. Eine schneematschige, verschwommene Dezemberskizze, die scheinbar unerreichbar zur Wand gekehrt stand. Eine Skizze, an die sich die Augen gewöhnen müssen, nachdem man sie umgedreht hat, nachdem die Dinge sichtlich faßbar werden, in die man sich täglich aufs Neue hineinleben will. Die Tür wird täglich aufs Neue aufgestoßen -kein Bild, welches täglich wiedergelingen mag- und es entsteht Atmosphäre, welche die Dinge eindringlich einhüllt und nicht durch Formpräzision ins Auge sticht. Detailgenau und absichtslos hingeschrieben wirkt dein Text, Alcedo; mit den Augen aufgenommen, mit den Augen des Naturverbundenen wiedergegeben.
LG Katerchen
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RE: Gespräche mit Pierrot (6)
Forum: Diverse » Gespräche mit Pierrot (6)
14.01.2010 20:51
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.Zitat von allen Wiederholungen störte mich nur das "verfolgt". und zwar das erste der beiden. ich glaube auch zu wissen warum: Abendgram kann einen doch schlecht den ganzen Tag über verfolgen, morgens, mittags und so weiter ... a...
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Zitat von allen Wiederholungen störte mich nur das "verfolgt". und zwar das erste der beiden. ich glaube auch zu wissen warum: Abendgram kann einen doch schlecht den ganzen Tag über verfolgen, morgens, mittags und so weiter ... also würde ich hier einen Ersatz suchen. ein "befallen", ein "umfangen" fände ich treffender.
Alcedo, zunächst scheint konsequent zu sein, für zumindest dich, befallen und umfangen zu bevorzugen, obwohl dem Ersatz, nach weiterer Überlegung, die momentane/spontane Eigenheit abgeht, insofern du sie an der Wortwörtlichkeit bzw., an deinem Verständnis zum Abendgram festmachst.
Der tägliche Abendgram und das Fehlen verfolgen.
Der Abendgram kann durchaus ganztäglich verfolgen. Warum sollte ausgerechnet das nicht üblich sein. Wenn dich etwas spontan befällt oder umfängt, hat das zwar zunächst nichts mit der Dauer des Zustandes tun, das ist wohl richtig. Du machst deine Kritik allerdings am Abendgram fest. Was übersehe ich, Alcedo.
Ferner interessiert mich, was das Verebben mit der Struktur des Textes zu tun hat. Dein Empfinden - tut mir leid - kann ich nicht nachvollziehen.
Katerchen
Nachtrag: Dein erstes, überraschendes Lob freute mich insgeheim. Ich bedankte es nach alter Manier.
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RE: Gespräche mit Pierrot (5)
Forum: Diverse » Gespräche mit Pierrot (5)
14.01.2010 00:37
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.Zitat womöglich ein magisches Tier, welches diese Feder ließ, die sowohl gefährlich-spitz wie auch geisterhaft weiß ist. Bestimmt, einen geheimnisvollen Text zu schreiben? Der Leser hofft... und erhält Gespräche (6), ...
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Zitat womöglich ein magisches Tier, welches diese Feder ließ, die sowohl gefährlich-spitz wie auch geisterhaft weiß ist. Bestimmt, einen geheimnisvollen Text zu schreiben? Der Leser hofft... und erhält Gespräche (6),
Wer möchte denn schon langweilig und durchschaubar werden, Gott bewahre. Grundsätzlich hat die Evolution wesentlich effizientere Tötungsmaschinen hervorgebracht, wohl wahr.
Zitat müheloser Klangkomposition
Klang widerspiegelt auch Persönlichkeit und Seele eines Textes. Die meisten diesbezüglichen Gedanken werde ich also für mich behalten und komme bei Gelegenheit aufs Wesentliche zurück.
Zitat Über Abendstimmung ausläßt, seiner inneren Unruhe Ausdruck verleiht, Einsamkeit pflegt und wie üblich vorschriftsmäßig herum zickt. Viele interessante Charaktere sind im Umgang nicht einfach.
Mag sein. Elegantes Posieren gehört hier nicht zum Ausdruck, das ist richtig. Die vorschriftsmäßige Pflege der Einsamkeit – wer weiß. Das auf die Schnelle von mir. Angenehm, daß dir mein Text nicht schlecht gefällt, mcberry.
LG Katerchen
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RE: Gespräche mit Pierrot (6)
Forum: Diverse » Gespräche mit Pierrot (6)
12.01.2010 21:17
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.Ob eine Gliederung angesichts der Kürze des Textes nötig ist? Wäre der Text nun sehr viel länger, würde ich zumindest versuchen, wie das üblicherweise Profis erledigen, in Strophe, Kapitel, Akt, Szene, Auftritt usw. zu ...
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Ob eine Gliederung angesichts der Kürze des Textes nötig ist? Wäre der Text nun sehr viel länger, würde ich zumindest versuchen, wie das üblicherweise Profis erledigen, in Strophe, Kapitel, Akt, Szene, Auftritt usw. zu gliedern. Diese Zeilen umfassende Verkleinerungsform eines Einakters, der, wenn möglich, ohne jeden Einschnitt abrollt, dieser beinahe innere Monolog, der demnach ohne die übliche dramatische Zuspitzung, während der dem Leser im finalen Höhenunterschied ein Gewicht auf die Stirn brettert, auszukommen versucht, steht dennoch kompakt in einer gewissen Traurigkeit, wenn wohl auch gewollt komisch.
Die von dir bevorzugte flatterige Gliederung erübrigt sich vorerst für diesen Text, wenngleich sie beim Einstellen durch meine Unachtsamkeit noch vorhanden war, jetzt nicht mehr. Zöge ich den Text ferner stelzenhaft auseinander, käme er womöglich vor äußerlicher Großartigkeit nicht mehr durch die Tür – er ist aber nun mal nicht großartig - will es nicht sein. Dennoch überlasse ich das Thema Struktur, strukturelle Gliederung, Inhalt und Analyse den Profis, zumal ich davon keine Ahnung habe.
Ich weiß auch nicht genau, was ich mit deiner Bemerkung zur Abstraktion anfangen kann, zumal du hier pauschal und recht oberflächlich - derlei Pauschalisierung las ich bedauerlicherweise erst kürzlich in einer Kritik zu einem anderen Text der Reihe - für die gesamte Reihe sprichst. Hast du eine ungenaue Vorstellung, wie das bei mir ankommt: Was, ihr habt kein Brot, dann eßt doch Kuchen.
Was bedeutet Abstraktion für dich. Ein halbes Gesicht, dem das zweite Auge, die Nase und der Mund fehlen – im Vergleich beispielsweise zum Surrealen, einer Verfremdung und Verzerrung – ein Gesicht also, das mit drei Augen, zwei Nasen und einem vertikalen Maul ausgestattet ist, einer, wenn du so willst, zähen, gezogenen Methode, die der Machart bei Kafka und Dali entspricht.
Ich hoffe, Alcedo, daß mein Text nicht allzu sehr von überzähligen Details oder vom Weglassen lebt, aber er lebt immerhin auch dadurch und eben auch von den Wiederholungen. Um dir das vergleichsweise verständlich zu machen; ich schreibe gerne Abendrot anstatt Partikeldichte. Partikeldichte wäre zwar konkret, aber langweilig wie ein übersüßes Detail.
Dieser Text wohnt allerdings in einem alten Haus inklusive Concierge und stellt sich dort an einem Winterabend wie heute nach alter Manier seiner Hausseele vor, sonst nichts. Und, wenn du erlaubst, bringt der Text dabei ein wenig Rhythmus und Klang auf. LG Katerchen
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RE: Ralfelchens Industrial Design: Lampen
Forum: Kunst » Ralfelchens Industrial Design: Lampen
11.01.2010 23:09
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.Die oberen Entwürfe haben etwas Organisches, die mehr auf der Sinnenebene funktionieren, wahrscheinlich hast du hier auch mehr deinen Sinnen vertraut, zwar erscheint kein Reiter, und doch ist einer präsent – in diese Richtung eben. Wä...
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Die oberen Entwürfe haben etwas Organisches, die mehr auf der Sinnenebene funktionieren, wahrscheinlich hast du hier auch mehr deinen Sinnen vertraut, zwar erscheint kein Reiter, und doch ist einer präsent – in diese Richtung eben. Während die Leuchte dazu verleiten mag, eine philosophische Interpretation zu versuchen, die ich mir auf der Ebene zwischen Rebell – Energie, Farben Wärme und konzentrierte, formstrenge Systemgebundenheit vorstelle, ja irgendwo zwischen Überlebenmüssen und Rebellion.
LG Katerchen
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