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  • RE: Holder Lenz?Datum27.02.2010 14:42
    Foren-Beitrag von Katerchen im Thema Holder Lenz?

    Zitat
    Ahnen sie dich, Frühling, wieder
    halbe Sachen machen, lachen
    über’s Winters letztes Krachen?
    Singen sie die alten Lieder:

    Sanftes Wehen, erstes Blühen,
    Eises Tauen, Veilchendüfte,
    blaue Blumen, blaue Lüfte,
    Tirilli im Morgenglühen... ?

    Doch es tobt in harten Schollen,
    frech treibt aus erwachten Knollen
    Ungeduld, voll Lust, ins Licht.

    Hoffe dort dich, Schlachten schlagend,
    Stillstand, Ducken, Angst verjagend!
    Faulen Lenz? Machst du mir nicht!


    Phil © 2010


    abba/ -> Quartetten
    dde/ -> Terzetten

    Was die Formstrenge angeht, phil, romanische Lyrik usw., kann ich
    hier leider nicht viel beitragen. Die Alten, Luis de Camoes 1524-1579
    (Titel: Ohne Dich) könnten hier beispielsweise als gute Formvorlage
    des Gedankenspiels dienen, wenn du magst. Ansonsten rhythmisch
    einwandfrei, eventuell: auf des Winters letztes Krachen,
    um den Lesefluß nicht durch Apostroph zu stören? Tirili?

    Das auf die Schnelle von mir,

    mit liebem Gruß
    Katerchen









    .

  • RE: das lebt Datum01.03.2010 10:22
    Foren-Beitrag von Katerchen im Thema das lebt

    .

    U.a. der Flammtorte wegen war ich dort - die ‚kränkelnden Blumen’,
    die wilhelminischen Baukunst, die Ghettos und die Fenster des
    Träumers Chagall nicht außer Acht lassend. Mehr davon, wenn ich
    Zeit habe.

    LG
    Katerchen








    .

  • RE: gaffenDatum07.03.2010 02:56
    Foren-Beitrag von Katerchen im Thema gaffen

    .

    Zitat
    Berührt



    Danke







    .

  • RE: Januar Datum07.03.2010 03:00
    Foren-Beitrag von Katerchen im Thema Januar

    .


    Zitat
    Vielleicht könnten in diesem schönen Satz doch zwischen 0 und 5(!)


    Ich nehme das hinter der Garage.

    Zitat
    "ob" überfordert inzwischen Erwachsene...


    Ein älteres Kind eben.


    Ich bedanke mich für deinen Kommentar.

    LG
    Katerchen








    .

  • RE: das lebt Datum07.03.2010 03:05
    Foren-Beitrag von Katerchen im Thema das lebt

    .























    .

  • RE: 's ist Musik, die mich umgibtDatum07.03.2010 03:13
    Foren-Beitrag von Katerchen im Thema 's ist Musik, die mich umgibt
  • RE: HeimkehrerDatum08.03.2010 10:33
    Foren-Beitrag von Katerchen im Thema Heimkehrer

    .

    Dein Text gefällt mir, Rainek Radar. Dennoch möchte ich bezüglich Rhythmus
    und Verdichtung nachfolgenden (unvollständigen) + unverbindlichen Vorschlag
    unterbreiten. Für die jeweils letzte Zeile, (ich würde jeweils nur noch eine unterbringen)
    die ich bei meinem Vorschlag nicht mehr berücksichtigt habe, stehen die passenden
    Worte aus den noch nicht verdichteten Zeilen aus deiner Version bereit. Für diese letzte
    Zeile würde ich einen 5 hebigen Rhythmus mit jeweils zwei Senkungen in Anspruch nehmen.
    Selbiger unterstützt die getragene Stimmung.

    LG
    Katerchen


    ich trage schwarz an dem tag der mich heimbringt
    erklimme die stufen zum einsamen haus
    sehe mich selber als buben
    der den hausflur hinaufspringt
    und den unerfahrenen jungen
    der nichts als die kleider am leibe mitbringt
    in die lockende welt hinaus

    schwarz gekleidet
    am tag
    der mich heimbringt
    erklimme ich stufen zum einsamen haus


    (hier beispielsweise auf die Vielzahl der Konsonanten
    in deiner Version aufpassen)

    XxXx
    xX
    xxXx
    xXxxXxxXxxX


    ich trage schwarz an dem tag der mich herbringt
    schaufle erde ins frisch gehoben loch
    und die träne die mir salzig die wange entlang rinnt
    erinnert mich an den feigling von damals
    der sich fern von zuhause verkroch

    schwarz gekleidet
    am tag
    der mich herbringt
    schaufle ich erde ins finstere Grab


    XxXx
    xX
    xxXx
    XxxXxxXxxX

    ich trage schwarz an dem tag der zurückbringt
    was einst ein leben gewesen war
    und während erinnerung
    den steinernen garten durchdringt
    sehe ich freudig und klar
    wie der bub von damals
    den mann heute einnimmt
    und wie dieses mannes vater
    so unglaublich stolz auf ihn war

    schwarz gekleidet
    am tag
    der zurückbringt
    sehe ich klarer den jungen von einst


    XxXx
    xX
    xxXx
    XxxXxxXxxX











    .

  • RE: HeimkehrerDatum08.03.2010 19:13
    Foren-Beitrag von Katerchen im Thema Heimkehrer

    .

    Hallo, Rainek Radar.

    Zitat
    danke


    Gerne.

    Zitat
    wobei ich mir nicht ganz sicher bin
    ob das in deinem sinne wäre, so, wie es
    jetzt hier steht;


    In meinem Sinne muß dein Text nicht funktionieren. Ich finde, daß deine
    jetzige Version weniger Wiederholungen aufbietet. Stellenweise konnte
    ich keinen Rhythmus lesen, obwohl ich das regelmäßig von deinen Texten
    erwarte. Bezüglich der jeweils letzten Zeile melde ich mich, sobald ich wirklich
    Konstruktives beitragen kann. Ich arbeite daran! Bis jetzt lese ich jeweils
    eine Senkung weniger, an jeweils anderer Stelle.

    ins weite hinaus -> ich würde mich für "ins weite" oder "hinaus", denn da ist ja noch "zog",
    entscheiden

    salzige tränen -> tränen finde ich grundsätzlich gut, aber salzig sind sie doch schon (Verdichtung)

    Zitat
    den buben, den vater, den mann der beide vereint


    Dieser gefällt mir rhythmisch und sprachlich sehr! Versuche das mit S1Z5 + S2Z5.


    bis dahin
    mit liebem Gruß
    Katerchen

    Nachtrag: Keine Sorge; mein eigenes Radar ist meist zuverlässig.





    .

  • .

    Hallo Ralfchen,

    warum "glasige Gräser"? Warum nicht gläserne zum Klirren und
    der traurigen Stimmung? Ich rate unverbindlich zur Kürzung.
    "Mit nichts am Leib + nackt" oder auch "wegträgt + gehe", "empor" usw..
    Sind denn die Wiederholungen wirklich beabsichtigt?

    Vorschlag: (nicht für alle Strophen)

    Nackt, in der Nacht,
    die mich trägt,
    klirrende Gräser,
    vereinsamte Mütter.



    LG
    Katerchen







    .

  • .


    Zitat
    du hast null phantasie. sry dir das zu sagen.


    Ein überflüssiges Kompliment.


    Mein Änderungssvorschlag war unverbindlich angedacht.
    Also, schiebe dir deinen etwas gravitätisch anmutenden
    Kommentar ins Kopfkissen deiner Traumwelten.

    Zitat
    nimm den text von RADAR und schreib dein eigenes
    antonymo - hm?


    Was hat das mit deinem Text zu tun, nichts - richtig.


    MfG
    Katerchen



    .

  • Zitat
    Ein überflüssiges Kompliment.
    leider nichts als die nackte wahrheit.



    Du mußt es ja wissen ./

    Zitat
    na ja wenn schon dann UNTERS KOPFKISSEN, wenn ich dir auf
    die sprünge der deutschen sprache helfen dürfte. aber lassen
    wir das. kein wort deiner kritik hat was mit unverbindlich zu tun,
    denn du willst meine worte entbandagieren, ihnen also das
    wegnehmen was sie haben sollen: die mumifizierung eines anderen
    werkes. mit so etwas rekonsurrektiven scheitert man immer an
    ralfelchens inversalen textarbeiten



    heiße Luft -> gähn*







    .

  • RE: RuheDatum12.03.2010 08:22
    Foren-Beitrag von Katerchen im Thema Ruhe

    .

    Zitat
    mir gefällt Dein Text



    Das freut mich sehr.


    LG
    Katerchen





    .

  • RE: Gespräche mit Pierrot (8) Datum12.03.2010 08:35
    Foren-Beitrag von Katerchen im Thema Gespräche mit Pierrot (8)

    .


    Ein schönes Exemplar, mcberry, danke! Sie mutet mir wie eine "Charles Bonnet",
    eine "Talisman" eine "Mme. L. Dieudonné" oder gar eine "Coupe d'Hebe" an.

    Lieben Gruß
    Katerchen






    .

  • RE: anemonentagDatum14.03.2010 10:15
    Foren-Beitrag von Katerchen im Thema anemonentag

    .

    Ich empfinde deinen tranceinduzierenden Rauschmitteltext
    als sehr gut gelungen, Rainek Radar. Rasendmacher,
    Scheingestalten und Wahnbilder; Schlange, ' schlangensaphirfarben'
    Oxelbeere, Anemone + Fleisch, hier paßt einfach alles. Dein Text stimmt
    eher traurig an.

    Lieben Gruß
    Katerchen









    .

  • RE: Ein Zittern auf die Blätter steigtDatum14.03.2010 19:34

    .

    Hallo mcberry,

    freut mich sehr, daß dir auch dieser Text zusagt.

    LG
    Katerchen




    Hallo Alcedo,

    Tja, was soll ich nur schreiben. Da komme ich von meinem
    Abendspaziergang nach Hause und finde ein hartgekochtes
    Ei mit scharfem Senf und die Komplexität einer Aubergine
    vor. Ich entscheide mich für den simplen dünnen Draht,
    den Motor und Exzentrizität, damit der Text zumindest in
    Z2 besser funktioniert.

    Zitat
    zerfließt das letzte Licht der Sonne


    Ich übernehme dankbar und verbleibe

    mit Gruß
    K.

    (Nachtrag 15.3.; der Genitiv stört nicht wirklich, schön)


    Zitat
    und welch gelungener Vergleich in den ersten beiden Zeilen! das gefällt mir.
    weniger aber die Genitivkonstruktion in der zweiten Zeile, beim Zentralgestirn. ich fragte mich unmittelbar nach dem lesen ob es nicht besser funktionieren würde mit:
    zerfließt das letzte Sonnenlicht.
    oder
    zerfließt das letzte Licht der Sonne
    oder wolltest du den Endreim unbedingt vermeiden? darum der Genitiv? muss das sein?

    später bei Zeile sieben folgt ja noch ein weiterer Genitiv bei den Würmchen. hier störte er mich nicht mehr so stark bei der Rezeption, aber wenn ich mir die Zeilen wiederholt durchlese, stelle ich fest, dass man es auch so formulieren könnte:
    als mit den Würmchen ungenaues Blinken wie
    gut, das ist ein erheblicher Eingriff in deine angeschlagene Rhythmik, aber ich streich den Vorschlag nicht mehr. du wirst ihn kommentarlos überlesen wenn er dir nichts gibt, nicht wahr?

    weiter: wunderbar wummernde w-Alliterationen führen zum verrätselten Endwort Wald (Zeilen 2+3),
    Rätsel welches schön klanglich aufgefangen wird durch stabende i-Vokale in den jambischen Hebungen der 5. Zeile: knistern, Zwischen, Rinden. das ist handwerklich hervorragend gemixt und hat gewiss Ohrwurmpotential.
    der explizite Bezug (auf den Wald) mit "Er" ist am Anfang dieser Zeile 5 aber wohl nicht nötig. erstens lesen es die meisten sicher "Es" (ja, ich tat es auch beim ersten Lesen), zweitens wiederholt sich das männliche Pronomen sonst klanglich in "seiner" Rinden. ausserdem weiß es an der Stelle sowieso jeder, dass es um ihn geht, den Wald.

    die Zitternzeile ist stark. sehr stark. kein Wunder dass sie zur Überschrift taugt. es steckt auch mehr darinnen als bloss erzitterndes Laub, oder Licht: die flügellosen Weibchen steigen/klettern buchstäblich ins Laub um die anfliegenden Männchen möglichst sichtbar anzulocken, und wenn diese Fliegenden Männer nur über je eine einzige Leuchtplatte am Unterleib verfügen, so haben die Weibchen mehrere (beim kleinen Leuchtkäfer auch seitlich) die ihre Signalwirkung nicht verfehlen. und eben durch die Bewegungen der Käfer, oder der des Beobachters, oder durch die Lüfte im Laub, wird ein zitterndes Blinken nie aufhören zu steigen und zu sein und im Fokus des Beobachters bleiben. das gefällt mir sehr.

    und dann, mit einem Mal, fällt der Blick auf die Sterne. es bleibt die gleiche Perspektive, ja, aber da wird mit einem lapidaren Vergleich ein Wurm, oder ein Wurmgewusel mit dem Sternenhimmel in Verwandtschaft gesetzt. warum nur muss ich da gleich an Pascal denken, und ihn gedanklich gleich zitieren weil es so schön passt: Räumlich umfasst mich das Universum und umschliesst mich wie einen Punkt. Aber durch mein Denken umfasse i c h es.
    ja, so ist es, ich, Leser, habe das Gefühl es umfassen zu können, jetzt wenn ich so einen lapidaren Satz, oder Vergleich lese wie den aus deinem Gedicht, K. und dieses Gefühl verursacht Erhabenheit und Schweigen. all das liegt in deinen Zeilen. zuviel des Lobes? egal. ich schreib nicht mehr. lass mich von Silberdisteln stechen und rätsle wie die letzte Zeile wohl gemeint sein mag.
    und bleibe letztlich bei Pascal, ertappe mich aber doch wie ich in Suchmaschinen vergleiche ob diese Halskrausen wie bei Shakespeareportraits auch auf Pascal zutreffen. Halskrausen wie Silberdisteldolden. für edle Namen, ja, und damit hab ich meine Bilder wieder und bin zufrieden.
    danke für die Präsentation.



    .

  • RE: 's ist Musik, die mich umgibtDatum14.03.2010 20:08
    Foren-Beitrag von Katerchen im Thema 's ist Musik, die mich umgibt
  • RE: 's ist Musik, die mich umgibtDatum15.03.2010 07:04
    Foren-Beitrag von Katerchen im Thema 's ist Musik, die mich umgibt
  • RE: LebenDatum16.03.2010 22:02
    Foren-Beitrag von Katerchen im Thema Leben

    .

    Einfachheit und Sparsamkeit sprechen aus den Zeilen und
    regen dazu an, deinem Text das bloße Dasein abzugewinnen.
    Der rastlose Lebenszyklus des Waldes setzt dabei u.a. den
    Rahmen. (Die Nutzung des Waldes und nicht seine Ausnutzung.)
    Ferner beinhaltet dein Gedicht eine gewisse Entzauberung oder
    auch Überwindung durch Freilegung im wahrsten Sinne des Wortes
    (Schwein/Maden) und damit einhergehend die Bewußtmachung des
    Vorhandenen unter Zuhilfenahme aller Sinne. Die Sinne der Tiere
    spielen wohl gleichfalls eine Rolle, wenn mich der Strömungssinn
    gedanklich nicht eben verläßt. Auch das Madengewimmel, die
    Beweglichkeit der Flosse und die Schritte lassen mich nicht steif vor
    Angst im Text zurück, sondern bedeuten Leben schlechthin, welches
    dein Gedicht mit höchster Sensibilität und nach Kräften durch den
    Auwald trägt, ohne kollektive Emotionen heraufbeschwören zu
    wollen, sondern ein Lächeln. Letztlich unaufdringlich bewegende
    Zeilen, Alcedo, obwohl rhythmisch unharmonisch, aber das sollte
    in diesem Fall auch nicht sein.


    LG
    Katerchen










    .

  • RE: blankDatum18.03.2010 15:06
    Foren-Beitrag von Katerchen im Thema blank

    .

    Hallo.

    "klebt" -> zeigt ausreichend die Zähflüssigkeit an, meine ich.
    „kleben“ erinnert mich (auch) an Farbe, welche wiederum
    zum Rhododendron paßt.

    "Sonnenauf/Untergang, dann und wann, + noch" -> wirken
    zwar wie auf dem Sprung ins Positive, aber der Vorhang
    läßt sich nicht schließen, weswegen ich zur Kürzung rate.
    „Meine Hoffnung hängt“ schließt den Rest ein.

    Mein unverbindlicher Vorschlag:

    am fenster kleben
    rhododendronblätter (Blätter/Dauerzustand)
    meine hoffnung hängt
    am vorhang

    (der sich nicht schließen läßt
    seitdem ich denken kann)

    ist die kordel gerissen


    Dein Text gefällt, Rainek Radar, sehr sogar.

    LG
    Katerchen


    Nachtrag: Version, um den giftigen (auch immergrünen+winterharten) Zustand
    in einen Kreislauf zu binden.

    meine hoffnung hängt
    am vorhang
    ist die kordel gerissen

    (seit dem ich denken kann ...)

    am fenster kleben
    rhododendronblätter





    .








    .

  • RE: blankDatum20.03.2010 06:43
    Foren-Beitrag von Katerchen im Thema blank

    .


    Danke, Rainek Radar, für deine Antwort.

    Zitat
    mit dem ich das spinnenbild im rhododendrons



    Nun, offensichtlich bin ich nicht gut informiert, denn ich bringe
    keine der verschiedenen toxisch wirkenden Rhododendron-
    arten, es hat übrigens unzählige, mit dem Spinnenbild (Terpene/
    Spinne?) in Verbindung: Honig/Rhododendron/hippokratische Medizin
    beispielsweise sehrwohl, womit ich wieder zur Zähigkeit gelange,
    die ich nicht in erster Linie mit den Fäden des Spinnbilds/Rad/Kreislauf
    in Verbindung bringe. Ich muß diesbezüglich schlicht passen, obwohl
    der Text für mich selbstverständlich auch so wirkt.

    LG
    Katerchen




    .

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