Zitat von KaraHallo Hannes, ja, wirklich sehr humorvoll, sarkastisch beinahe - habe ich gedacht - und dann bin ich doch über das "fast" gestolpert! Grüßt freundlich Kara
Hallo Kara,
ich dachte, gerade das "fast" passe zu der humorigen Anlage des Gedichts...
Dein Sonett beginnt gut und ist vom ausgefallenen Thema her auch interessant. Es droht dann durch den langatmigen Satz an Übersichtlichkeit zu verlieren.
ZitatWie sie meinen derben Humor verehren, wie mein lautes Singen,
selbst wenn mir nur zum kleinen Teil gelingt, was ich mir immer schon als Ziel gesteckt, weil ihnen lieber das ins Auge springt,
was ihnen wichtig ist: Von mir geneckt zu lachen, angesport durch Lob beschwingt zu tanzen, das sei wirklich fast perfekt.
Gruß Joame
Hallo Joame,
danke für den Hinweis. Ich habe den Satz zumindest zerlegt in einzelne "Sätze". Liest es sich so besser?
Größere Umbauten wären nicht leicht, leichter wäre dann wohl ein neues Gedicht oder zumindest 3 neue Strophen....
was heute nicht alles komisch wirkt ... ;) Schottische Menschen ist zwar eine mögliche Interpretation zu Schotten, hier aber sollte aus dem Zusammenhang klar sein, dass die Schotten Teil des Schiffes sind und ihren Kompartimentierungszweck wegen Überlast nicht mehr erfüllen können.
ozean als wüste ist doch durchaus eine fast schon gebräuchliche Metapher... warum sie vom thema ablenkt, ist mir so nicht einsichtig. das thema ist doch klar: untergang in allen möglichen spielarten.
dass die koffer die unterhosen (zur vermeidung doppelter wäsche :)) hinausspülen, ist quasi eine interpretation zu brechen. ("kotzen") das soll auch das der seekrankheit geschuldeten speien "bebildern", wobei man ja bekanntlich den fischen auch zu nahrung verhilft....
Hallo perry,
"meerdüstere dramatik" trifft das, was ich hier erzielen wollte sehr gut.
es ist ein experimentelles werk, das von den wiederholungszeichen seinen rhythmus bekommt.
Zu den Zeiten: "verstummen/verbraucht haben" ist hier gewählt als das, was "immer" gilt, also im Sinne von "wie damals am krankenbett, wo man (immer) verstummt" etc. Über Alternativen zu "die worte sich verbraucht haben" denke ich noch mal nach.
Ich wollte hier bewusst nicht zu konkret werden, um verschiedene Deutungsmöglichkeiten beim Lesen zuzulassen. Deine ist eine, die sich offensichtlich an eigenen Erfahrungen entlangrankt.
Noch länger sollte das Gedicht nicht werden.
Hallo munkel,
vielen dank auch für Deine Assoziationen zu dem Gedicht, wobei "ist es etwas entwegtes" mir besonders gefällt.
Hallo Marlene,
dass man gefangen ist in dieser reuse, passt gut zu dem, was ich ausdrücken wollte, auch wegen der beiden letzten zeilen.
Z3 korrespondiert doch so schön voller Pathos :) mit Z1.
Der Bezug zum LI hat mich etwas überrascht. Aufgrund von "jemandes" hätte ich jetzt eher gedacht, dass hier jemand anders beschrieben wird. Und zwar in einer Situation des Leids (=Pathos) ...
hat mein Geplauder also Wellen geworfen :). Aus meiner Sicht heißt "Pathos" "Leid". Natürlich hab ich dazu ein Gedicht verbrochen. Hier wollte ich den Begriff diskutieren und plaudern über die Tatsache, dass sich bei der Freude jeder gern tummelt, aber Leid oft abstößt.
Dein Gedicht verbreitet viel Stimmung - von Afrika. Die drittletzte Zeile verstehe ich zwar nicht, aber in Afrika würde ich auch Vieles nicht verstehen ...