Gutes und Barmherzigkeit seh ich aus den Augenwinkeln mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn Papa immerdar.
Du bereitest vor mir einen Tisch, und ich sehe mich daran, im Angesicht meiner Feinde. Du wäscht mir den Kopf, und schenkst mir voll eine ein.
Und wenn ich schon nichts sehe im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück wie Dich. Denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich immer wieder.
So erquickst Du meine Seele und führest mich auf rechter Straße um Deines Namens willen.
Statt mit Fleisch weidest Du mich mit Gras auf einer grünen Aue und drückst meinen Kopf ins frische Wasser.
Nur Du bist mein Hirte, mir wird nichts mangeln, nur der Pelz nach der Schafschur.
--- Für all die, die im Namen des Herrn missbraucht wurden
Die Sonne brennt die letzten Gedanken aus dem Schädel und alles reduziert sich auf die Gier nach Wasser für den tauben Fleischklumpen namens Zunge.
Der letzte Tropfen Schweiß ist längst vertrocknet, die Lippen verschorft und zersplittert, geblendet und blind die entzündeten Augenhöhlen, in den Ohren das Knirschen des Sandes, torkelndes Schwanken der Welt.
Zweihundert Meter voraus die ungesehenen Palmen, der Wasserduft verpasst die versandete Nasenhaut, verschlossen durch ausgetrocknete Schleimreste.
In den schwarzen Himmeln Gesang von Lerchen, Bienensummen, Honiglieder, die Erinnerung an grüne Hügel, Apfelbaumplantagen.
Der Fall erregt einige Nerven, Blut am Knie, Sand im Mund. Doch nichts davon erreicht das Großhirn, Blut verklumpt in der Hitze im Herz.
Wanderer, na, hast Du Dein GPS-Gerät vergessen? Fragen nach dem Weg traust Du Dich wohl nicht, stimmt's? Und von Ortskenntnis auch keine Spur, das sieht man. Warum Du mir aufgefallen bist? Keine Ahnung, ich schaue mir gerne Leute an. Dein Rucksack ist anscheinend ziemlich schwer, aber ein Touri bist Du wohl nicht. Das Tapsen Deiner großen Füße erinnert mich an einen Tanzbären, Dein verwirrter Blick an einen Vogel Strauß auf einer Avenida. Zum Essen einladen kann ich Dich nicht, keine Penunsen, Du kennst das ja vielleicht.
Ein Tipp noch: Pass auf, der Bauer da vorne hetzt gerne seine Hunde auf Fremde. Viel Glück, Mann.
wenn lose rosen streit vom zaune brechen und dich mit giftgen blicken hart traktieren, dich grob mit ihren spitzen heels zerstechen, dann hilft dir nichts, noch nicht einmal paktieren.
denn als geheime waffen dienen bäche aus dunklen augen, lila bei schakira - fakire spüren spitzen - niemals bräche davon nur eine ihm im fleisch. lackierer
gewönnen schnell den preis - welch große fläche - summiert der frauen nägel auf! ein schmierer von roter farb auf seinem hemd - welch kräche! die nachbarschaft zieht vor den kadi - mira -
kelwhip fliegt an die köpfe, laute zoten, die mag kein richter jemals gut benoten.
Die Finsternis für eine halbe Welt, Die niemand wahrnahm hinter Regenwänden, Entschlüpft pikiert aus Journalistenhänden Und flennt in einem fort. Ihr Aufschrei gellt:
"Ach weh, ich leide doch so einsam sehr, Wie konntet ihr mich schnöde übersehen? Mein schattiges Verschwinden übergehen? Die Sonne sah ich Stunden nimmermehr!
Nur um die Erde glimmte Luft noch rot, Ließ Kraterwälle, Mare ocker blühen, Die in der Mondnacht kälter ruhn, wie tot -
Doch mittags auf dem Mond, da muss es glühen!" So klagt die Finsternis in ihrer Not - Doch nützen ihr der Astronomen Mühen?