du bist nicht weniger unverbesserlich als ich sondern un-besser-bar, das ist ein unterschied, ralfchen und liegt am alter
neine, nein ich habe alle deine einwände als gut befunden und stimmend, aber nachdem ich herumprobiert habe und alles dabei nur schlechter geworden ist, lasse ich jetzt das schlangenbild drinnen, das gedicht kritiserbar und deine einwände für die nächsten texte im hinterkopf/ in der hinterhand;
mfg rainek
ich hatte das willen und zischeln bereits anfänglich am start, es aber aus temp-gründen verworfen
vielleicht gehört ja das nasenbohren auch zur versagenshysterie? wahrscheinlich in diesem zusammenhang aber eher die furcht vor der diffamierung als die tätigkeit selber?
hat es dieser aphorismus auf die transkription zu hiesigen gebräuchen/sagern angelegt?
wenn ich diesen gedanke verfolge dann ist der hammel der dummkopf der tollpatsch eventuell; das heißt wenn man den gast ehren will muß der tollpatsch in einem sterben, oder nur irgendein anderer? ich finde den ansatz ganz interessant, von der durchführung bin ich aber noch nicht ganz überzeugt, vor allem, weil ich der logik nicht ganz folgen kann; eventuell mit etwas mehr biß? vielleicht entgeht mir hier aber auch das wichtigste, dann bitte ich um verzeihung;
gebleicht, auf einem Tuch der Nacht, (bleich ?) da liegt, in taudurchwirkter Decke, ein kleiner Körper, schmerzverbogen die Beinchen an den Bauch gezogen, scheint, es schläft- das Kind. Doch grob zerrissen ist das Kleid, und nackt, die Angst in Augen. (oder nackte angst ?)
Gott sei es gedankt, vernimmt man leise das Kind ist schnell gestorben.
hier die fragen/überlegeungen die zu den änderungen an deinem text führten:
warum erfährt in der ersten zeile das kind die bleichung? ist es nicht eher wahrscheinlich bleich als resultat von...? das dass in z5 verhindert für mich etwas den rhytmus und durch den gedankenstrich hast du sowieso eine kleine pause, da braucht es mitunter keine neue zeile; die grob-ist-nackt konstrukt ist sicherlich geschmacksache für mich wäre die zäsur durch einen beistrich dem leserhythmus allerdings beiträglich (ebenso wie das lauttechnisch reinere "nackte angst" daß durch das "die" dazwischen nicht abgeschwächt wird) am schluß würde ich die apostrophierung rausnehmen eine neue zeile einschieben und den lesfluß so etwas natürlicher gestalten; bei mißfallen meine anmerkungen bitte einfach ignorieren!
ansonsten stimmungsvoll ohne groß mit umgebungsbildern untermalen zu müssen; die frage was denn nun genau passiert sei und die indizien-strohhalme im text an die man sich klammern möchte, fand ich gelungen;
ich denke, der biß könnte eventuell in der charakterisierung des gastes liegen, den umständen seines besuchs oder etwa seiner beziehung zum "hammel"; kurz gedacht...
die herrnhuten übrigens auch! (rr) = eine kleine glaubensgemeinschaft innerhalb der evangelischen Kirche (in der Reformation entstanden beriefen sich ua auf jan hus)
Zitat gibt es wesen mit mehreren nasen, die auch dichten können?
es gibt mehrere nasen die dichten können, ja, ja die gibt es... ausserdem könnte man ja auch in anderen nasen bohren, wenn einem vor lauter aufregung die eigne nicht mehr genügt oder schon ganz wund ist... oder aber: es ist eine allgemeingültigkeit weil weltweit rotzer in ihren nasen bohren
um mich nicht ganz ausgeschlossen zu fühlen, schließe ich mich kurz an und bin auch verwirrt.... anscheinend gibts wirklich beides nase- und nasen im netz und auch in büchern... ich kann nur betonen daß ich das singular des in der nase bohrens als hauptwort vorher anscheinen verdängt und oder überhört habe... (ausserdem wird in meinem mutterdialekt nur das plural verwendet)
bei klinischen depressionen kommt den tag des öfteren eine ganz besondere rolle zu, er wird zeiweise zum "feindbild"; man erwacht früh morgens (obwohl todmüde) und kann des schlafes beraubt, nur immer wieder die eigenen vergeblichkeiten im kopf zelebrieren, ohne wieder einschlafen zu können; den ganzen tag lang strebt man auf die nacht zu die einzige tageszeit die einen, zumindest kurz, in den vergessenden schlaf sinken läßt; deswegen die gewichtigkeit auf den tag; und natürlich ist der tod ein zweites feindbild die existenzangst schlechthin auf die, in solchen zuständen, das ganze leben zuzustreben zu scheint; man selbst wehrlos im malstrom gefangen; die gefahr für das lyrische ich liegt nicht an der pflanze selber (er wird sie schließlich nicht essen, sondern nur in der lethargischen betrachtung der pflanze, die im fenster steht der (schlafverlustigen) beobachtung der sonnenstrahlen auf der fensterbank und im namen natürlich in der leichten psychose, die man sich schon zugezogen hat, ob der isolierung und im verheerenden klang des pflanzennamens, der einem durch den geist zu spuken mag "rhododendron"; im spinnenbild vielleicht, das sich mir während des schreibens aufzwang, das dem leser aber (man siehe dein kommentar) eventuell verschlossen bleibt (was natürlich ein fehler des autors ist); die kletterpflanze wäre bildtechnisch, für mein empfinden nicht so passend; das "lachhaft" ist so etwas wie ein aufbäumen gegen den zustand der seele; man kommentiert sich selber es paßt gewollt nicht in den ductus denn dies ist kein selbstmordgedicht un dahin könnte uns ein unabschweifendes bild ja bringen, sondern ein text über einen krankheitszustand und über die isolation in selbiger; tatsächlich also eine: regieanweisung aber des li´s an sich selbst;
sind die erklärungen (hab ich in dieser breite jetzt nur so zerkaut, weil ich deinen input als interessant befand - ich beschreibe meine bilder normalerweise ungern so vor - aber viellecht sind sie tatsächlich zu hermetisch?) für dich schlüssig? kannst du etwas anfangen damit? mit diesen überlegungen: würden deine vorschläge die gleichen bleiben? dake fürs mitdenken;
ich habs auch nicht gelesen aber in meiner kindheit unzählige male gesehen (anime - verfilmungen UND theater!); ich habe gerade nochmal nachgeschaut, es ist der almöhi (war mir jetzt selber nicht mehr ganz sicher);
danke fürs kompliment, was den stil angeht; die pointe ist ziemlich dezent (zu dezent für ein drabble? wie gesagt, sind meine ersten gehversuche in dem metier) -aber drinnen ist schon eine wenn man genau schaut; der erzähler führt sich mit dem letzten gedanken selber ad absurdum, wenn man seinen vorherigen worten flgt - aber wie gesagt nix radikales halt;
danke für deine anführungen katerchen; ich denke nach wie vor darüber nach, deswegen die lange atempause vor meinem kommentar!
vor allem der aspekt des klebens, mit dem ich das spinnenbild im rhododendrons-sitzenden tod wiederfinden wollte, scheint bei beiden deutungen unterzugehen, dabei war es eigentlich für mich sehr wichtig - vor allem was die opferrolle des lryichs angeht ich überlege gerade wie ich das noch besser machen könnte; hmmm...
abgesehen davon:
tag am fenster kleben rhododendronblätter sitzt der tod noch dann und wann hängt blind am vorhang hoffnung
nur läßt er sich nicht schliessen die kordel ist gerissen
Zitat Es steht ein Stern am Firmament, ich blicke auf und seh sein Licht. Ob er wohl Deinen Namen kennt, welch Himmelskind kennt den denn nicht?
erinnert mich entfernt an das teil von david hasselhoff und gwen (das mit "baby blue, sie sah aus wie du" drin) abgesehen davon holperts da irgendwo mächtig (oder ich bekomm die betonungen einfach nicht richtig hin?)
und noch was, so nebenbei: sterne sind auch sonnen was den wert deines gedichts ein bißchen fragwürdig macht... (vielleicht hattest du ja den mond im sinne ?)
Zitat Freude und Lust ist ringsherum, er liegt im Halbdelirium und stöhnt
da funktioniert rhythmisch bei dem freude was nicht, oder?
Zitat er liegt
war noch im ersten vers, hier sitzt ihm aber plötzlich die frau am tisch gegenüber?
Zitat dem frechen Fisch
liest sich sehr dem reim geschuldet!
Zitat Er stemmt sich auf, wäscht das Gesicht,
er sitzt am tisch, nicht? da scheint das "gesicht waschen" eher willkürlich;
Zitat Im Blackout hab ich das vergeigt.
ist das eine plötzliche "lyrisches ich" ebene? wenn nicht ist der personenwechseln nicht nachvollziehbar;
die idee ist nicht schlecht; die sprachlichen mittel und bilder etwas unstringent lichten Klarsekunde etwa warum die wiederholung? vor allem wenn "der klare" eigentlich weiterhin im text mit gegenteiligem bewertet wird? und ganz ams schluß wird nicht klar: hat er seinen rausch jetzt hinter sich? wenn ja, ist der beginn mit "nicht schlecht" sehr unpassend weil keiner erwacht wohl aus dem delirium mit dem gedanken: nicht schlecht, gestern habe ich meine frau vermöbelt.... klar wird hier auch nicht wieviel zeit hier wirklich vergangen ist, seit dem letzten vers; UND: warum liegt das kind steif unterm bett? hat er das auch geprügelt? verhungern lassen....? abgesehen davon, daß die beiden "schuhe" wohl eher beine oder beine mit schuhen sein müßten, um den bild des leichnams (?) klar zu charakterisieren;
soweit meine anführungen und gedanken zu deinem gedicht; mfg
danke fürs feedback; der rote ritter (parzival) ist natürlich unaufrichtig wie alle leute, die lieben und sich vom gegenüber zu unrecht hintergangen fühlen; er ist sich keiner schuld bewußt und trotzdem hat gott ihn verstoßen UND verhöhnt; weswegen sollte er also weihnachten feiern außer, daß er eigentlich schon recht gerne feiern würde, sieht er keinen anlaß dazu, sich vor dem der ihn verstoßen hat zum narren zu machen;
danke auch fürs korrekturlesen, ich lasse es ins originalskript einfließen;
Zitat sollte sie doch auch, oder dann etwa doch nicht?
jop, als weihnachtsgeschichte;
Zitat sollte sie doch auch, oder dann etwa doch nicht?
jop;
auf die parzivalsache kam ich, weil du meintest man merkt, daß er sich und alle anderen anlügt wenn er meint er will nicht feiern (und weil ich nicht mehr wußte daß ich das im ursprungsthread bereits angeführt hate); als detail am rande aber ich sah gerade, ich wiederhole mich (steht ja eh schon alles in der einleitung vom geposteten text)
schneegestöber am fernseher besteht wie alles andere auch aus drei lichtfarben (ich meine die alten röhrenteile) die über versetzte kathoden alle anderen farben ergeben ralfchen, grund-farben-lehre ist sicher nichts neues für dich, deswegen gehe ich jetzt nicht näher darauf ein; am fernseher wurde sie technisch imitierte realität;
hintergrundrauschen meinte ich, genau danke fürs betiteln meines bildes, ohne daß ich dich an der nase dazu hingezerrt hätte; schneegestöber halt, inhaltlose bildpunkte; und die sache mit dem physiknobelpreis ist mir neu, danke für die info;