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  • WegweiserDatum12.12.2019 23:01
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Sie kommt uns unendlich vor, weil wir kürzer sind, lieber Munkel,

    aber alles, was beginnt, muß auch enden. Wenn also die Zeit einen Startpunkt hatte, dann
    klappt auch ihre Wirklichkeit eines gnadenlosen Tages wieder zusammen. Ihre Herrschaft
    wird ein Ende haben. Wahrscheinlich jenseits dieses Raum-Zeit Gefüges, welches wir nicht
    ums Verrecken (oder doch?) verlassen können.

    Der Text könnte für mein Empfinden etwas weniger exotische Güter aus dem großen Wagen
    laden. Zwar gefällt mir das Bild des gemeinsamen Auspackens, aber die wahrscheinlich sehr
    individuelle Bedeutung der verschiedenen Objekte erschließt sich dem Leser eher nicht und
    deshalb wirken die Stierschenkel und Wurfschaufeln kraus oder auch überlastig ambitioniert.

    Aber es ist ein schönes Gedicht mit Sequenzen, die auch Strophen haben könnten. Da es der
    Orientierung dient, möchte ich Einschübe vorschlagen vor: "Ich öffne die Tür"
    und vor: "Wir entladen", und ein dritter vor: "Du kehrst zurück",
    und noch ein vierter vor: "Ich sehe das Licht".
    Die Erinnerung wird zum Wegweiser, nehme ich an. Auch das ein schönes Bild. Grüße von Yaya

  • winternächte sind langDatum12.12.2019 22:34
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Ein zeitlos schöner und gleichzeitig realistischer Text, liebe Uschi!

    Da spürt ein geneigter Leser die Kälte in seinen knorrigen Knochen. Egal ob die Sphären
    musizieren oder nicht, was immer in der Luft so treibt, ist den Betrachtern dieser Szene
    vermutlich wenig gewogen. An die Sterne und ihre Bedeutung müssen wir eben glauben.

    Im Gegensatz zum Vorschreiber genügt mir ein wärmendes Händchen hier nicht mehr.
    Besser wäre eine Tonne mit glühenden Kohlen, heißer Punsch, Mütze, Schal und Muff. Grüße von Yaya

  • Unter uns ...Datum12.12.2019 22:19
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Da wartet man auf die Feuerschrift, M-B,

    die auf einer der schwarz gemalten Wände erscheint: Gemessen und zu warm befunden.
    Aber solange nur der Wein unsere Tanzschuhe durchnässt, kann es so schlimm gar nicht sein.

    Wissen wir denn, dass wir lügen? Wer sich etwas vormacht, schwindelt heftig aber unbewußt.
    In unsere Träume zu fliegen verleiht immerhin eine andere Dynamik. In Träumen zu versacken
    wäre mir auch passend ausgekommen. Von solchen Kleinigkeiten abgesehen ein makabrer Spaß.
    Aber auch diesen lassen wir uns auf keinen Fall verderben. Endzeitliche Adventsgrüße von Yaya

  • HautflüglerinDatum07.12.2019 21:48
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Ein vielschichtiger Text, M-B, nicht wahr?

    Ein altersweises LI scheint zurück zu bleiben und die eintrocknenden Reste des Übermutes zu
    bewahren. Das LD könnte die personifizierte eigene jugendliche Torheit sein, die bereit war ihre
    Freiheit zu erkämpfen, oder so lese ich die Zeilen.
    Doch LI sieht nicht ganz ohne heimliche Besserwisserei oder Genugtuung? voraus, daß die Zeit
    unser Schillern stumpf werden läßt.
    Die Zeit zu reden wird kommen? Dann freuen wir uns auf die kommenden Texte. Es grüßt Yaya

  • Dezemberfaden 2019Datum07.12.2019 21:34
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Allen Dichtern einen besinnlichen 2. Advent und schreibt mal was ...

  • Dezemberfaden 2019Datum04.12.2019 20:26
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Guten Abend, liebe Uschi,

    die bunte Sternformation zu posten war wohl keine gute Idee. Mir gefiel, daß die eben nicht
    animiert ist, wie inzwischen fast alle verfügbaren Gifs. Leider gibt es Nr. 3 von links nicht solo.
    Aber ich habe diesen hier gefunden: und hoffe, auch der kommt dir aus. Grüße von Yaya

  • DezemberDatum04.12.2019 00:12
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Guten Abend, M-B,

    der Text ist kurz und einprägsam.
    Diese Landschaft kann nicht nur überlegen und eintauchen, sie scheint auch Verantwortung zu tragen für ihren Einfluss auf das Verhalten der Blätter.
    Was kann sie noch alles? Schneeblumen auf Windschutzscheiben? Eiskalte Nasenspitzen?
    Interessante Zeilen ohne Frage. Grüsse von Yaya

  • Ein lyrisches DesasterDatum03.12.2019 23:58
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Guten Abend Michael,

    der Text ist gut geschrieben, finde ich, flüssig, schwelgt ein wenig in der Ausgestaltung des Genres, aber die Aussage überwiegt.
    Zur Form: Im 8. Absatz fehlt dem den(n) ein Buchstabe.
    Schade, dass du hier nicht mehr veröffentlichst. Grüsse von Yaya
    @mac, deine Damen lesen mit. Bedenke das!

  • BegegnungDatum01.12.2019 12:55
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Deine Zeilen gefallen mir, lieber Eisvogel,

    ohne daß ich jetzt behaupten könnte diesen Text wirklich zu verstehen.
    Aber rational sollen die Zeilen auch nicht aufgefasst werden, nicht wahr?

    Also habe ich den Text meinen Kindern vorgetragen und sie gefragt, wie sie es verstehen.
    Sie sagen:
    Wenn wir in die Dunkelheit hinein rufen, dann schüttelt der Vogel sein Gefieder und es glänzt.
    Er kann singen und hat geheime Geisterkräfte. Auch die Sommerblumen kann er beschwören.
    Und zeigt er uns sein Zuhause, dann kann alles Mögliche passieren, aber es wird bestimmt sehr schön!
    Ich hoffe, dieses Feedback gefällt dir. Grüße von Yaya

  • winterkindDatum01.12.2019 12:42
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Hallo Ugressmann,

    deine Zeilen fangen die Stimmung dieser Tage gut ein: Flüchtig zusammengeheftet
    trifft es genau, finde ich. Die Staubmäuse sind mir auch schon begegnet, Spinnweben
    natürlich und diese tiefschwarzen Nächte.
    Aber dann strahlt es von innen heraus! In uns müssen sie aufgehen, die Sterne, dann
    können wir sie auch am Himmel über uns wahrnehmen und vllt auch ein paar unter uns.

    Deinem Winterkind würde ich gerne begegnen. Sehr herzliche Adventsgrüße von Yaya

  • Dezemberfaden 2019Datum01.12.2019 12:20
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Euch allen einen geruhsamen ersten Advent!

    Mir wurde aufgetragen ein paar Gif Sterne auszusuchen, nicht allzu aufdringlich in Farbe
    und Form, von denen dann ein oder zwei in die Icon Bar aufgenommen werden können.
    Das war viel Arbeit!
    Also bitte, liebe Dichter, sucht euch welche aus:

  • Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Auch guhgeln will gekonnt sein, liebe gugol ...

    eine Mehrdeutigkeit dieser Redewendung scheint mir tatsächlich vorzuliegen.
    Im Netz fand ich diese Auffassung, die näher bei macs Sprachgebrauch gelagert ist:
    Wer auf eine Harke tritt, dem kann überraschend ihr Stil an den Kopf knallen.
    Daraus ergibt sich auch die Bedeutung: "Pass auf Freundchen, wir können auch anders!"

    Aber jetzt zurück zu den kalten Füßen ...

  • Drahthaar Datum06.10.2019 21:01
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Das sind abgruendige Zeilen, lieber Eisvogel.

    Deshalb habe ich einen Testlauf gemacht und deine letzten Gedichte Kindern vorgelesen.
    Mit dem Inhalt hatten die Schluempfe gar kein Problem. Auch nicht mit ungewöhnlichen
    Worten oder Beschreibungen. Nach der Bedeutung gefragt, sagte ein Fuenfjaehriges: Die
    Henne braucht sich nicht zu fürchten, weil die Pferde schon schlafen. Am Tag würden sie
    Hühner vertreiben, weil die auch Körner fressen. Nachts ist alles friedlich und Menschen
    gehen ins Haus.
    Die Interpretation wollte ich dir nicht vorenthalten, zumal um mehr davon gebeten wurde.
    Auch dir ein schönes Restwochenende. Gruesse von Yaya

  • vollendetDatum06.10.2019 20:48
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Hallo Gugol,

    Ja, mir gefällt es auch. Diese gelassene Verwendung von Waisen passt zum Inhalt.
    Dein LI braucht kein Gepaeck mehr und akzeptiert wahrscheinlich auch alleine
    auf Reisen zu gehen. Ganz zuetzt brauchen wir auch keine Freunde mehr, die vllt
    lieb sind aber überflüssig. Dass es auch keine anderweitige Verwendung fuer das
    LD gibt, lese ich als eine Aussage: Im Ende brauchen wir nicht nur kein Gepaeck
    mehr, auch die meisten Beziehungskisten erweisen sich als inhaltsleer. Kann die
    Zurückweisung eine Ähnlichkeit des lD mit dem geistlosen Koffer implizieren?
    Schönes Restwochenende von Yaya

  • WortketteDatum06.10.2019 20:27
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Suenderbank

  • Gabriela Mistral / Dame La ManoDatum29.08.2019 16:46
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Guten Tag Sneaker,

    ein beschwingter Text. Die einfache Sprache bezieht jeden ein und gaukelt mir vor Spanisch zu
    verstehen, was gar nicht zutrifft. Aber ich verstehe: Wir brauchen nicht viel. Das LI bezieht uns
    alle mit ein. Wer meine Lieder kennt und mit mir tanzen kann, den nehme ich mit. Zu Leben ist
    keineswegs so kompliziert, wie es scheint, und erst recht die Liebe nicht. Wer sich dafür öffnen
    will, kann das erkennen und mitkommen. Wer würde nicht gerne folgen wollen? Grüße von Yaya

  • Nochmals über das KlimaDatum26.08.2019 09:26
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Dann nimmst du vielleicht solange mit meinen Einfällen Vorlieb, Joame?

    Zu Beginn zeigst du einen leeren Schrank, was kein Zufall sein kann. Warum der Dichter
    einen Text über die Klimaerwärmung mit einer Mangelsituation einleitet, interessiert mich.
    Verweist die erste Strophe auf unsere Zukunft? Dann fehlt mir ein Verweis auf ein solches
    Ergebnis unseres Treibens und das Vermächtnis für die nächste Generation.
    S7Z1/2 erklären den CO2 Ausstoß für ein Werk der Vergangenheit. Wir stoßen seit Jahren
    ungebremst in die Atmosphäre.
    In S8 wird unter den Ursachen der Verschwendung unserer Ressourcen neben Geld und
    Macht die gute alte Bequemlichkeit nicht genannt.
    "Folgen waren längst bekannt, zaghaft war nichts unternommen" ist mir sprachlich nicht
    eindeutig genug. Es ward der eine oder andere zaghafte Versuch unternommen ohne
    nachhaltigen Effekt verglichen mit den zugefügten Schäden.
    Das wären so die wichtigsten Punkte.
    Scherzgedichte sollen schwungvoll klingen wie dieses mit "Feuer, Fluten, Treibhausgase"n.
    Deshalb sind sie aber keineswegs leicht zu schreiben. Dieses hier gelang. Grüße von Yaya

  • Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Hi Joame,

    Mac wandert durch den Wald habe ich gehört, und er kann Android fast so wenig leiden wie ich.
    Auch wenn er sich verirrt, was ich für wahrscheinlich halte, wäre von dieser Front nicht viel an
    Beiträgen zu erwarten. Katze Alba ist stiften gegangen; wir dürfen sie im Untergrund vermuten.

    Nur Mut! Es gibt noch andere User. Auch war schon lange kein Troll mehr an Bord. Grüße von Yaya

  • Es ist nicht vorbeiDatum04.08.2019 08:50
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Das ist ein sehr interessanter Text, lieber Munkel,

    auch wenn mir die Zeilenumbrüche oft willkürlich vorkommen, so dass ich die Prosaform vorziehen würde.
    Das ist aber nicht entscheidend.
    Gewohnheitsmäßig lese ich viele Texte mit dem Hintergedanken ihrer bevorstehenden Rezeption durch den Konsumenten. Unter diesem Gesichtspunkt sind Beginn und Ende besonders wichtig.
    So, wie du es gestaltest, das Gedicht als Aufschrei des LI, macht durchaus Sinn, schreckt aber ab. Deshalb
    würde ich den Auftakt leiser gestalten und beginnen mit: "Lasst die Schatten nach mir greifen, damit ich all
    das versteh." Danach beginnt das LI seine Erzählung, die über eine rein persönliche Erfahrung hinausgeht.
    Jeden wird es irgendwann betreffen, ein vernichtender Verlust.
    Jeder Eindruck einer Sonderstellung schwächt diese Allgemeingültigkeit der Aussage und sollte vermieden
    werden. S4Z6: "tödlicher verwundet als all die anderen" würde ich deshalb auslassen.

    Für den Schluß hast du mit dem Anfräsen der Haut ein starkes Bild gewählt. Da die Maschinenbilder das LI
    angreifen, wird gerade durch die Teilung zwischen der Hülle des LI und der spürenden Seele des LD deren
    unbeirrte Einheit noch einmal betont.
    Die Zeilen habe ich gerne gelesen. Grüße von Yaya

  • FlimmernDatum04.08.2019 08:04
    Foren-Beitrag von yaya im Thema

    Guten Morgen, Gugol,

    auch mir gefallen die Verse; du lieferst ein elegantes Beispiel traditioneller Liebeslyrik ab.
    Zwar bekäme den Zeilen ein formaler Feinschliff, aber da warst du nie sonderlich aufgeschlossen.

    Versuchen wir es dennoch, denn der Text ist es wert:
    S1Z2 wird "derweil" mit Betonung auf der ersten Silbe ausgesprochen und kommt metrisch korrekt.
    Es passt für mein Sprachempfinden aber nicht. Vllt "Jeder, der es sah ..." Das kriegst du besser hin.

    S2 wird durch den Zeilenauftakt die Wucht genommen, finde ich, und kommt bestens ohne aus.
    Z3: Dir in diesem Lebenskampf den Sieg erringt, Z4 alles ....." hier ist mir Schwere zu unscharf.
    Etwas Schweres muss gar nicht böse sein. Auch Gutes kann sehr schwer fallen. Wie wäre Übel?

    Aber es ist auch so eine lesenswerte Dichtung. Einen schönen Sonntag noch. Grüße von Yaya

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