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  • Der PreisDatum07.02.2018 15:55
    Thema von gugol im Forum Philosophisches und Gr...

    Der Preis

    Die Sonne schien an einem Sommertag
    und in der Ferne tönte frohes Lachen,
    als könnte sich nie wieder wer verkrachen,
    weil einfach Frieden auf der Erde lag.

    Dann braute sich am Himmel was zusammen.
    Gewitter, Sturm und starker Regenguss
    verwandelten das Land in einen Fluss
    und wollten wutentbrannt das Glück verdammen.

    Bevor sich noch die Wolken recht verzogen,
    erblickte ich den zarten Regenbogen
    und wusste: Nur durch eitel Sonnenschein

    entstünde nie ein solches Farbenspiel.
    Der Preis ist hoch, doch für ein hehres Ziel
    muss nebst dem Frieden auch ein Krach mal sein.

  • mitten im kalten WinterDatum13.12.2017 21:34
    Foren-Beitrag von gugol im Thema

    Guten Abend mcberry und vielen Dank für deinen Kommentar zu meinem Sonett.
    Ich bin keine grosse Blumenliebhaberin und genau diesem Umstand verdankt dieser Trieb sein winterliches Blühen, wuchs er doch frech über unsere Aussentreppe. Ich wollte-sollte ihn x-mal zurückschneiden, vergass es jedoch immer wieder. Er dankte es mir mit diesem eindrücklichen Moment.
    E liebe Gruess, gugol

  • mitten im kalten WinterDatum11.12.2017 20:25
    Thema von gugol im Forum Mythologisches und Rel...

    Die Rose blüht, es ist die letzte heuer.
    Ich sah sie, als ich spät nachhause kam
    und auf dem Schnee das helle Rot wahrnahm,
    ein buntes Farbenspiel aus Eis und Feuer.

    Ich flüsterte: "Es ist ein Ros' entsprungen"
    und heute weiss ich, was der Text mir sagt.
    Warum nur hab ich nie danach gefragt,
    obwohl an jedem Weihnachtsfest gesungen?

    Ich dachte stets: 'Es kann nicht möglich sein,
    dass so ein zarter Kopf den Schnee durchdringt'
    und steckte lieber meinen in den Sand.

    Jetzt nehme ich mein Schicksal in die Hand
    und hoffe, dass sie neues Leben bringt,
    denn diese Rose blüht für mich allein.

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  • ALLESDatum03.12.2017 13:31
    Foren-Beitrag von gugol im Thema

    Hallo alba, mit Vierbeinern hab ich's nicht so, deshalb finde ich deinen Vergleich ziemlich erstaunlich, aber ja - warum auch nicht.
    Der 1. Korinther 13 bildet die Grundlage dieses Gedichts: Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles und hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.

    Wenn es in einer Freundschaft mal hart auf hart kommt und beide auf diesem Boden stehen, kann fast nichts schief gehen. Die Katzen werden's wohl intuitiv so halten, aber der Mensch braucht hin und wieder einen Gedanken-Anker.
    E liebe Gruess, gugol

  • ALLESDatum26.11.2017 19:24
    Thema von gugol im Forum Liebe und Leidenschaft

    ALLES

    Die Liebe glaubt
    du meinst es gut mit mir
    Und knuffst du mich mal in den Bauch
    genau wie ich dich auch
    gehört mein Herz trotz allem dir

    Die Lieb' erträgt
    so manchen Seitenhieb
    Es kommt ja gar nicht oft zum Streit
    doch gingen wir zu weit
    war's keine Feindschaft, die uns trieb

    Die Liebe hofft
    dass nach dem Regenguss
    die warme Sonne wieder scheint
    Und habe ich geweint
    versöhnst du mich mit einem Kuss

    Die Liebe hält
    tatsächlich allem stand
    Wenn wir uns gründlich missverstehn
    wird's dennoch weitergehn
    weil Liebe uns seit je verband

    Hört die Liebe
    wirklich niemals auf
    zanken wir auch nach dem Tod
    unterm Abendrot
    Sei gewiss, ich freu mich drauf

    1. Korinther 13,7-8

  • Welle7Datum07.10.2017 14:00
    Foren-Beitrag von gugol im Thema

    Vielen Dank mcberry für die Beglückwünschung, die Urkunde und natürlich die Eule. Ich werde wohl in diesem Forum nicht sehr aktiv sein, weil ich schon in einem anderen fleissig mitschreibe und dort viel mehr Zeit verbringe, als für meinen Rücken und meine anderen Verpflichtungen gesund ist. ;-) Dennoch schaue ich gern ab und zu hier vorbei, die Stimmung gefällt mir nämlich ausnehmend gut. Beste Grüsse, gugol

  • NachsaisonDatum04.10.2017 20:45
    Thema von gugol im Forum Gesellschaft

    Nachsaison

    Ende September, die Gäste sind fort,
    Geschäfte geschlossen, verschlafen der Ort.
    Die Bottsliegestellen im Hafen schon leer,
    die Kneipen zwar offen, doch ohne Gewähr.

    Ich liebe die Strassen, die Plätze und Gassen
    von all diesen geldgeilen Geistern verlassen
    und spüre das Flair, wie es früher mal war,
    bevor der Tourismus den Wahnsinn gebar.

    Man kennt sich nun wieder und sagt sich "hallo".
    Sogar mich als Fremde begrüssen sie so.
    Die Bank an der Sonne gehört mir allein,
    doch ist mir bewusst: Auch die Saison muss sein.

  • ABSTIMMUNG zur Sommerausschreibung 2017Datum04.10.2017 16:21
    Foren-Beitrag von gugol im Thema

    Liebe alba, zu gewinnen, weil das wohlverdiente Siegergedicht ausser Konkurrenz lief, ist nur halb so schön, aber freuen tu ich mich natürlich trotzdem. Dir herzliche Gratulation zu diesem wunderschönen, clever aufgebauten bilingualen Text.
    gugol

  • Der BernsteinDatum24.09.2017 18:52
    Foren-Beitrag von gugol im Thema

    Danke alcedo und salz für eure Rückmeldung zum Bernstein. Alcedo, du sprichst genau die wunden Punkte an und wie du weisst, schliff ich daran herum, um dann doch wieder bei der Ursprungsversion zu landen, bevor alles nur noch Staub war. Wer weiss, irgendwann vielleicht...
    Beste Grüsse, gugol

  • Der BernsteinDatum22.09.2017 21:11
    Thema von gugol im Forum Natur

    Der Bernstein

    Er dümpelt vor sich hin in einem Priel,
    der sich gebildet hatte nach der Flut.
    Er fällt nicht auf, zeigt nichts von seiner Glut.
    Den kleinen, braunen Klumpen ziert nicht viel.

    Und dennoch nehme ich ihn deutlich wahr,
    weiss auf der Stelle, dass es diesmal passt,
    weil mich bei seinem Anblick Glück erfasst.
    Sein Leuchten seh ich vor mir, hell und klar.

    Ich quäle ihn, zerbrech die Kruste ganz,
    behandle ihn mit Feilen, hart wie Stahl.
    Am Ende folgt die feine Politur,

    dann braucht es einen kleinen Zauber nur:
    Ich halte ihn in einen Sonnenstrahl
    und er, er dankt es mir mit hellem Glanz.

    Dänemark, im Juli 2017

  • Foren-Beitrag von gugol im Thema

    Der Bernstein

    Er dümpelt vor sich hin in einem Priel,
    der sich gebildet hatte nach der Flut.
    Er fällt nicht auf, zeigt nichts von seiner Glut.
    Den kleinen, braunen Klumpen ziert nicht viel.

    Und dennoch nehme ich ihn deutlich wahr,
    weiss auf der Stelle, dass es diesmal passt,
    weil mich bei seinem Anblick Glück erfasst.
    Sein Leuchten seh ich vor mir, hell und klar.

    Ich quäle ihn, zerbrech die Kruste ganz,
    behandle ihn mit Feilen, hart wie Stahl.
    Am Ende folgt die feine Politur,

    dann braucht es einen kleinen Zauber nur:
    Ich halte ihn in einen Sonnenstrahl
    und er, er dankt es mir mit hellem Glanz.

    Dänemark, im Juli 2017

  • Welle7Datum20.09.2017 08:06
    Foren-Beitrag von gugol im Thema

    Besten Dank für den freundlichen Willkommensgruss, Joame Plebis (was dein Name wohl bedeutet?). Es freut mich, dass dir mein Sonett gefällt. Es ist eins der wenigen Gedichte, deren Thema ich tagelang mit mir herum trug, und als es dann reif war, schrieb ich es und änderte nichts mehr daran. Normalerweise beginnt ja nach der ersten Niederschrift die richtige Arbeit erst.
    E liebe Gruess, gugol

  • Welle7Datum19.09.2017 18:56
    Foren-Beitrag von gugol im Thema

    Hallo mcberry und herzlichen Dank für die nette Begrüssung. Ich denke, gar auf dem Meer hat es was mit der siebten Welle; jedenfalls zählte ich eine halbe Nacht lang während eines Sturms zwischen Menorca und Empuriabrava im Bug des 12m Segelschiffs die schwächeren und starken Wellen.
    Sollten wir aufhören mit Sandburgen bauen, nur weil wir mit Zerstörung rechnen müssen? Ich denke das Leben würde sehr arm dadurch, denn allein das Tun stellt Befriedigung dar, wenn das Leben an sich auf Fels steht.
    E liebe Gruess, gugol

  • Welle7Datum19.09.2017 09:45
    Thema von gugol im Forum Natur

    WELLE7

    Die Welle kam, es war die Siebte heute,
    als früh am Morgen ich den Strand betrat.
    Ich sah von Weitem ihre Missetat:
    Sie holte sich gar lustvoll ihre Beute.

    Die Erste bis zur Sechsten waren milde.
    Sie warfen ein paar Muscheln auf den Strand
    und gleissten hell im Sonnenlichtgewand.
    Die Siebte erst zerschlug mein Sandgebilde.

    Ich hatte es mir sorgsam aufgebaut.
    In jedem Sandkorn steckte meine Liebe,
    doch Welle Sieben brach es mir entzwei.

    Nun ist's mit meiner Schwärmerei vorbei.
    Es fühlt sich an wie sieben Seitenhiebe.
    Sie hat mir meinen schönsten Traum geklaut.

    Dänemark, im Juli 2017

    Eine Legende besagt, dass jede siebte Welle stärker ausfällt als die anderen davor.

  • Foren-Beitrag von gugol im Thema

    Guten Tag, liebe literatum-Forümler, Alcedo hat mich eingeladen als Neuling in diesem Forum ein Gedicht einzustellen, das zum aktuellen Wettbewerb passt. Mir schwebt aber grade ein anderes vor, das ich gerne hier einreiche. Und weil es ja scheinbar auch zwei sein dürfen, wird das andere in den nächsten Tagen folgen. Beste Grüsse, gugol


    WELLE7

    Die Welle kam, es war die Siebte heute,
    als früh am Morgen ich den Strand betrat.
    Ich sah von Weitem ihre Missetat:
    Sie holte sich gar lustvoll ihre Beute.

    Die Erste bis zur Sechsten waren milde.
    Sie warfen ein paar Muscheln auf den Strand
    und gleissten hell im Sonnenlichtgewand.
    Die Siebte erst zerschlug mein Sandgebilde.

    Ich hatte es mir sorgsam aufgebaut.
    In jedem Sandkorn steckte meine Liebe,
    doch Welle Sieben brach es mir entzwei.

    Nun ist's mit meiner Schwärmerei vorbei.
    Es fühlt sich an wie sieben Seitenhiebe.
    Sie hat mir meinen schönsten Traum geklaut.

    Dänemark, im Juli 2017

    Eine Legende besagt, dass jede siebte Welle stärker ausfällt als die anderen davor.

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