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  • Torweg DatumGestern 22:01
    Foren-Beitrag von munk im Thema

    oh danke alcedo, für die korrektur und rückmeldung und vor allem für den textverweis. ach, das ist natürlich ein feinerer duktus, mit mehr leben …

    munkel

  • Torweg DatumGestern 10:54
    Thema von munk im Forum Liebe und Leidenschaft

    24.4.19 22:02 todeszeit
    24.2.20 du & ich 22:02
    nur du & ich und ich & du
    nichts kann zwischen uns fahren
    kein mensch keine maschine kein sterben
    warum nur waren deine wunden nicht heilbar
    warum nur steh ich seither immer allein unterm jasmin
    rhododendron sonnenblume wollen dich sehen
    der mond auf den erlen spricht bände
    du liest saint-exupery
    ich lese das neue testament das ich einst in not von einem pfarrer geschenkt bekam
    wir werden weiter mit dem herzen sehen
    egal wohin es uns verschlägt
    trägt dein eyeliner unbeirrt die farben des lebens und der liebe auf



    A.S./25.2.2020

  • VorfrühlingDatumGestern 09:35
    Foren-Beitrag von munk im Thema

    lieber alcedo,
    das regenmännchen wirkt wie eine regentrude. das wenden von blatt zu blatt wendet womöglich auch das seither und gibt Hoffnung. diese zeilen klingen frisch, von einem talwind getragen erhört man die Hoffnung, die in allem schwingt. so könnte der winterschläfer oder die winterschläferin gefunden werden wie zu allen zeiten, wenn die süße Neugier sich paart, egal ob im traum oder im wirklichen. es winkt ein verheißungsvoller vorfrühling, der sich von keinem blattteppich entmutigen lässt …

    munkel

  • seelenmarkDatumGestern 09:20
    Foren-Beitrag von munk im Thema

    lieber mac,
    mit abstand kann ich auch erwidern. ja, das wegerissensein ist der große schmerz. die zeit heilt immer noch nicht. daher entstehen solche zeilen. sie schreiben sich von selbst. mein selbst ist beschädigt, weil es eine ideale ergänzung gab. das symbiotische doppelselbst war wehrhaft und nun?

    lieber joame,
    vielen dank für deine mich durch das leid tragenden zeilen. ich bedenke dein gefundenes nicht positives an meinem textlichen. das rätsel und wie mc es bezeichnen würde das kryptische war auch immer in meinem schreiben und entspricht wohl auch meinem wesen. das ist wie von uns allen sehr geprägt von lebenserfahrungen, die ich keinem wünschen würde. aber ich weiß, jeder hat sein päckchen und je nach der schwere des erlebten auch bleierne rucksäcke zu tragen. in der nva gab es einen seesack, ein teil 1und ein teil 2; alle drei musste ich des öfteren mit an einen andren ort tragen … jetzt aber, nach meinem seitdem, ist alles so wahnsinnig schwer, bleischwer, denn dieser tod, war und ist mir so unwirklich und fern von allen mir vorgestellten lebensjahren, die wir doch, meine lebenstüchtige frau und ich, gemeinsam verbringen wollten. verzeih mein kryptisches ….es ist bleibt wohl auch für immer für Leser aber auch für mich selbst zu enträtseln. vielleicht wollte das schicksal es so

    liebe und freundliche grüße
    der munkel

  • geräuscheDatum24.02.2020 11:38
    Foren-Beitrag von munk im Thema

    hi ugressmann.
    die gabe richtig zuzuhören haben, so glaub ich, nur wenige. aber das ist vermutlich auch den verschiedenen hörvermögen und gelerntem überhören geschuldet. ein musisch hörender, der auch die gute seele hört, wäre vielleicht ein translator, der uns auf das wichtige stößt, was wir menschen nicht überhören sollten. es ist wichtig hinzuhören, was uns die natur mit ihren tönen sagen will, auch für den überlebenskampf des homo sapiens, aber nicht nur, sondern aller erdenwesen. die mehrebenen sind wie eine spontane auswahl, die uns die phylogenese in die wiege der gene gelegt hat, wer weiß warum. --- in meiner phantasie höre ich den einsamen ruf einer venusianerin. diesen hatte ich noch als jugendlicher nach dem lesen eines utopischen romans im ohr, als ein menschlicher Kosmonaut auf den spuren dieser war, aber sie nie wirklich zu gesicht bekam. nach seinem abflug von diesem sagenumwobenen planeten, wurde diese stimme verstärkt. sie klang verzweifelt und wehmütig, als ob eine begegnung die welt hätte verändern können --- warum ist sie, die aphrodite eine schaumgeborene? sind wir menschen es vielleicht auch?

    gern gelesen
    munkel

  • Translators / für SneakerDatum24.02.2020 10:23
    Foren-Beitrag von munk im Thema

    ach alcedo, worte eines Eisvogels, der das hohelied des translators herausliest. den staffelstab an schreibende weiterzugeben, vielleicht den zeugschuh, ein mokassin der uns die vielfalt, das mannigfaltige der sprachen, die allesamt gepflegt werden sollten, weiterzureichen an lerndende oder auch befangene, die erst zu spüren beginnen, wie differenziert und feinfühlig welt beschrieben und verstanden werden kann …

    munkel

  • nichts war erfundenDatum24.02.2020 09:57
    Thema von munk im Forum Liebe und Leidenschaft

    10 monate lang schreibend schreiend
    nein zu all deinen toden
    wir bleiben ein paar
    tun das richtige mit demselben herzblut
    gehen beide barfuß durch den neuschnee
    es gibt keinen schwefelgeruch mehr
    über uns lächelt der silberne februarmond
    die spieluhren hinterlassen lebenslichter
    die kinder sehen mit unsren augen
    sehen uns hand in hand
    blättern in denselben büchern
    der stille die großen träume ablauschen
    wir zählen die sterne die meere die nächte der liebe
    ein zweisein was jeden schmerz erträgt
    10 Monate wie ein einziger Moment
    das auge einer sterbenden eines lebenden
    der starkregen schützt unsre namen
    unter wasser scheint alles friedlich zu sein
    die flut wird uns ins meer spülen

    A.S./24.2.2020

  • Seite 227Datum20.02.2020 19:53
    Foren-Beitrag von munk im Thema

    nochmal bezüglich der sprache. die hier nicht gefällt. ich habe nicht mehr alles im gedächtnis, aber henry miller, bukowski haben auch derbe passagen in ihrem duktus oder denkt doch bitte an die filme von fassbinder oder die zotigen beobachtungen von zille, busch ...


    die sprache in diesem text von gugol spiegelt für mich das radikale, extreme; liebe ist doch das höchste gut, was uns menschlicher im positiven sinne macht und nun gräbt diese geschichte nicht das hohelied der liebe aus, sondern die niederung, das abgründige, die abwertung, das scheinheilige, das zerrissene, schizophren wirkende. dieser krasse gegensatz von überhöhung und erniedrigung kommt jedenfalls aus meiner sicht durch die übertreibenden bilder zum vorschein. sie stoßen ab, hier bleibt nicht nur die liebe, viel mehr auf der strecke. das umtriebige, die scham, das ausgeliefertsein …alles wirkt oberflächlich, plakativ, verstörend und doch real. die seite 227, mit zwei botschaften versehen, ist zerissen und feucht, scheint nicht von dieser welt und ist doch zeugnis von viel mehr … ein verlust der unschuld, wer sollte hier sühnen, was ist hier geschehen, warum suhlen regen und pisse so gleichgültig. wahre liebe sollte langmütig sein und beschützt werden ...

    munkel

  • Account löschenDatum19.02.2020 22:01
    Foren-Beitrag von munk im Thema

    hi gugol nochmal,
    wir sind alle lernende, das hört nie auf. ich höre immer meine mutter "man wird so alt wie eine kuh und lernt immer noch dazu". dazu sind wir alle sensibel, eben auch auf verschiedenste weise. ebenso gezeichnet von unterschiedlichen lebenserfahrungen. // ich finde auch, dass du uns alle in eine einzige tonne klopfst, ist nun von deiner seite überzogen.

    munkel

  • Seite 227Datum19.02.2020 21:46
    Foren-Beitrag von munk im Thema

    hi gugol,
    mir ist nicht klar, und ich bin in diesem bereich auch nicht bewandert, welches buchexemplar auf seite 227 das hohelied der liebe beinhaltet. ich habe eine Bibel aus dem jahre 1957, da beginnt das buch ruth. dann habe ich eine großdruckausgabe aus dem jahre 1988. hier beginnt das buch josua auf seite 226. aber all das ist nicht relevant für diese besondere seite 227.

    die motive "dachrinneregen" und die "pisse" der messbuben, wettereignisse, die doch schockieren, denn das was getränkt wird, vielmehr noch ertränkt, gar "ersäuft" ist eine deillusionierung, der verlust des glaubens, das wetteifernde draufpieseln auf das zerstörte, von liebe kann keine rede mehr sein. nur der aufmerksame, vielleicht der von erinnerungen heimgesuchte und getriebene, findet ausgerechnet hier etwas, was nicht begonnen wurde oder nicht stattfand oder verzweifelt zerrissen seinem schicksal überlassen wurde, aber welchem? wie beginnt hinter der kirche ein ende, das verstörend wirkt und wie endete etwas, was sich anbahnen sollte? ach, die derben bilder sprechen etwas eindeutiges aus, auch die zerrissene seite, landet sie doch an einem ort, wo sie nicht hingehören sollte und auch der text der rückseite gibt, beschädigt, nun preis, was vermutlich ein geheimnis einer liebe bleiben sollte. aber wer liebte hier wem und gab es hier jemand, dessen vertrauen missbraucht wurde? wurde hier eine falsche fährte gelegt? bitter, unverblümt ist der text, bitter ist das brachiale gesamtbild, ein antibild von liebe, nichts von dem idealischen erich fromms oder bonhoeffers bezüglich der liebe ist hier zu finden ...hinter der kirche

    munkel

    p.s.:kulli --- ich kenne nur die abkürzung kuli=kugelschreiber

  • Account löschenDatum19.02.2020 18:58
    Foren-Beitrag von munk im Thema

    hi gugol,
    bitte nicht löschen.


    munkelgrüße

  • WiegenliedDatum16.02.2020 22:33
    Foren-Beitrag von munk im Thema

    hi ugressman, räusp. das rührt ans gemüt. vielen dank liebe Uschi

    stell es nochmal extra rein. das ist mein favorit für das erste viertel von 2020

    hi mcberry, alcedo, vielen dank für euer rückmelden.

    blauvogel gab es als geschenk meiner tochter, ein kakadu; der hintergrund ist ein gemeinsames jugendlieblingsbuch meiner frau und mir. uns wuchs die geschichte eines jungen ans herz, der von indianern geraubt, am ende, als es möglich war, wieder in seine ursprungsfamlie zurückzukehren, sich für die indianische lebensweise, für das leben in einer irokesischen familie entschied.

    lfg munkel

  • seelenmarkDatum16.02.2020 12:47
    Thema von munk im Forum Liebe und Leidenschaft

    Die wege sind nun anders
    sie reißen
    ein teil bleibt säumend
    ein Märchenmantel
    eine Liebe im blues
    zwölftaktig zugehörend tanzbar

    ein Ich das liebt die sterne das funkeln das monden deiner augen
    ein Du das liebt den fliegenden teppich die beherzten tage die lange umarmung
    ein wir das zweifel aufnimmt verwandelt schreibt malt lebt liebt

    der wille nicht aufzugeben
    mitzusterben
    den tod nicht fortzutragen
    das Leben nicht fernzuhalten
    alte wunden neue wunden

    ein teil ist beflügelt siebenmeilengestiefelt
    schlägt wurzeln tannennähe
    dein ja zur späten stunde für andre
    aufzuspringen hinzueilen aufzuhelfen
    des pudels kern die bodenhaftung

    ein ich das liebt die haut an der haut die nicht verloren geht
    ein du das liebt das herz am herzen die tür die immer aufsteht
    ein wir zwölf monde zwölf hemden unsre liebe die hält

    dein immer zuletzt an sich selbst denken
    dein immer zuletzt an sich selbst denken
    ich träume am offenen fenster von deinem maienblick

    A.S./ 16.2.2020

  • WiegenliedDatum13.02.2020 11:20
    Thema von munk im Forum Liebe und Leidenschaft

    Briefe – die von dir erzählen.
    Sie leben auf, geben Liebeszeichen.
    Die Zeit wird wirklich.

    Erst jetzt weiß ich,
    was Vergangenheit bedeutet,
    Mondschnee, Sonnenschnee, Sternschnuppe.

    Ich habe Blauvogel gefunden,
    du wischst mir die Tränen weg,
    wir begraben ihn.

    Wie du mich ansiehst,
    so schallt es zurück;
    dieselben Blicke,
    dieselbe Tiefe,
    dieselbe Suche.

    A.S./ 13.2.2020

  • sturmnacht am meer Datum13.02.2020 10:02
    Foren-Beitrag von munk im Thema

    hi ugressmann,
    du hast das gebrüll der entfesselten Natur gut eingefangen. es ist ein aufruhr, strand und dünensaum, insulare rückzugsräume scheinen gefährdet und doch wieder nicht, vielleicht gesunden sie ja, nach dem nachlassen der destruktiven kräfte oder was weiß der bleiche segler mond darüber? warum mischen die möwen mit? hoffen sie auf leichte beute? oder wollen sie nur beweisen, dass sie überlebenskünstler sind und angepasster als die menschliche natur, die die poetogenese von meer, strand, düne missachtet.

    gern gelesen

    munkel

  • barfüßigDatum13.02.2020 09:31
    Thema von munk im Forum Liebe und Leidenschaft

    Ich will eine welt mit dir,
    flußläufe an Neiße und Spree entlang,
    traute gespräche,
    einen ort, den nur wir betreten können,
    auf welchem nur wir monat für monat die jahreszeit weiterstellen
    unter der schirmherrschaft der liebe

    aber ich höre das ende deines weges wie eine rauhnacht
    ich höre das ewige lied vom eisvogel
    ich höre deine worte in der mittelmeermuschel an meinem ohr
    ströme stürme
    aber wir sehen die blumen beidseits des bachs wieder blühen
    wir türmen ins hohe gras


    A.S./11.2.2020

  • Schneebrand oder Orbis terrarumDatum05.02.2020 07:38
    Foren-Beitrag von munk im Thema

    hi mc,
    danke für deine rückmeldung, für das hinweisen auf ein andres genre, so habe ich es noch nicht gesehen und ja, kleine änderungen bringen andre sinnzusammenhänge. das ist erstaunlich, aber auch nicht, daher sind für mich, die, die übersetzungen anbieten, mit mut und feinsinn ausgestattete sprachkundler.

    liebe grüße
    munkel

  • Schneebrand oder Orbis terrarumDatum05.02.2020 07:27
    Foren-Beitrag von munk im Thema

    hi alcedo,

    ich habe die punkte bewusst weggelassen. der nicht gesetzte punkt am ende der zweiten Strophe soll in meiner absicht einen fließenden übergang zur kälte zum fragen einleiten.

    der fehlende punkt in der letzten strophe lässt wiederum nur den einen bitteren schluss zu, die erkenntnis des totseins.

    der gesetzte punkt im " das glück zu leben" hingegen schließt mit dem glück zu leben ab. so meine intention …

    liebe grüße
    munkel

  • Schneebrand oder Orbis terrarumDatum04.02.2020 11:16
    Thema von munk im Forum Liebe und Leidenschaft

    Die Frau, die ich liebe, die barfuß Schnee schob,
    Stürmen, Fluten, Ebben die Stirn bot,
    Träume, Leid, das Bett mit mir teilte,
    ihr blondes gelocktes Haar stolz in den Wind warf,
    sie ist tot.

    Ich geh unter gotischem Bogen durch ein Klinkertor,
    Splitt unter den Füßen, den sanften Druck deiner Hände in meinen,
    der Atem unsrer Mütter und Väter zwischen uns,
    im Kopf die Mythen um Hekate, die Khatarer,
    in den Mahonien zwitschern die Kohlmeisen,
    Gevatter Tod im Nacken und voraus

    Warum ist mir so kalt?
    Wieso hält der Februar so viele Regenreden?

    Ich steh auf dem neuen Leuchtturm von Kap Arkona,
    wir hören das Sirenenheulen des Granits,
    die Sprengungen der Zeit, die Wetterscheide;
    hier waren wir ein ganzes Leben,
    die Gedichte Nerudas im Gepäck,
    das Glück zu leben.

    Warum wird mir so kalt?
    Wieso spricht der Regen mit deiner Stimme?

    Ich bemühe Leonardi da Vincis goldenen Schnitt,
    den vitruvianischen Menschen,
    Hiobs „Es geht vorüber.“,
    das unwirkliche Grab.
    Ich werde es gewahr,
    höre jeden Schritt, den du tust.


    Deine Lieblingsrose trägt Sternrußtau,
    wartet auf das Blühen der Forsythien;
    du wirst die Rose auf deine Weise heilen,
    weiß besohlt,
    mir eine Schneeflocke reichend

    Die Frau, die ich liebe ist tot.


    A.S./4.2.2020


    *die letzte version von schneebrand, heute überarbeitet

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Ort: Branitz im Land Brandenburg
Geschlecht: männlich
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