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#1

Liberador. Skeptisch

in Gesellschaft 07.11.2008 08:24
von Renee | 73 Beiträge | 73 Punkte
Liberador. Skeptisch

Das Antlitz der Sterne,
Der Erde Sandkleid, schläfrigen Augs
Schiebt seit Äonen der Mond
Flüsse, Meere, Ozeane hin
Zu felsigen Ufern.

In den Städten Staub der
Hochhäuser, aus Scharlachhälsen
Heißer Atem. Einer kam,
Er kam mit dem Floß, von weither, stieß
Mit der Stake an die
Vergreiste Himmelskuppel aus
Ungesprochnen, ungedruckten Fragen.
Kometenlichter fuhren
Herab, aus versandeten Ziehbrunnen
Sickerten Wasser, wilde Pferde jagten
Durch unsere Herzen.

Meiner Rose, armer Rose,
Entfielen die Blütenblätter an diesem
Heiligen Morgen. Lautlos, tänzelnd
Wie Federn eines kleinen Vogels.




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#2

Liberador. Skeptisch

in Gesellschaft 07.11.2008 09:47
von Joame Plebis | 3.371 Beiträge | 3363 Punkte
Guten Tag, Renee!

Erhältst Du üblicherweise auf derartige Kunstwerke einen Kommentar?
Kennst Du diese Foren, wo für jeden Zentimeter eingetippter Buchstaben sofort Entzückungsrufe erklingen?
Wie gerne würde ich Dich enttäuschen, wenn ich knöchern und eiskalt mein 'Gefällt mir nicht!' herschreibe.
Das wird Dich nicht berühren.
Wer den Mond als Schieber von Antlitzen der Sterne sieht und dessen Koordinate unter versandeten Ziehbrunnen ist, merkt wahrscheinlich auch nicht, ob etwas ein Gedicht ist oder ein luftloser Pfurtz.

Gruß
Joame
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#3

Liberador. Skeptisch

in Gesellschaft 08.11.2008 07:05
von Renee | 73 Beiträge | 73 Punkte
Der kleine Furz scheint dich aber mächtig aufzuregen, Joame. Das enttäuscht mich nicht, ich freu mich drüber.
In der Tat, ich erhalte auf "derartige Kunstwerke" einen Kommentar, weil ich, wenn ich politisch schreibe, immer den Finger aufs Schlimme lege und damit die Leser herausfordere. Nur eine Kleinigkeit: Wenn schon zitieren, dann richtig. Dankeschön für den Kommentar.

Liebe Grüße, Renee
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#4

Liberador. Skeptisch

in Gesellschaft 08.11.2008 10:11
von Joame Plebis | 3.371 Beiträge | 3363 Punkte
Danke Renee! Nein, aufregen absolut nicht, es gibt mir nur nichts. Häufig schon sah ich Scharen von Kommentatoren, die auf ähnliche Texte mit 'wunderbar', 'einmalig' 'tief berührend' und Ähnlichem förmlich ausflippten.

Sollte man nicht bewußt gelegentlich solche Art von Texten schreiben, um die Glaubwürdigkeit der Kritiker zu testen?

Gruß
Joame
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#5

Liberador. Skeptisch

in Gesellschaft 09.11.2008 08:03
von Renee | 73 Beiträge | 73 Punkte
Hm. Deine Glaubwürdigkeit würde ich doch niemals anzweifeln. Was ich aber anzweifle, ist ein gewisses Verständnis von Lyrik. Klar, dass es hier um die "Obamania" geht. Ich gebs ja zu, ich stell hier keine Wunderwerke ein, aber muss ich das eigentlich? Andere tun es doch auch nicht.

Nein, ausflippen sollst du mir nicht. Und wenn du keine Lust hast, dich mit dem Text zu beschäftigen, kann ich das nicht ändern. Schreibs doch einfach.

Herzlich, Renee
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#6

Liberador. Skeptisch

in Gesellschaft 09.11.2008 09:21
von Joame Plebis | 3.371 Beiträge | 3363 Punkte
Danke, Renee! Ich war schon immer ein schlechter 'Errater'.
Obamania, das ist die Lösung! Hätte ich darauf gleich kommen sollen oder müssen, wo ich hier Entspannung zu aktuellen Geschehen vermutete. Schön, daß Du so freundlich bist, es mir erklärst; andere hätten es sofort gewußt.

Jetzt kann ich Deinen Unwillen meinem Unverständnis gegenüber nachvollziehen.

Herzlich
Joame
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