Hi Mattes
Ich mag die Stimmung, die der Text transportiert, weil ich mich - vermutlich viele - damit identifizieren kann. Man überlegt sich selbst ja auch manchmal, wieso man in Situationen, Beziehungen (ich seh es jetzt - wie aussergewöhnlich

- mal nicht nur spezifisch auf die Liebe fokussiert), Lebenslagen verharrt und immer nur davon träumt, die Stricke zu zerreissen, ohne dann wirklich den Arsch zu heben.
Was mir nicht besonders zusagt, ist die Wendung 'mach dich nass'. Ich kenne sie ehrlich gesagt nicht - und kann nur vermuten, dass es sich dabei um einen Aufruf handelt, endlich zu agieren. Aber selbst dann, gefällt sie mir in dem Zusammenhang nicht bzw. finde ich sie zu salopp.
Auch hätte ich mir gewünscht, Du würdest das lyr. Ich direkt ansprechen, also in der Du-Form - vor allem, weil der Erzähler in der letzten Strophe auch direkt zum Protagonisten sprichst. In dieser Version stolpert man bei diesem Perspektivwechsel unweigerlich.
Die durchgängige Kleinschreibung erkläre ich mir so, dass das Vermächtnis eben nicht allzu gross ist ... sonst finde ich keinen Anhaltspunkt dafür.
Gruss
Margot
P.S. Ah ja, und für das Klischee blond=blöd, sollte man Dich eigentlich verhauen.