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#1

zeit genossen

in Philosophisches und Grübeleien 28.06.2008 19:50
von Karl Feldkamp • Mitglied | 194 Beiträge | 194 Punkte
vorgewittersonne sticht
ins auge fällt
mein grauer schatten
im straßencafe
sitzt neben mir
eine Frau lässt ihren
fingerring aus
eigenem zahngold
von freundinnen
bewundern und riecht
nach pfefferminzkaugummi

spatzen stibitzen krumen
vom tisch und
ein mann mit
roten hosenträgern
klaubt leere flaschen
aus dem papierkorb
an der aufgehobenen
bushaltestelle
warten leute aufs
warten

ich muss gehen
und beneide
sie alle um
ihre zeit
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#2

zeit genossen

in Philosophisches und Grübeleien 28.06.2008 21:02
von Joame Plebis | 3.371 Beiträge | 3363 Punkte
Guten Tag, Karl Feldkamp!

Gleich gebe ich zu, derartigen Gedichtsformen weniger abgewinnen zu können wenn es nicht überwältigend gut ist.

Zahngold spielt hier und in Deiner Kurzgeschichte eine Rolle, diese Zufälligkeit lässt Überlegungen zu.

Auf Wesentliches komprimiert, auf Reime verzichtend, eine kurze gute Beschreibung; nur die Kleinschreibung irritiert geringfügig.

Habe ich gerne gelesen!

Gruß
Joame

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#3

zeit genossen

in Philosophisches und Grübeleien 29.06.2008 17:56
von Karl Feldkamp • Mitglied | 194 Beiträge | 194 Punkte
Lieber Joame,
herzlichen Dank für deine positive Kritik. Das Zahngold, das sicherlich Assoziationen zu Ereignissen in deutschen Unzeiten zulässt, geht in diesem Fall nur auf ein tatsächliches Erlebnis in einem Straßencafé zurück. Meine Lyrik schreibe ich durchweg klein. Das tue ich seit 30 Jahren. Es ist inzwischen nicht mehr als eine Gewohnheit.
Herzliche Grüße
Karl
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