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#1

Verwehrt bleibt der Frau die Priesterwürde

in Mythologisches und Religiöses 16.11.2007 09:39
von Peter Graedel | 188 Beiträge | 188 Punkte
Verwehrt bleibt der Frau die Priesterwürde.
Sie scheitert an der Abendmahl-Hürde.
Kein Weib sei dort zugegen gewesen
- ausser dem Drachen hinterm Tresen -
Daraus schliesst man zweifelsfrei:
Polen und Deutsche waren dabei.
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#2

Verwehrt bleibt der Frau die Priesterwürde

in Mythologisches und Religiöses 16.11.2007 09:52
von Brotnic2um • Mitglied | 645 Beiträge | 645 Punkte
Hi Peter,

Ach so! Jetzt habe ich es verstanden. Naja, die Regeln in der katholischen Kirche habe ich zum Glück nicht gemacht. Nicht meine Baustelle. Aber ich habe es auch nie verstanden.

Gruß Brotnic2um
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#3

Verwehrt bleibt der Frau die Priesterwürde

in Mythologisches und Religiöses 16.11.2007 10:12
von Peter Graedel | 188 Beiträge | 188 Punkte
Hi Brotnic2um,

Es gibt sicher noch eine fundiertere, von Heiligen Geist inspierierte Erklaerung, die uns Entgeisterten nicht zuegaenglich ist. Mal sehen ob uns die heiligen Geister aufklaeren.

Gruss
Peter
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#4

Verwehrt bleibt der Frau die Priesterwürde

in Mythologisches und Religiöses 16.11.2007 19:09
von bipontina | 609 Beiträge | 609 Punkte
Lieber Peter Graedel!

Ein Polus verurteilt der Sünde Gefäß,
sie ist dem Petrus nicht stuhlgemäß.
Solus allein kann Christus beerben.
Weiber sind des Klerus Verderben.
Ach, ich selbst bin Hort der Sünder:
Ich gebar Kinder.

In diesem Sinne: gekonnt!

Lieben Gruß von bipontina
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#5

Verwehrt bleibt der Frau die Priesterwürde

in Mythologisches und Religiöses 17.11.2007 05:56
von Peter Graedel | 188 Beiträge | 188 Punkte
Hallo Biponita,

Deine Zeilen beschreiben den Ist-Zustand der vatikanschen Frauenphobie treffend und verdienten eigentlich ein Eigenleben (falls es nicht schon eines hat).

Interessant wäre vor allem unverblümt zu wissen wann und weshalb sich diese widerliche, der christlichen Ur-Gemeinde diamentral zuwiderlaufende Haltung im Schwulikan festgefressen hat und mit welcher Legitimierung sie noch heutzutags verfochten wird.

Eine Folge des Zölibats? Konkurrenzneid? Eigentlich sind doch Schwule toleranter als Heteros. Was der Klerus ja auch ist, zumindest in eigener Sache.

Liebe Grüsse
Peter
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#6

Verwehrt bleibt der Frau die Priesterwürde

in Mythologisches und Religiöses 17.11.2007 15:56
von bipontina | 609 Beiträge | 609 Punkte
Neid. Nicht nur Kokurrenzneid. Legitimierung? hehehe: Alleinweisheitsgefressenhabenundchristlichseinpetrusnachfolgeranspruch.
Klerus ist eine Institution. Glaube ist das Gegenteil davon.
Jesus war liberal im wahrsten Sinne des Wortes.
Warum sonst wurde er gekreuzigt?

LG von bipontina

Ich denke, Du könntest Dein Gedicht noch ausbauen. Da liegt noch so viel drin!
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#7

Verwehrt bleibt der Frau die Priesterwürde

in Mythologisches und Religiöses 18.11.2007 17:57
von Peter Graedel | 188 Beiträge | 188 Punkte
Hallo Biponita,

Danke für die Anregung. Der Text war ursprünglich länger, doch hatte ich ihn auf die Punchline zurückgestutzt. Wenn Du jedoch Ideen zur Erweiterung hast wäre eine Kooprodutkion durchaus willkommen.

Ich weiss nicht ob Jesus infolge Liberalismus gekreutzigt wurde. Hatte er doch gegen mindestens zwei Dutzend der 613 jüdischen Ver- und Gebote in eklatanter Weise verstossen, indem er Gottes Willen als erfüllt erklärte und in der Tat ins humanere Gegenteil umwertete, und somit abschaffte. Während der Inquisition sind viele Opfer wegen minderer Vergehen auf grausame Weise dem Fanatismus geopfert worden.

Liebe Grüsse
Peter
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#8

Verwehrt bleibt der Frau die Priesterwürde

in Mythologisches und Religiöses 19.11.2007 18:07
von bipontina | 609 Beiträge | 609 Punkte
Je nun, lieber Peter...

wer gegen festgemauerte Gesetze aufsteht - hier Jesus - wird ausgegrenzt. Wenn dann auch noch eine Bergpredigt kommt, hat die obrigkeitliche Geduld ein Ende.
Das Schlimme ist, daß sich Klerus und Fanatismus bis heute die Hand reichten. Ich rede aber nur von den Katholen. In unseren Landen (noch?).
Schwieriges Thema, weil sich andernlands auch die Protestanten gegen Liberalität wenden.
I c h habe im NT keine Stelle entdecken können, die sich gegen Gleichgeschlechtliches wendet. In der Fauna gehört es dazu. In der Flora erst recht.
Die Inquisition - vom Klerus geschaffen - ist ebenso verdammenswert wie ihre angeblich weltlichen "Ausläufer".
Aber das ist ein nicht zu bewältigendes Thema.
Man mag wirklich Carol dafür verantortlich machen, daß es mit der Frauenpriesterwürde nichts werden wird ... aber das ist seit Paulus im Pontifikat fest verankert.
Johannes XXIII wollte das mit mehr Liberalität versehen (Konzil), aber Paul II hat den Zurück-Ruck gnadenlos durchgepaukt. Da war R. schon Aspirant auf den Posten "Vorsitzender der Glaubenskongregation" (neue Bezeichnung für Inquisition), der - so denke ich - Feuer, Schwert und Folter evtl. gerne wieder eingesetzt hätte...

Da ich mich keiner (üblen) Nachredeschuldig machen kann, bezeichne ich hier alles von mir Geschriebene als theoretisch!

Ich würde mich freuen, wenn ich mehr von Dir als Gedicht läse!

Lieben Gruß von bipontina
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#9

Verwehrt bleibt der Frau die Priesterwürde

in Mythologisches und Religiöses 20.11.2007 02:08
von Peter Graedel | 188 Beiträge | 188 Punkte
Hallo Biponita,

Der theokratische Absolutismus kann nicht anders als fatalistisch sein und setzt Fanatismus in jeder derart geprägten Religion voraus. Was nicht heissen soll dass jede Religion absolutistisch orientiert ist.

Es gibt Stellen im N.T. die bezüglich Gleichgeschlechtlichem interpretierbar sind: 1 Korinther 6:9+10 und 1 Timotheus 1:9+10. (Ausführliche Erläuterungen in http://www.zwischenraum.net/05weichlinge.htm)

Beim Pontifikat handelt es sich um eine Begriffsverdrehung des sakralen Amtes eines Pontifex, ursprünglich Brückenbauer, einem Priesterkollegium das für den Unterhalt der Tiberbrücke im alten Rom verantwortlich war. Sakral = heilig. Und heilige Frauen gibts zur Genüge. Trotzdem mangelts am Brückenbau zu ihnen, dem Innbegriff des ursprünglichen Titels.

R. war glücklicherweise bloss Aspirant. Mutest Du Levada die Wiedereinführung der Inquisition zu, weshalb Du theoretische Einschränkungen machst?

Ein so ausgeprägter Misanthrop bin ich nun auch wieder nicht, dass ich, wenn auch nur selten, weiterhin den munteren Fluss von Fäden zum abrupten Stillstand bringe möchte.

Liebe Grüsse
Peter
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