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#1

Oktoberwind

in Natur 28.09.2007 00:05
von Ciprofloxacin (gelöscht)
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Oktoberwind

Dein Wandern im Aste zu steigender Zahl,
als ob es noch reichte die Lücke zu schließen,
verrinnt dir beim Schlage als weitere Wahl:
Vom alten Kirchturme hinab sie sich ließen.

Im Atem der Sonne so dunstend ein Wort,
dass fern der Bestimmung noch fassen sich ließe.
Die Geister, gerufen, sie schreien nach Mord,
verwegene Zeiten; auf Liebe man stieße.

So heult in der Nacht dein beängstigter Ruf,
als Winde im Schatten das Tempo zu halten
und giltest du auch als des Sommers Verruf!

Noch golden dein Atem, so nimm meine Hand-
den raschelnden Walde auf ewig verwalten-
und binde mir um dieses herbstliche Band.

__

Ja, kein Sonett!


In S3 bin ich jetzt in eine Zwickmühle gekommen, weil ich verwegene in S2 eingesetzt habe, beängstigter ist nicht wirklich toll, also wenn jemand einen Einfall hat, bin ich dankbar
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#2

Oktoberwind

in Natur 29.09.2007 00:04
von bipontina (gelöscht)
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Aber ein sehr schönes Gedicht!
Den Titel würd ich von der Mehrzahl in die Einzahl setzen.
Das erste Wort in der vierten Zeile der zweiten Strophe (ginge ja auch einfach, verzeih!) "entwegen" kenne ich alter Knacker nicht, das hätte ich gern erklärt bekommen.
"und geltest Du auch" geht leider auch nicht. Es muß dann heißen "und gilt(e)st Du auch, aber da findet sich bestimmt was Passendes für Dein Versmaß. (und magst du auch gelten als Sommers Verruf -- oder so).
Da du ja meist das "Du" benutzt, ist eigentlich Singular durchgehend zwingend.
Aber da kommt eine herrliche Stimmung zu mir, wenn ich das Gedicht lese, vor allem die letzte Zeile hat es mir sehr angetan!
Fachliche Hilfe findest Du hier zuhauf!

Lieben Gruß von bipontina
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#3

Oktoberwind

in Natur 30.09.2007 13:56
von Ciprofloxacin (gelöscht)
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Zitat:

bipontina schrieb am 29.09.2007 00:04 Uhr:
Aber ein sehr schönes Gedicht!
Den Titel würd ich von der Mehrzahl in die Einzahl setzen.
Das erste Wort in der vierten Zeile der zweiten Strophe (ginge ja auch einfach, verzeih!) "entwegen" kenne ich alter Knacker nicht, das hätte ich gern erklärt bekommen.
"und geltest Du auch" geht leider auch nicht. Es muß dann heißen "und gilt(e)st Du auch, aber da findet sich bestimmt was Passendes für Dein Versmaß. (und magst du auch gelten als Sommers Verruf -- oder so).
Da du ja meist das "Du" benutzt, ist eigentlich Singular durchgehend zwingend.
Aber da kommt eine herrliche Stimmung zu mir, wenn ich das Gedicht lese, vor allem die letzte Zeile hat es mir sehr angetan!
Fachliche Hilfe findest Du hier zuhauf!

Lieben Gruß von bipontina


Hallo bipontina,

Mit der Einzahl hast du recht. "Entwegen" gibt´s eigentlich nicht, drum ist es richtig "verwegende Zeiten".
Ja mit dem Singular hast du schon Recht bis auf die Geister eben, die spielen auch ihre Rolle.

Ich danke dir jedenfalls für die Aufmerksamkeit und vielleicht trau ich mich endlich mal an einen deiner Texte ran

Grüße

Cip
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