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#1

Mondescheinimpressionen

in Liebe und Leidenschaft 27.01.2007 14:12
von Fingerspur (gelöscht)
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- auf Wunsch der autorin gelöscht -


BG,

AB.
Admin

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#2

Mondescheinimpressionen

in Liebe und Leidenschaft 27.01.2007 16:42
von Joame Plebis | 3.476 Beiträge | 3363 Punkte
Hallo, Guten Tag, Fingerspur!

Ich las noch nie von Dir, entweder war ich unaufmerksam
oder Du bist ganz neu hier?
Ist das Gedicht von Dir ein Werk aus alten Tagen
oder ein jüngeres brandneues?

So viele Fragen habe ich gleich gestellt, will Dich aber damit nicht bestürmen.
Meinen Kommentar muß ich mir leider für einen anderen Zeitpunkt aufheben, da ich im Moment unpäßlich bin und Migräne habe - Du weißt ja, der einsetzende Schneefall.

Lieben Gruß
Joame

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#3

Mondescheinimpressionen

in Liebe und Leidenschaft 28.01.2007 14:24
von Krabü2 | 797 Beiträge | 797 Punkte
Hallo Fingerspur,
oh, ich weiß nicht - die einzelnen Zeilen scheinen mir lang, ich würde sie fast mittig brechen (brutal, wa? *lach*).
Aber, aaaaaber:
Ich bin von der Zartheit, von dieser grazilen Poesie, filigran, fragil, begeistert. Ich lese das gern und (hier) sehr selten. Schriebe mir ein Mann so etwas, *huch* ich wäre 'berauscht'. Und das meine ich positiv.
Es wäre interessant und erfreulich, mehr von Dir zu lesen.
LG
KB

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#4

Mondescheinimpressionen

in Liebe und Leidenschaft 31.01.2007 17:50
von Albert Lau (gelöscht)
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Hallo Fingerspur,

ich kann Kratzbürste verstehen, ich würde auch „Huch!“ schreien, wenn ein Mann mir solches schriebe.

Gott sei Dank beurteilen wir hier ja nicht private Liebesbriefe, die gerne vor Schmalz triefen dürfen, sondern quasi offene und sind zudem nur der Liebe zur Lyrik verpflichtet. Und da gefällt mir dann manches nicht. Es beginnt mit dem Bild in Zeile 1. Abgesehen von der Elision eines klingenden Vokals schimmert Milch doch weiß, oder nicht? Ich kann das für mich nicht als anregend erkennen, aber das ist Geschmackssache, vielleicht verhindert auch nur die Elision den Zugang.

Den süßer als Frühling duftenden Atemhauch halte ich einerseits für übertrieben, andererseits ist mir nicht klar, warum der von den Lippen flieht und ganz besonders, warum ausgerechnet der Blick vom Duft berauscht ist!? Das sind synästhetische Wahrnehmungen, die mir versperrt sind, ebenso wenig wie ich sanft erschauern kann und das auch noch nur durch eine sich hebende Brust. Das klingt mir zu sehr nach viktorianischem Zeitalter und lässt mich eher grinsen (ich weiß, ich bin ein grober Mensch). Das Bild der nächsten beiden Zeilen dagegen gefällt mir und ist grundsätzlich gut ausgearbeitet. Die Elision bei dem silbernen Band ist mir allerdings wiederum zu happig.

Leider hält das dann in Strophe 3 nicht an, im Gegenteil. Die Summe der Elisionen nimmt ständig zu, S3Z1 schimmert allenfalls durch eine geknechtete Syntax und wo ich ein sanftes Streicheln erwarte, wird es nun leise gemacht!? Die sprühenden Funken der zweiten Zeile passen in dieses eher zarte, „sanft erschauernde“ Verlangen ebenso wenig, wie das Begehren, für mich kam beides jedenfalls ziemlich überraschend. Die letzte Zeile aber passt, erklärt den Sinn und Zweck der Übung, ist wohlklingend und abrundend und hätte eine bessere Vorbereitung verdient gehabt.

So aber ist es ein durchwachsenes Werk, mit dem ich mich nicht recht anfreunden kann, wenn auch Potential vorhanden ist.

Digitale Grüße

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#5

Mondescheinimpressionen

in Liebe und Leidenschaft 01.02.2007 07:01
von Fingerspur (gelöscht)
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Hallo Joame,

mit solcherlei Rückmeldungen kann ich wenig anfangen - verständlich oder? Um aber Deine Neugier zu befriedigen: Das Gedicht entstand irgendwann Mitte 2004.

Grüß Dich, KB Wäre es nicht doch ein wenig enttäuschend, solche Zeilen zu erhalten, um zu erfahren, dass dieser Mensch einen nicht eben im Zuge der Begierde weckte und einen solche spüren ließe? Lacht* Ich freue mich, dass Dir die Zeilen gefallen, wenngleich mir einiges kritisches dazu einfiele...

Und damit wären wir bei Albert Lau: Mich erstaunt, dass der offensichtlichste Kritikpunkt von Dir nicht erwähnt wurde. Ich denke allerdings, der unreine Reim der Strophe eins stiess Dir derart auf, dass Du diesen lieber gänzlich unerwähnt gelassen hast? So komme ich also besser zu den von Dir erwähnten:

Jupp, Milch schimmert weiß und Mondlicht taucht nun einmal an Tagen klaren Himmels die Welt in eine weiße Schattenwelt. Es gab Zeiten, da puderten Menschen sich die Haut, um diesem Farbton gerecht zu werden, weil ein solcher als sexy galt. Andere Zeiten, andere Geschmäcker und ich weiß ja, dass der braungebrannte Mädchenkörper heute nicht nur Jugend, sondern auch Appeal verkauft. Aber dennoch: Ich mag das Mondlicht und wäre auf Deinen Kritikansatz nicht gekommen bzgl. dieser Zeile. Die Ellision ist aber in der Tat unschön und wie Du bereits bemerktest, häufen sich diese in den folgenden Zeilen, wodurch sie nicht verzeilicher werden. Zustimmung also in diesem Punkt meinerseits.

Das gesamte Gedicht ist übertrieben, Albert. Nicht nur der fliehende Hauch, der natürlich nach Frühling duftet - Herr im Himmel, schenke mir den Jüngling, der nächtens einen Mundgeruch dieser Natur aufzuweisen vermag. Aber ich mag das Bild ehrlich gesagt - es verkörpert diese Innigkeit, die jeden .... (schreib ich nicht) des geliebten in Rosenduft verwandelt? Verständlich, dass Du anders empfindest und dennoch denke ich, ist diese Verzärtelung Dir im gewissen Moment nicht fremd. Damit heroisiere ich nun auch Dich, aber sei darob bitte nicht gram.

Zart, sanft steichelt ein jeder, darum wollt ich es hier gewollt leise haben - nicht gut? Ok, wäre ich auch nicht drauf gekommen, sehe es aber ein und bin letztendlich darum ja wieder mal hier. Vehement aber streite ich ab, dass sprühende Funkten nicht Verlangen symbolisieren! *schmunzel* Verlangen knistert und wo es knistert, da schlagen auch Funken, wenn es nur doll genug ist.

Hm Albert: "Durchwachsen" hätte ich auch gesagt, allerdings aus anderen Gründen wohl, als Du mir sie aufzeigtest. Liebesgedichte schriebe ich heut jedenfalls anders - und vielleicht gut, dass ich solche nicht mehr schreibe

Lass Dir danken und auf dann
Nina

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