Nein, Alcedo, da mache ich gar nichts. Das ist alles bestens! Erstens war es Dein Traum, zweitens, vermute ich ja, die Betonung von
rote Äpfel ist gewollt, total gerechtfertig und sehr gut! Ich hielte das Beibehalten einer gleichen Form für problematisch, wo so offensichtlich diese Früchte in Rot Dein Traum sind; es gehört hervorgehoben.
Wir sind doch schließlich nicht Produzenten von Einheitsgedichten und auch keine Einheitsmenschen.
Ich muß es auch los werden und Dir mitteilen, wie sehr mich doch die Enttäuschung getroffen hat, daß nur Blätter herunterfielen und kein ersehnter Apfel; das stimmt mich fast traurig.
Dieser Passage wird hoffentlich von einer Siebenjährigen nicht so intensiv Bedeutung beigemessen, wie von mir.
Von einem Muß oder einer Vorschrift einer bestimmten Silbenanzahl ist mir nichts bekannt.
Mein Standpunkt ist dieser, daß auf jeden Fall der Dichter die letzte Instanz ist, die sich über sämtliche Lexikas hinwegsetzen kann und in der ihm beliebigen und gut erscheinenden Form schreiben soll.
Vielleicht bin ich der vielen Theorie schon übersatt, aber irgendwann ist doch auch einmal genug!
Ich wünschte mir sehr, bald wieder so ein liebes und phantasievolles Gedicht von Dir lesen zu dürfen. Jetzt werde ich auch brav alles von Dir lesen, um ja nichts zu übersehen.
Freundlich grüßt
Joame