#1

Beim Einkaufen

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 20.08.2006 17:26
von sEweil (gelöscht)
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Beim Einkaufen

„Und da sagst du zu ihm was?!“
„Ach, jetzt hör auf, Bernhard!“
Eine Ansage erschallte, in der eine junge Frauenstimme die Slips im dritten Stock anpries, es gebe sie nun für 2,99, statt der handelsüblichen 4,99 und dass die Herren es nicht versäumen sollten die zweite Abteilung der Herrenmode zu besuchen.
Hermine wurde ganz aufgeregt und zog an Bernhard. „Na los, du hast es doch gehört, dritter Stock, bevor alles weg ist.“
„Das interessiert mich jetzt nicht, ich will endlich wissen.“
„Wir sind zum Einkaufen hier!“ unterbrach sie ihn.
Geschleift eilte Bernhard mit ihr zur Rolltreppe.

„Ob sie uns sehen kann?“ Waren Lillis Gedanken, als sie unter dem Drehkreuz der Frauenpullover stand und eine Dame mittleren Alters sie entgeistert anstarrte.
„Wieso sieht die uns so komisch an?“
Lilli zog vorsichtig an einem der Pullover um sich wieder zu verdecken.
„..statt der üblichen 4,99.“
Schallte es aus dem Lautsprecher und im Kopf der Dame.
Erst wandte sie sich vom Ständer ab, ging ein Stück zur Seite und versuchte Interesse an den Damenshirts aus der Wühlkiste vorzutäuschen.
Sie nahm einen davon in die Hand, gelblich grüne Streifen waren darauf, blickte sich nach allen Seiten um und eilte dann mit leeren Händen zur Rolltreppe.

„Nun sieh doch, Bernhard.“
Hermine hielt ein weißes Hemd hoch, das einen auffällig hohen Kragen besaß, und musterte es. „Das würde dir doch bestimmt gut stehen.“ Sagte sie und hielt es ihm im gleichen Augenblick vor die Brust.
„Die Ärmel sind viel zu lang und außerdem trage ich kein Large, das weißt du doch.“
Das Hemd von sich wegschiebend, begann er mit einem langen Atemzug und sah sich verzweifelt um, was er zu verstecken nicht in der Lage war.
„Du bist ein mieser Schauspieler.“ Brach es aus ihr heraus. Rot lief sie an, als sie bemerkte was sie soeben von sich gelassen hatte, und ehe er seinem Zorn Luft machen konnte entschuldigte sie sich bei ihm.
Sie wusste wie sie sich in solchen Situationen verhalten musste und schleifte ihn rasch weiter, nur in Bewegung bleiben, sagte sie sich.

„Wissen sie, der Laufsteg dort soll viel zu klein sein, um richtig wenden zu können.“
Lilli starrte die Puppe an. Die antwortete nicht.
„Sehr unhöflich“ bemerkte sie ihm Gehen und entdeckte die Frau von vorhin, wie sie an einem anderen Wühltisch stand und Strumpfhosen verglich.
Mittlerweile hatte sich die Dame schon einige Accessoires in ihre Tüte gepackt.
Da schallte es wieder aus den Lautsprechern.
„Achtung, Achtung, eine Durchsage. Im zweiten Stock findet eine Blitzreduzierung statt – Damenunterwäsche um 25 % reduziert, nur für die nächsten 30 Minuten.“
Die Dame blickte hoch, der Mund war leicht geöffnet und krallte sich am Tisch fest, biss sich auf die Unterlippe und starrte mit einem sehnsuchtsvollen Blick zur Rolltreppe.
„Was die wohl tut?“ dachte Lilli.
Langsam ging sie auf die Frau zu.
Diese hatte sich bereits wieder vom Tisch losgesagt, Spuren der Fingernägel waren im Holz zu erkennen. Als das kleine Mädchen direkt hinter ihr stand stieß sich die Frau los und eilte zur Rolltreppe.
„Aber wir wollen doch nur..“ murmelte Lilli und lief ihr hinterher.

„Dort ist sie wieder!“ rief der Geschäftsleiter zu seiner Mitarbeiterin und zeigte mit dem Finger auf den Bildschirm. Er lehnte neben ihr und sah sich die Bilder der Videokameras aus dem zweiten Stock an.
„Ja, ich sehe sie.“ Antwortete sie und griff nach dem Mikrofon.
Der Geschäftsleiter flüsterte in befehlendem Ton nach hinten zu zwei weiteren Mitarbeiterinnen.
„Sofort in den dritten Stock, klebt 20 % Schilder auf die Pullover und kommt dann so schnell wie es geht wieder. Drehkreuz fünf, nur die hässlich gelb-silbernen, los, los.“
Diese eilten mit einer kleinen Maschine davon.
Die Dame mit dem Mikrofon wartete auf die Zustimmung ihres Vorgesetzten.

„Jetzt bleib doch einmal stehen Hermine, was hetzt du so durch den Laden?“
Bernhard stoppte sie und sein schleppender Atem ließ ihr ein wenig Zeit zum Nachdenken.
„Hörst du denn nicht? Heute wird hier alles nach und nach reduziert. Das kommt so schnell nicht wieder.“ Sie wollte gerade weiter gehen, da packte er sie am Arm und hielt sie zurück.
„Du wolltest einkaufen.“
Er rang nach Luft.
„Und wir sind einkaufen gegangen.“
Sie nickte bei seinen Worten.
„Aber jetzt will ich endlich wissen, was mit Hermann war.“
Sie wollte gerade eine empörte Reaktion zeigen, aber Bernhard deutete ihr zu schweigen, immer noch kaum Luft bekommend.
„Ich will keine Ausflüchte mehr hören.“
„Was erwartest du von mir? Was glaubst du überhaupt? Als wäre da irgendetwas mit Hermann. Wir sind nur gute Freunde, hörst du?“
Er wollte gerade wie sie eben ein Widerwort beginnen, als nun er von ihr unterbrochen und zum Schweigen gebracht wurde.
„Und nun: Zum Einkaufen sind wir hier und das werden wir auch tun.“
Sie drehte auf dem Untersatz und ging in Richtung Schuhabteilung.

Lilli hatte sich in der Zwischenzeit wieder unter einem der Drehkreuze versteckt und wartete.
Eine weitere Ansage wurde getätigt und die Dame und Lilli befanden sich wieder im dritten Stock.
Als der gelb-silberne Pullover vor ihr von der Stange genommen wurde blickten sich Lilli und die Dame in die Augen. Genauso entgeistert wie zu Beginn sah sie das Mädchen an und hielt mit dem Pullover in der Hand inne.
Hinter ihr sah Lilli zwei Frauen vorbeilaufen, die eine kleine Maschine mit sich führten.
„Ob sie uns sehen..“
Der Gedanke wurde nicht zu Ende geführt, die Frau hing den Pullover wieder an die Stelle und lief gehetzt davon, drehte sich zweimal um und verschwand dann in einer der Umkleidekabinen.
Lilli hockte sich auf den Kunstteppichboden.
„Ich glaube die sieht Geister, oder was denkst du Mister Flocke?“
Das kleine abgenutzte Stofftier, das sie aus der Tasche zog, wippte hin und her.
„Ja, das glaube ich auch.“ Sie steckte Mister Flocke wieder in die Tasche zurück und wartete darauf, dass ihre Eltern aus der Schuhabteilung zurückkamen.

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#2

Beim Einkaufen

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 20.08.2006 18:23
von Gemini • Long Dong Silver | 3.094 Beiträge | 3130 Punkte

So mein Lieber






Beim Einkaufen

„Und da sagst du zu ihm was?!“
„Ach, jetzt hör auf, Bernhard!“
Eine Ansage erschallte, in der eine junge Frauenstimme die Slips im dritten Stock anpries, es gebe sie nun für 2,99, statt der handelsüblichen 4,99 und dass die Herren es nicht versäumen sollten die zweite Abteilung der Herrenmode zu besuchen.
Hermine wurde ganz aufgeregt und zog an Bernhard. „Na los, du hast es doch gehört, dritter Stock, bevor alles weg ist.“
„Das interessiert mich jetzt nicht, ich will endlich wissen.“
„Wir sind zum Einkaufen hier!“ unterbrach sie ihn.
Geschleift eilte Bernhard mit ihr zur Rolltreppe.<--er eilte geschleift?

Bis hierhin verstehe ich den Text noch. Eine Frua und ein Mann gehen einkaufen. Es liegt ein Geheimnis zwischen den beiden in der Luft.


„Ob sie uns sehen kann?“ Waren Lillis Gedanken, als sie unter dem Drehkreuz der Frauenpullover stand und eine Dame mittleren Alters sie entgeistert anstarrte.
„Wieso sieht die uns so komisch an?“
Lilli zog vorsichtig an einem der Pullover um sich wieder zu verdecken.
„..statt der üblichen 4,99.“
Schallte es aus dem Lautsprecher und im Kopf der Dame.
Erst wandte sie sich vom Ständer ab, ging ein Stück zur Seite und versuchte Interesse an den Damenshirts aus der Wühlkiste vorzutäuschen.
Sie nahm einen davon in die Hand, gelblich grüne Streifen waren darauf, blickte sich nach allen Seiten um und eilte dann mit leeren Händen zur Rolltreppe.

Dann ein Szenenwechsel. Es gibt hier eine Frau, die von jemandem nicht gesehen werden will. Nein, die Dame und jemand anderes will nicht gesehen werden. Wer ist noch dabei? Also ich habe jetzt nach mehrmaligem Lesen bemerkt, dass Lilli etwas klauen will.

„Nun sieh doch, Bernhard.“
Hermine hielt ein weißes Hemd hoch, das einen auffällig hohen Kragen besaß, und musterte es. „Das würde dir doch bestimmt gut stehen.“ Sagte sie und hielt es ihm im gleichen Augenblick vor die Brust.
„Die Ärmel sind viel zu lang und außerdem trage ich kein Large, das weißt du doch.“
Das Hemd von sich wegschiebend, begann er mit einem langen Atemzug und sah sich verzweifelt um, was er zu verstecken nicht in der Lage war.
„Du bist ein mieser Schauspieler.“ Brach es aus ihr heraus. Rot lief sie an, als sie bemerkte was sie soeben von sich gelassen hatte, und ehe er seinem Zorn Luft machen konnte entschuldigte sie sich bei ihm.
Sie wusste wie sie sich in solchen Situationen verhalten musste und schleifte ihn rasch weiter, nur in Bewegung bleiben, sagte sie sich.

Szenenwechsel. Hermine und Bernhard. Bernhard ist nicht in der Lage zu verstecken, dass er sich verzweifelt umsieht? Warum der plötzliche Zorn? Hat die Frau Angst? Ich dachte zuerst, dass sie ein Verhältniss mit einem anderen Kerl hat.


„Wissen sie, der Laufsteg dort soll viel zu klein sein, um richtig wenden zu können.“
Lilli starrte die Puppe an. Die antwortete nicht.
„Sehr unhöflich“ bemerkte sie ihm Gehen und entdeckte die Frau von vorhin, wie sie an einem anderen Wühltisch stand und Strumpfhosen verglich.
Mittlerweile hatte sich die Dame schon einige Accessoires in ihre Tüte gepackt.
Da schallte es wieder aus den Lautsprechern.
„Achtung, Achtung, eine Durchsage. Im zweiten Stock findet eine Blitzreduzierung statt – Damenunterwäsche um 25 % reduziert, nur für die nächsten 30 Minuten.“
Die Dame blickte hoch, der Mund war leicht geöffnet und krallte sich am Tisch fest, biss sich auf die Unterlippe und starrte mit einem sehnsuchtsvollen Blick zur Rolltreppe.
„Was die wohl tut?“ dachte Lilli.
Langsam ging sie auf die Frau zu.
Diese hatte sich bereits wieder vom Tisch losgesagt, Spuren der Fingernägel waren im Holz zu erkennen. Als das kleine Mädchen direkt hinter ihr stand stieß sich die Frau los und eilte zur Rolltreppe.
„Aber wir wollen doch nur..“ murmelte Lilli und lief ihr hinterher.

Dann die nächste surreale Szene. Das Mädchen hat offensichtlich einen Dachschaden, weil es mit einer Puppe redet. Plötzlich wird auch die alte Frau etwas komisch und krallt sich aufgrund einer Durchsage so an dem Tisch fest, dass es sogar Spuren gibt. Die Frau stieß sich los? Von wo? Von dem Mädchen? Was will Lilli von der unbekannten Frau? Was wollen sie nur?


„Dort ist sie wieder!“ rief der Geschäftsleiter zu seiner Mitarbeiterin und zeigte mit dem Finger auf den Bildschirm. Er lehnte neben ihr und sah sich die Bilder der Videokameras aus dem zweiten Stock an.
„Ja, ich sehe sie.“ Antwortete sie und griff nach dem Mikrofon.
Der Geschäftsleiter flüsterte in befehlendem Ton nach hinten zu zwei weiteren Mitarbeiterinnen.
„Sofort in den dritten Stock, klebt 20 % Schilder auf die Pullover und kommt dann so schnell wie es geht wieder. Drehkreuz fünf, nur die hässlich gelb-silbernen, los, los.“
Diese eilten mit einer kleinen Maschine davon.
Die Dame mit dem Mikrofon wartete auf die Zustimmung ihres Vorgesetzten.

Gut, jetzt kann man davon ausgehen, dass die Damen beobachtet werden, um die passenden aufkleber auf die Pullover zu kleben. Es klaut also doch niemand. Etwas viel Aufwand für ein paar einzelne Personen finde ich.


„Jetzt bleib doch einmal stehen Hermine, was hetzt du so durch den Laden?“
Bernhard stoppte sie und sein schleppender Atem ließ ihr ein wenig Zeit zum Nachdenken.
„Hörst du denn nicht? Heute wird hier alles nach und nach reduziert. Das kommt so schnell nicht wieder.“ Sie wollte gerade weiter gehen, da packte er sie am Arm und hielt sie zurück.
„Du wolltest einkaufen.“
Er rang nach Luft.
„Und wir sind einkaufen gegangen.“
Sie nickte bei seinen Worten.
„Aber jetzt will ich endlich wissen, was mit Hermann war.“
Sie wollte gerade eine empörte Reaktion zeigen, aber Bernhard deutete ihr zu schweigen, immer noch kaum Luft bekommend.
„Ich will keine Ausflüchte mehr hören.“
„Was erwartest du von mir? Was glaubst du überhaupt? Als wäre da irgendetwas mit Roman. Wir sind nur gute Freunde, hörst du?“
Er wollte gerade wie sie eben ein Widerwort beginnen, als nun er von ihr unterbrochen und zum Schweigen gebracht wurde.
„Und nun: Zum Einkaufen sind wir hier und das werden wir auch tun.“
Sie drehte auf dem Untersatz und ging in Richtung Schuhabteilung.

Wieder Bernhard und Hermine. Aha, es gibt ein Verhältniss. Aber ist es jetzt mit Hermann oder mit Roman?


Lilli hatte sich in der Zwischenzeit wieder unter einem der Drehkreuze versteckt und wartete.
Eine weitere Ansage wurde getätigt und die Dame und Lilli befanden sich wieder im dritten Stock.
Als der gelb-silberne Pullover vor ihr von der Stange genommen wurde blickten sich Lilli und die Dame in die Augen. Genauso entgeistert wie zu Beginn sah sie das Mädchen an und hielt mit dem Pullover in der Hand inne.
Hinter ihr sah Lilli zwei Frauen vorbeilaufen, die eine kleine Maschine mit sich führten.
„Ob sie uns sehen..“
Der Gedanke wurde nicht zu Ende geführt, die Frau hing den Pullover wieder an die Stelle und lief gehetzt davon, drehte sich zweimal um und verschwand dann in einer der Umkleidekabinen.
Lilli hockte sich auf den Kunstteppichboden.
„Ich glaube die sieht Geister, oder was denkst du Mister Flocke?“
Das kleine abgenutzte Stofftier, das sie aus der Tasche zog, wippte hin und her.
„Ja, das glaube ich auch.“ Sie steckte Mister Flocke wieder in die Tasche zurück und wartete darauf, dass ihre Eltern aus der Schuhabteilung zurückkamen.

Was ist mit der alten Frau und dem Mädchen? Wieso sind die nun auf einmal ein Paar? Die Eltern sind Bernhard und Hermine, gut. Wer soll sie nicht sehen? Die Mitarbeiter mit den Maschinen? Warum nicht?


Also ehrlich gesagt, dieser Text ist mir etwas zu kompliziert und ich verstehe auch den Inhalt nicht. Worum geht es da.

Sry mein Freund, aber da solltest du schon noch einmal drübergehen.

LG Gem

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#3

Beim Einkaufen

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 20.08.2006 19:39
von sEweil (gelöscht)
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Hallo Gem.
Danke für dein Kommentar.

Alle deine Fragen verstehe ich nicht so recht, werde aber später noch darauf eingehen, weil ich hoffe, dass sich noch jemand dazu äußern wird. (Was erfahrungsgemäß nicht der Fall ist, wenn der Schreiberling alles preis gibt.)

Das mit Hermann und Roman war ein Fehler, da ich zuerst Roman dort stehen hatte und den Namen nicht wollte und durch Hermann ersetzte, aber die paar Zeilen drunter selbiges zu tun vergaß. Habs ausgebessert, danke.

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#4

Beim Einkaufen

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 20.08.2006 19:54
von Gemini • Long Dong Silver | 3.094 Beiträge | 3130 Punkte
Zuerst dachte ich auch an einen Fehler, aber dann dachte ich: Vielleicht hat sich diese Schlampe nur bei den Namen geirrt.

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#5

Beim Einkaufen

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 20.08.2006 20:01
von kein Name angegeben • ( Gast )
Hallo sEweil,

mir geht es ähnlich wie Gemini. Ich verstehe einige Dinge dieser Geschichte nicht. Man erlebt verschiedene Protagonisten, die sich in einem Kaufhaus mit Sonderangeboten bewegen. Eine grapschige Situation entsteht durch die Werberufe aus dem Mikro. Einige Menschen reagieren darauf, andere nicht. Alle sind mit irgendetwas Zusätzlichem beschäftigt- Beziehungsproblemen oder Kaufrausch/ Diebstahl/ Spionage/ Selbstgesprächen...aber all das ist ein Rätsel, denn es wird irgendwie nichts davon zu Ende geführt oder miteinander verknüpft. Oder ich bin nur zu blöd, um es zu verstehen.

LG
B.

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#6

Beim Einkaufen

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 20.08.2006 20:37
von Krabü2 (gelöscht)
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Hallo sEweil,
mir hat die Geschichte ausnehmend gut gefallen, und etwas surreales kann ich darin nicht entdecken, auch keine Spionage.
Lilli ist für mich als Leserin die Tochter des sich uneinigen Paares. Sie wird bei alledem vergessen und beobachtet dann mit ihrer Puppe, mit der sie sich schließlich beschäftigen soll, die Menschen im Kaufhaus. Sie ist die einzige normale Menschin dort und hat das Beobachten gelernt, wohl, weil sie nix zu sagen hat zu Hause? Weil sich niemand wirklich um sie kümmert?
Jedenfalls ist sie ein aufgewecktes Kind, das viel wahrnimmt. Diese von Lilli beobachtete 'Dame' soll ja ihre ausgesuchten Pullis immer direkt in ihre Tasche stecken, seh ich das richtig? Also hat das Kind schon - ob der mangelnden Zuneigung evtl. - eine detektivische Spürnase. Die Art, wie Du Lilli ins 'Spiel' bringst, gefällt mir sehr gut. Vollkommen unaufdringlich, wie sie auch den Eltern ggb. zu sein hat, taucht sie auf und ab und sieht klar durch.
LG U.

Ja, Kinder sind die schlauesten, sogar auch die weisesten Menschen.

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#7

Beim Einkaufen

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 20.08.2006 20:41
von Gemini • Long Dong Silver | 3.094 Beiträge | 3130 Punkte

Zitat:

Kratzbürste schrieb am 20.08.2006 20:37 Uhr:
Diese von Lilli beobachtete 'Dame' soll ja ihre ausgesuchten Pullis immer direkt in ihre Tasche stecken,




Was?

Also ich glaube ich bin heute nich auf der Höhe...

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#8

Beim Einkaufen

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 20.08.2006 20:43
von Krabü2 (gelöscht)
avatar
Hier, Gem (okay, keine Pullis, aber):


Mittlerweile hatte sich die Dame schon einige Accessoires in ihre Tüte gepackt.

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#9

Beim Einkaufen

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 20.08.2006 22:07
von sEweil (gelöscht)
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Hallo Leute

Vielen, vielen Dank, dass ihr euch so damit beschäftigt.

Ich versuche Klarheit zu schaffen. Als Verfasser fehlt einem wohl immer die nötige Distanz, um die Situation besser bewerten zu können, denn vor dem geisten Auge spielt sich das alles bereits nach eigener Vorstellung ab.

Lilli ist die Tochter der Beiden und der eigentliche Protagonist dieser Geschichte.
So, wie du es darstellst Uschi, war es auch gemeint.
Der Wink auf die Schuhabteilung am Ende sollte klar stellen, wie die Drei zueinander stehen und dass sie sich ganz unabhängig voneinander im Kaufhaus bewegen die fehlende Nähe beschreiben. Die Eltern sind zu beschäftigt mit sich.

Lilli will nichts klauen, sie steht unter diesem Ständer und wird beim Stöbern der Frau von selbiger entdeckt. Diese Dame ist jene, die nicht ganz "gesund" ist. Vor allem ihre Kaufsucht, sobald etwas ermäßigt wurde, die vom Geschäftsführer rücksichtslos ausgenützt wird. So wollte ich das vermitteln. Ein wenig überspitzt, ein wenig humorvoll vielleicht.
Dieses "Kann sie uns sehen?" ist von Lilli und ihrem "Begleiter".
Das Wir sollte am Ende geklärt werden, als sie Mr. Flocke aus der Tasche zieht und mit ihm spricht - Noch ein Zukurzkommen Zwischenmenschlich - sie schafft sich einen "Partner".
Das Lilli nicht total rund tickt ist auch klar, aber als Kind ist es nicht so tragisch, sie schafft sich ihre eigene Welt und ist neugierig, weshalb sie auch dieser Frau folgt.

Wenn ein Mann mit einer Frau einkaufen geht, dann darfst du niemals verzeifelt/gelangweilt/genervt wirken. Das sollte jeder Mann wissen, denn sonst wird die gute Dame sehr gereizt. In diesem Fall ist die Dame aber auch in eine Falle getreten - das wäre ein Wink auf seinen Beruf gewesen: Einem Schauspieler sagt man nicht, dass er ein schlechter Schauspieler sei, aber umgangstechnisch rutscht einem das schonmal so raus.

Das Losstoßen wäre von diesem Tisch gewollt gewesen, aber ich denke das muss ich noch ändern, weil sie ja bereits davon abgelassen hat. (Merci fürs Aufzeigen. )

Diese rasche Auseinandersetzung mit meinem Text freut mich sehr. Es kommt nicht oft vor, dass soviele Leute sich sofort mit einer Kurzgeschichte auseinandersetzen. Vielen Dank, ihr seid super.

Wenn ich jetzt eine Frage übersehen habe schreit und rügt mich, ich werde sofort antworten.

Lg Thomas

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#10

Beim Einkaufen

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 20.08.2006 22:57
von kein Name angegeben • ( Gast )
Weißt du, warum ich ab und zu Schwierigkeiten hatte, dir zu folgen?
Es liegt wahrscheinlich daran, dass ich mit der Identifikation deiner "sie`s" und "er`s" nicht zurande kam.
Bsp.: Wer ist hier gemeint- Lilli oder die beobachtete Dame?

"Lilli zog vorsichtig an einem der Pullover um sich wieder zu verdecken.
„..statt der üblichen 4,99.“
Schallte es aus dem Lautsprecher und im Kopf der Dame.
Erst wandte sie sich vom Ständer ab,..."


Wenn die Namen öfter auftauchen würden, wäre es sicher verständlicher...für mich jedenfalls.

LG
B.

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#11

Beim Einkaufen

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 20.08.2006 23:33
von sEweil (gelöscht)
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In Ordnung, ist aufgenommen und werde nochmal über die sies und ers drüber gehen, danke.

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#12

Beim Einkaufen

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 21.08.2006 06:26
von Gemini • Long Dong Silver | 3.094 Beiträge | 3130 Punkte

Zitat:

sEweil schrieb am 20.08.2006 22:07 Uhr:

Diese rasche Auseinandersetzung mit meinem Text freut mich sehr. Es kommt nicht oft vor, dass soviele Leute sich sofort mit einer Kurzgeschichte auseinandersetzen.





Stimmt, manche werden gar nicht kommentiert.

Was dem Text allgemein fehlt, ist der Faden der den Leser durch die Geschichte führt. Deswegen ist es so verwirrend. Die Geschichte ist eher eine Gedankenstütze für den Autor, also ein grober entwurf.
Du solltest dir die einzelnen Menschen vor Augen halten und sehen was sie tun um dies dann zu beschreiben. Die Grundgeschichte ist hier, aber die einzelnen Abläufe musst du noch etwas besser herausarbeiten. Lies die Geschichte einmal mit unseren Augen, dann wirst du bemerken, dass man ihr nicht recht folgen kann.
Du hast oben geschrieben, dass du es genau vor deinem geistigen Auge siehst. Nun, wir haben diesen Vorteil nicht. Uns musst du in die Geschichte mitnehmen. An der Hand, wie ein verrücktes kleines Mädchen.

LG Gem

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#13

Beim Einkaufen

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 23.08.2006 09:20
von sEweil (gelöscht)
avatar
Hallo Gem.

Dass ich diese Geschichte nicht mit euren Augen lesen kann ist mir klar, das meinte ich oben, das geht nunmal nicht.
Diese raschen Szenenwechsel wollte ich haben. Dass dies nun etwas verwirrend wirkt kann sein. Ich denke, dass einiges wohl erst klar werden kann, wenn man es zu Ende gelesen hat und womöglich nochmal lesen müsste, was für einen roten Faden für Einmal oder Erstleser nicht förderlich ist.
Die Abläufe herausarbeiten, darüber werde ich nochmal drüber gehen, wie über die sies und ers, aber ansonsten sollte sie so stehen bleiben. Mehr Klarheit, gepaart mit dem was ich wollte, ist wohl dann nicht möglich, aber die Details kann man sicher noch verfeinern.

Lg Thomas

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