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#1

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in Mythologisches und Religiöses 11.07.2006 21:22
von Mattes | 1.141 Beiträge | 1141 Punkte
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Man kann uns're Götter nur hassen,
ihr Thron sei auf ewig verflucht!
Sie mussten die Sache vermasseln,
sie hielten das wohl für sehr klug,

den Menschen so werden zu lassen,
neurotisch, brutal und verrucht,
wie sich, doch was soll ich hier quasseln?
Es ist, wie es ist, schlimm genug.

Die Frühlingsgefühle verpassen
Geschöpfen, die sehr gut betucht,
Narzissmus und schon wieder prasseln
die Mieder. Wir wittern Betrug.

Der Dichter, ja, ist das zu fassen?
Der kommt nicht zu Pot, denn er sucht
die Pfeife, er will eine schnasseln,
vergisst dann das Leid Zug um Zug.

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#2

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in Mythologisches und Religiöses 11.07.2006 21:29
von Fabian Probst (gelöscht)
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geiles Ende!

Den Rest finde ich im Nachhinein als Vorbereitung nicht schlecht. Aber erst durch die letzte Strophe gefällt es mir als Ganzes.

Das Thema ist zwar für mich nicht nachvollziehbar (die Kategorie), aber hättest du es in "Lustiges" gestellt, dann wäre der Effekt flöten gegangen, weil man es dann erwartet hätte, dass am Ende sowas kommt.

lg,Fabian

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#3

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in Mythologisches und Religiöses 11.07.2006 22:07
von Wilhelm Pfusch • Administrator | 1.955 Beiträge | 1940 Punkte
Hallo Mattes,

mit diesem Gedicht kannst du mich nicht überzeugen. Ich unterstelle, du wolltest beinahe einen Verriss provozieren: Bittesehr

Bereits nach Lektüre des ersten Verses ist die Funktion des Titels als simple Abwandlung von "Abbild" klar.


Zitat:


Man kann uns're Götter nur hassen,
ihr Thron sei auf ewig verflucht!
Sie mussten die Sache vermasseln,
sie hielten das wohl für sehr klug,



Die Reimfetischisten könnten nach Lektüre der ersten Strophe wegen des unreinen Reimes hassen-vermasseln sofort stöhnen, müssen aber sofort verstummen, da dieser schnasselige Reim das gesamte Gedicht durchzieht. Leider ein Pluspunkt
Was ziehen wir aus der ersten Strophe? Schnodderigen Sarkasmus? Ein Schmunzeln des Dichters? Oder schmunzeln wir nicht eher selbst darüber, wie unbeholfen diese Strophe wirkt? Was bitteschön hat Vers 4 mit dem Rest der Strophe zu tun? Wer glaubt ernsthaft, der Dichter habe für Vers 4 länger als 5 Sekunden gebraucht ? (und das um um der Metrik willen das "sehr" einzufügen )

Wenden wir uns ächzend Strophe 2 zu:


Zitat:


den Menschen so werden zu lassen,
neurotisch, brutal und verrucht,
wie sich, doch was soll ich hier quasseln?
Es ist, wie es ist, schlimm genug.



Ja, das ist schon schön schlimm, wie die Götter solche Monster erschaffen konnten, die auch noch fähig sind ihre eigene Verdorbenheit zu erkennen, und, noch schlimmer, fähig sind, diese Erkenntnis in ein metrisches Toastbrot zu stecken, dass sie dann, selbstmitleidige Tränen nur so um sich spritzend, genüsslich fressen.


Zitat:


Es ist, wie es ist, schlimm genug.



In der Tat! Furchtbar!


Zitat:


Die Frühlingsgefühle verpassen
Geschöpfen, die sehr gut betucht,
Narzissmus und schon wieder prasseln
die Mieder. Wir wittern Betrug.



Ficken! Endlich kratzt dies Werk die Kurven....
So im geilen Rausch vergisst man auch schnell mal die Grammatik. Egal. Frühlingsgefühlsgeile Geschöpfe verpassen sich Tuche, aalen sich im Narzissmus, ziehen sich irgendwo zwischen den Versen aus und bügeln sich die Mieder so steif bis sie prasseln.

Wir wittern auch Betrug. Wo sind die Hardcore-Szenen?


Zitat:


Der Dichter, ja, ist das zu fassen?
Der kommt nicht zu Pot, denn er sucht
die Pfeife, er will eine schnasseln,
vergisst dann das Leid Zug um Zug.



Der Dichter, ja ist das zu fassen? Der kommt nicht zu Pot!

Zumindest isser ehrlich...aber gut, wer wird nicht ehrlich, wenn er sich Gras reinschnasselt...


Fazit: Ohn' dies Werk wäre die Welt verloren gewesen, aber jetzt ist sie gerettet!
Vielen Dank, dass ich dafür 25 Minuten meines kostbaren Dichterdaseins opfern dürfen musste

Echtes Fazit: Dieses Gedicht sagt vor allem eines eindeutig aus: Auch ein Mattes ist noch lange nicht zu dick für den Tümpel geworden. Er hat schließlich offenkundig immer noch genug Platz, seine Bahnen von ganz oben bis relatief weit unten zu ziehen


Edit: Das Gedicht wirkt irgendwie auch Muh-Q-esk

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#4

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in Mythologisches und Religiöses 12.07.2006 10:30
von Mattes | 1.141 Beiträge | 1141 Punkte

Zitat:

Wilhelm Pfusch schrieb am 11.07.2006 22:07 Uhr:
In der Tat! Furchtbar!



Majestät, ich kann verstehen,
wenn der Frust mal wieder frustet.
Doch es ist nicht einzusehen,
dass Ihr, weil es Euch gelustet
in den Threads spazier’n zu gehen,
mein Gedicht zertreten musstet.

Nennt man das Administrieren,
wenn Monarchen penetrieren?

Schaut, mein König, bei Gedichten
nicht auf sekundäre Male!
Wollt Ihr Frauen danach richten,
nach der Beckenbreite? Schmale
Hüften stehen doch mitnichten
für begrenzten Spaß im Tale.

Eure Schuld, wenn bei den Spielen
Freude fehlt. Wer soll ihn fühlen,

Euren Stachel, jenen kleinen,
den Ihr circa halbe Stunden
pieksen lasst? Sie hatte keinen
Höhepunkt? Nun, 5 Sekunden
mit Gewicht, das will ich meinen,
ließen jede Maya runden.

Also, will der Meister raten,
schiebt von unten Euren Braten

in die Röhre. Nicht von oben!
War das ernst gemeint im Faden?
Klar, dass Träume Euch zerstoben,
Ihr die Flinte nie geladen.
Soll das Werk den Meister loben, (*)
lasst es mich tun, Euer Gnaden!

Ihr dürft gern repräsentieren
und dann heimlich onanieren.


(*) aus: Friedrich Schiller – Die Glocke

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