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#1

Stille Tage

in Philosophisches und Grübeleien 08.07.2006 15:52
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte


    Stille Tage


    So war der Abschied besser, als die stillen Tage.
    Und wo der Bach durch satte Wiesen schweigt,
    sein Lächeln huldvoll zu den Weiden neigt,
    verwandelte das Ende unsre eitle Klage.

    Das Laute war vorbei, es blieb ein Sommersehnen,
    das leicht in unsren wirren Sinnen klang,
    sich engend um die volle Stunde schlang,
    die sich begann den blauen Rändern nach zu dehnen.

    Zuweilen denke ich an jenen Ort im Tal
    und fühle, dass er noch die Schulden trägt,
    die längst vergeben und uns doch geprägt.
    Ach, wär es still und leis, ein allerletztes Mal.




    © Margot S. Baumann




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#2

Stille Tage

in Philosophisches und Grübeleien 08.07.2006 17:01
von Knud_Knudsen • Mitglied | 994 Beiträge | 994 Punkte
Hi Marg,
Eine harmonische Klangmelodie, schöne Bildzeichnung.
Zum Inhalt:
Der Text beschreibt eine Trennung. Die unnatürliche Stille zwischen Lyr.I und lyr. Du gut gefasst in der Metapher „St1/Z2“. Die Protagonisten schweigen sich nur noch an.
St2 beschreibt die Situation der Beziehung. Sie ist am Ende, jeder will ausbrechen. Gut gefasst in St2/Z4.
Dann der doch wehmütige Nachklang, so wie die Vergangenheit die Realität oft verschönt.
Ein schöner Text, gern gelesen,
Gruss
Knud

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#3

Stille Tage

in Philosophisches und Grübeleien 09.07.2006 09:56
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Hi Knud

Ja, dir kann man halt nichts vormachen. Du hast den Inhalt klar erkannt. Ein Zustand, der sicher Einigen von uns (auch) bekannt ist.
Besten Dank für den Kommentar und freut mich natürlich, dass es dir gefällt.

Gruss zurück
Margot

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