http://www.E-LIEratum.de
#1

???

in Düsteres und Trübsinniges 14.06.2006 23:01
von kein Name angegeben • ( Gast )
?

Ich fand eine schwarzgefiederte Frau
Leise gurrend auf dem Boden
Die Flügel waren ihr ausgerissen
Der Blick ging starr nach oben

Nicht wissend was ich am Heben war
Hob ich sie natürlich auf
Und trug sie so weit ich nur konnte
So weit ist nicht fern genug!

Denn das Gurren der anderen lockte lauter
Ihre rotgeäderten Augen wuchsen nach hinten
Und platzten zum Schädel hinaus

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#2

???

in Düsteres und Trübsinniges 14.06.2006 23:27
von Maya (gelöscht)
avatar
tsss...reagiere doch erstmal auf die Kommentare zu Deinen letzten
Gedichten

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#3

???

in Düsteres und Trübsinniges 14.06.2006 23:46
von kein Name angegeben • ( Gast )
tsss...poste doch bitte nur, wenn Du etwas zu sagen hast.

Danke.

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#4

???

in Düsteres und Trübsinniges 15.06.2006 10:55
von sEweil | 654 Beiträge | 654 Punkte
Die Leute investieren ihre Zeit sich Gedanken über deine Arbeit zu machen. Das könntest du zumindest mit einer kurzen Antwort würdigen, vor allem dann, wenn jemand eine Frage an dich richtet.

Maya hat Recht, auch wenns nicht durch die Blume gesagt wurde.

Deine ungute Art und dein Nichtantworten hört sich für mich wie Hirnwichserei an der eigenen Schreibe an - da gibts viel bessere Orte wie .com - mehr gelesen, mehr kommentiert, mehr gewichst.

Schönen Tag noch

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#5

???

in Düsteres und Trübsinniges 15.06.2006 11:47
von GerateWohl • Mitglied | 2.015 Beiträge | 2015 Punkte
Hallo Jean,

hm, eine Frau, schwarzgefiedert wie ein Raabe, gurrend wie eine Taube, gerupft wie ein Huhn. Soweit so inkonsistent.
Am Schluss noch eine Mutation, die Augen platzen zum Hinterkopf heraus. Ist das jetzt schlecht für die Frau oder für das ich?
Was ich hier interpretieren könnte, dass ein Mensch, das Ich, sich einer Art "gefallenen Frau" annimmt und sich um sie kümmern will, sie aus dem Umfeld, das sie fertig gemacht hat herausbringen will, aber die üble Nachrede und die Verletzungen erreichen sie immernoch. Die am Hinterkopf herauswachsenden Augen kann man als Zeichen des Misstrauens oder Vertrauensverlustes interpretieren.
Traurige Geschichte.
Formal gefällt mir das Werk nicht so, weil es für meinen Geschmack etwas, na wie heißt das Wort- plakativ ist. Es hat so ein wenig diese Fantasieästetik, ohne sie wirklich zu zeichnen, sondern sie einfach aufzuzählen bzw. ein wenig inkonsistent zu zitieren. Nur ein Eindruck, aber der muss ja nicht richtig sein, aber ich bin vielleicht einfach gerade nicht in der Stimmung für so etwas.

Aber ein Titel wäre schon schön gewesen.

Grüße,
GerateWohl

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#6

???

in Düsteres und Trübsinniges 15.06.2006 14:57
von Don Carvalho • Mitglied | 1.880 Beiträge | 1880 Punkte
Hi JeanNoir,

ich habe einen ähnlichen Interpretationsansatz wie GW und sehe eine Beziehung zwischen den Protagonisten.

Ich fand eine schwarzgefiederte Frau
Leise gurrend auf dem Boden
Die Flügel waren ihr ausgerissen
Der Blick ging starr nach oben


Als das lyrIch dem lyrDu das erste Mal begegnet, liegt dieses zerstört am Boden. Das schwarze Gefieder sehe ich als Ausdruck der Trauer, über ihre letzte Beziehung ist sie offenbar noch nicht hinweggekommen. Die Flügel (der Liebe) sind herausgerissen und es scheint sich in einem Zustand der emotionalen Agonie zu befinden.


Nicht wissend was ich am Heben war
Hob ich sie natürlich auf
Und trug sie so weit ich nur konnte
So weit ist nicht fern genug!


Das lyrIch nimmt sich ihrer an, ohne zu wissen, worauf er sich letztlich einlässt - es wusste nicht, was es am Heben war und letzten Endes hat es sich sogar verhoben. Jedoch schien der Zustand der Frau dem lyrIch keine Wahl zu lassen, für ihn war es natürlich, ihr beizustehen. So versuchte er sie die Vergangenheit vergessen zu lassen, doch offenbar gelang es ihm trotz seiner Bemühen nicht, ihr ausreichend Sicherheit zu geben.


Denn das Gurren der anderen lockte lauter
Ihre rotgeäderten Augen wuchsen nach hinten
Und platzten zum Schädel hinaus


Denn anscheinend ist auch das lyrIch nicht das, was das lyrDu braucht, denn auch er hintergeht sie. Anderer Frauen Gurren lockte ihn und er wurde vom lyrDu erwischt, wie er sie hintergeht. Vermutlich, weil sie aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen besonders sensibiliert ist (die Augen sind ja noch immer rotgeädert), womöglich ist sie auch extrem eifersüchtig geworden und schnüffelt ihm hinterher - auf jeden Fall hat sie sogar "hinten" Augen und bemerkt daher seinen Fehltritt. und das gibt ihr dann wohl den Rest...

Ich vermute, ihre letzte Beziehung ist auch einem Seitensprung o.ä. zum Opfer gefallen, womöglich ist das lyrDu aber auch extrem eifersüchtig und ist am Niedergang seiner Beziehungen zu einem guten Teil selbst schuld. Beides würde passen, womöglich ist es auch eine Melange aus beidem...

Inhaltlich gefällt mir Dein Gedicht ganz gut, ich finde die Bilder auch nicht zu inkonsistent wie GW. Mit der Form hadere ich jedoch ein wenig, es fehlt mir irgendwie das gewisse etwas. Sorry, besser kann ich es nicht umschreiben. Der Titel missfällt mir allerdings, zumal ich mich frage, ob Du einfach noch keinen wusstest oder das Fragezeichen der Titel ist... irritiert bin ich vor allem, weil der Thread mit 3 Fragezeichen überschrieben ist, was vermuten lässt, dass es sich nicht um den Titel handelt. "?" als Titel gefällt mir auf jeden Fall nicht sonderlich.

Grüße,

Don

P.S. als Mod @sEweil, Maya und JeanNoir:
Bitte bleibt entspannt. Letztlich muss es JeanNoir selbst wissen, ob sie sich mit Kritiken auseinandersetzen möchte. Allerdings - da haben Maya und sEweil recht - ist damit zu rechnen, dass die Bereitschaft, sich mit Texten eines Users zu beschäftigen, nachlässt, wenn von diesem nichts zurückkommt. Aber das reguliert sich zumeist mit der Zeit in die eine oder andere Richtung von selbst...

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