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#1

Ode an Milvus

in Philosophisches und Grübeleien 21.04.2006 08:58
von Alcedo • Mitglied | 2.529 Beiträge | 2351 Punkte
----------Ode an Milvus


Flieg, wohin die Lüfte dich tragen, Weihe,
Schwebe weit und gable das Blau in Würde,
Weih mir schwereloses Befriedigtganzsein
-----------------------Mitten ins Träumen.

Stürz gezielt in wogende weiche Ährflut,
Heftig Beute greifend aus reifen Feldern –
Heb dich, Windspiel, wieder mit aller Leichte
-----------------------Schulternd das Lichtgold.

Unter Winkelschwingen aus tragend Breite,
Kann's nicht flieh'n, ergriffen in starken Fängen;
Müh'los halte, beidläufig stetig würgend,
-----------------------Hoch mir das Dunkel.
-------------------

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#2

Ode an Milvus

in Philosophisches und Grübeleien 21.04.2006 21:55
von Roderich (gelöscht)
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Hallo Alcedo,

ich gebe es unumwunden zu: Ich habe keinen Schimmer, wovon du sprichst.

Das beginnt schon beim Titel und zieht sich durch bis zur letzten Zeile. Irgendwas mit Fliegen, Befreiung, die letztlich nicht gelingt. Bin ratlos.

Die Sprache ist schön, nur an manchen Stellen zu sehr gebeugt. Ab der zweiten Strophe, um konkret zu sein. Mit "Heftig Beute" fängt es an und zieht sich durch bis zu den Ellisionen in Strophe 3. Das gefällt mir nicht so sehr, da der Anfang sehr stark und in dieser Hinsicht unbefleckt ist.

Nichtsdestotrotz habe ich dein Gedicht gern gelesen, auch wenn ich keine Ahnung habe, worum es geht. Aber das geht mir ja oft so, also habe ich kein Problem.

Grüße

Thomas

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#3

Ode an Milvus

in Philosophisches und Grübeleien 21.04.2006 22:23
von Alcedo • Mitglied | 2.529 Beiträge | 2351 Punkte

Zitat:

Roderich schrieb am 21.04.2006 21:55 Uhr:
ich gebe es unumwunden zu: Ich habe keinen Schimmer, wovon du sprichst.



schade, Thomas,
aber schön dass du trotzdem antwortest, ohne feedback weiß ich sonst nicht wies wirkt.

Milvus milvus ist der Besungene. auf Deutsch Roter Milan oder Gabelweihe genannt. Er ist diesen Monat aus seinem Winterquartier zurückgekehrt.
leider nicht sehr bekannt, aber für mich der schönste und erhabenste Segler in deutschen Landen.

Was die Ellisionen betrifft, ich kann ja auch die Apostrophe weglassen, dann stört es vielleicht weniger. ansonsten bin ich mit meinem Latein am Ende. möchte aber unbedingt die Sapphischen Strophen einhalten und bin offen für eventuell noch kommende Optimierungsvorschläge.

danke
Walter





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#4

Ode an Milvus

in Philosophisches und Grübeleien 22.04.2006 08:24
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte
Hallo Alcedo

Verstehen tue ich das Gedicht schon. Mir ist es im Allgemeinem etwas zu schwülstig und übertrieben. Auch diese zusammengesetzten Wörter wirken bei mir eher...
Befriedigtganzsein?
Winkelschwingen?

Es handelt sich hier eigentlich um die Jagd. Das Dunkel hochhalten ist der Tod der Beute. Schulternd das Lichtgold...ist eine Umschreibung für die Sonne. Naja, Geschmackssache.
Es ist für meine Begriffe etwas übertrieben, aber ich bin eher etwas zurückhaltend mit schweren Metaphern, vielleicht deswegen kein Maßstab.

LG Gem

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#5

Ode an Milvus

in Philosophisches und Grübeleien 22.04.2006 08:43
von Alcedo • Mitglied | 2.529 Beiträge | 2351 Punkte
hallo Gemini

langsam lerne ich deine Kommentare schätzen. das gab mir viel.
freut mich dass dus verstehst. etwas schwüstig darf es schon sein, als Ode.
aber übertrieben sollte es natürlich nicht wirken.
die Winkelschwingen sind realistische Beschreibung, dicht an der Wirklichkeit - damit hab ich kein Problem. bei dem Befriedigtganzsein musste ich lange mit mir ringen, es so stehen zu lassen und bin mir immer noch unsicher ob seiner Wirkung.

merci und Gruß
Alcedo

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