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#1

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in Düsteres und Trübsinniges 15.03.2006 15:47
von Roderich (gelöscht)
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Dieses Gedicht
ist nichts Besonderes,
handelt es doch bloß
von mir.

Von meiner Furcht
davor, dass mein Blut
nicht von meiner undichten Haut
umfasst werden kann.

Von meiner Schlaflosigkeit
in kalten, klaren Nächten,
wenn ich auf Wanderung gehe
in mein Gedankengrab.

Von euren Händen,
die, zu Fäusten geballt,
mir Nähe und Wärme spenden,
Schlag für Schlag.

Nur von mir
und meiner winzigen Rolle,
die ich in diesem Leben
für euch spiele.

Dieses Gedicht
ist nichts Besonderes,
von Bedeutung nur für
die Hinterbliebenen.


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#2

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in Düsteres und Trübsinniges 15.03.2006 17:37
von Joame Plebis | 3.479 Beiträge | 3363 Punkte
Wir alle sind winzig, wir alle sind klein,
doch sollten wir auch erkennen,
das Kleinste kann Größtem sehr wesentlich sein,
unmöglich, es von ihm zu trennen.

Sehr oft ist das Winzigste wichtig und groß,
was flüchtig kaum zu ersehen,
ein jedes der Worte, es könnte famos
an Stelle des anderen stehen.

Mit Gruß
Joame

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#3

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in Düsteres und Trübsinniges 16.03.2006 10:48
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte

Zitat:

Joame Plebis schrieb am 15.03.2006 17:37 Uhr:
Sehr oft ist das Winzigste wichtig und groß




Na hör mal...

Hallo Rod

Es liest sich wie ein Abschiedsbrief. Die Stelle mit den Schlägen, finde ich gut.
Dein Lyri wird geknechtet, bis es vergeht. Das Gedicht erklärt sich von selbst. Da braucht man nicht viel zu interpretieren.
So geht es wohl uns allen. Jeder für sich.

LG Gem

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#4

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in Düsteres und Trübsinniges 17.03.2006 15:34
von Roderich (gelöscht)
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Hallo,

danke euch beiden für eure Rückmeldung!

Gem, jetzt bleib mal locker bezüglich Joames Aussage - er hat das doch auf Österreich bezogen!

Es freut mich, wenn dir meine Zeilen, die nichts Besonderes sind, gefallen haben. Ja, die Interpretation liegt klar auf der Hand. Es muss nicht immer alles bis zur Unkenntlichkeit verschlüsselt sein, wie ich finde. Gerade das Leiden stellt man lieber unverblümt und direkt dar, da man ansonsten leicht die Kitschgrenze überschreitet. So sehe ich das zumindest.

@ Joame: Ich stimme dir zu, wenn du meinst, dass auch der Kleinste für den anderen groß sein kann. Nur bedauerlicherweise weiß das mein lyr. Ich nicht. Eigentlich schade.

Viele Grüße

Thomas

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#5

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in Düsteres und Trübsinniges 18.03.2006 00:06
von Joame Plebis | 3.479 Beiträge | 3363 Punkte
Hallo Thomas!

Und ich dachte schon, Dich trösten Du müssen und reimte für Dich, weil ich eine depressive Phase vermutete.
Nur Gut, wenn es nicht so ist!

Es grüßt
Joame


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#6

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in Düsteres und Trübsinniges 18.03.2006 01:02
von Roderich (gelöscht)
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Hallo Joame,

danke fürs Aufmuntern versuchen, aber das ist ehrlich nicht nötig. Grundsätzlich habe Reime aber schon was Stimmungshebendes an sich.

Grüße

Thomas

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#7

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in Düsteres und Trübsinniges 18.03.2006 08:00
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte

Zitat:

Roderich schrieb am 17.03.2006 15:34 Uhr:
Es muss nicht immer alles bis zur Unkenntlichkeit verschlüsselt sein, wie ich finde. Gerade das Leiden stellt man lieber unverblümt und direkt dar, da man ansonsten leicht die Kitschgrenze überschreitet. So sehe ich das zumindest.




...und damit hast du vollkommen Recht.

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