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#1

Im Mond

in Düsteres und Trübsinniges 28.12.2005 22:43
von Loki (gelöscht)
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Im Mond

Im Mond, da seh ich Tränendecken,
Die blaugetränkt im Weltall schallen.
Gleich meinen Zeilen, die in Flecken
Auf mein Papier so blau zerfallen.

Im Mondlicht seh ich Federschwingen,
die weißgezuckt im Weltall tanzen.
Gleich meinem Wort, das im Gelingen
Es schafft die Blätter zu zerfranzen.

Im Mondglanz ist ein altes Schweigen,
das graugefärbt im Weltall liegt.
Gleich stillen Stradivari-Geigen,
die klangerfüllt der Meister biegt.

Im Mond, da ist ein fernes Klagen,
Das schwarzgemalt im Weltall schwebt.
Gleich trauten, längst erzählten Sagen,
die jeder kennt, doch nicht erlebt.

© A. Funk

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#2

Im Mond

in Düsteres und Trübsinniges 28.12.2005 23:19
von GerateWohl • Mitglied | 2.015 Beiträge | 2015 Punkte
Hallo Loki,

auf die Schnelle einpaar X-e. Ich habe in Deinem reinen Jambus in der ersten Strophe einen kleinen Holperer gefunden, der mein Genuss beim Lesen etwas schmälerte.

xXxXxXxXx
xXxXxXxXx
xXxXxXxXx
xXxXxXXx da ist was faul

xXxXxXxXx
xXxXxXxXx
xXxXxXxXx
xXxXxXxXx

xXxXxXxXx
xXxXxXxX
xXxXxXxXx
xXxXxXxX

xXxXxXxXx
xXxXxXxX
xXxXxXxXx
xXxXxXxX

In der ersten Strophe muss ich auch sagen, dass ich mit schallenden Tränendecken als Bild nicht sehr viel anfangen kann.
In der zweiten Strophe frage ich mich, was ist weißgezuckt? Wenn es eigentlich weißgezuckert bedeuten soll, finde ich den Begriff leider nicht gut gewählt.
Auch die in der dritten Strophe gebogenen Stradivari-Geigen materialisieren sich nicht vor meinen Augen. Auch das schwarzgemalte Klagen sehe ich nicht so recht.
Alles zusammen hab ich hier ein klares Problem mit Deiner Bildsprache. Es erscheint hier und da dem Reim geschuldet und funktioniert für mich diesmal leider nicht.

Lieben Gruß
GerateWohl

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#3

Im Mond

in Düsteres und Trübsinniges 24.01.2006 18:02
von Loki (gelöscht)
avatar
alles in allem sehr schade, dass sich die bilder dir nicht zeigen. kann nicht immer klappen. die 4. zeile der ersten strophe habe ich editiert.

bei schallenden tränendecken habe ich versucht das optische mit dem akustischen zu verbinden. da im weltraum vakuum herrscht, gibt es ja kein schall. also ist für mich das licht der blauen flecken im mond wie schall für die augen.

weißgezuckt passt für mich sehr gut als adjektiv für blitze oder auch für dieses mysteriöse scheinen, das den mond umgibt. das zucken wirkt vieleicht in diesem zusammenhang fremdartig, aber mir hats gefallen.

liebe grüße, euer zurückkehrender Loki

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