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#1

einsame Lichter

in Philosophisches und Grübeleien 08.06.2005 14:55
von Loki (gelöscht)
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einsame Lichter

verrauchte Stube
dumpfe, pochende Blicke
schrille, reißende Rufe
einsame Lichter

verschüttete Grube
dunkle, packende Stricke
steile, beißende Stufen
eiternde Dichter

© A. Funk

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#2

einsame Lichter

in Philosophisches und Grübeleien 11.06.2005 23:35
von Richard III | 865 Beiträge | 865 Punkte
Mlähä?
Damit kann ich nichts anfangen. Die erste strophe erinnert an eine Kneipe mit einsamen Gestalten.
Die Grube der 2. jedoch an Massengräber oder an etwas Auswegsloses, die Stricke an Selbstmordgedanken oder auch an etwas, dass einen festhalten will, die steilen beißenden Stufen sind mir zu abstrakt: Steil deutet auf Schwierigkeiten beim Vorwertskommen hin, aber beißend? Mich hat noch nie ne Stufe gebissen, hm...
Eiternde Dichter? Kranke Dichter mit Beulenpest und Geschwüren? Oder etwa, der Dichter, der ständig etwas absondern will, ob andere hören wollen oder nicht?

Hmmhm... Ich kann die Stücke nicht wirklich zusammenfügen, aber ich mach mir nochn paar Gedanken.

Gruß
Richard

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#3

einsame Lichter

in Philosophisches und Grübeleien 12.06.2005 17:51
von Loki (gelöscht)
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also, ich finde das alles, was du hier schilderst durchaus zusammenfügbar und finde nicht, dass du nichts damit anfangen konntest. danke

Loki

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#4

RE: einsame Lichter

in Philosophisches und Grübeleien 04.08.2012 20:29
von Joame Plebis | 3.475 Beiträge | 3363 Punkte

Der Beitrag liegt schon lange zurück.
Sieben Jahre! Sie steht wirklich nicht, diese uns verzehrende Zeit.

Kein besonderes Gedicht, kein Schönes. Nur hat der Autor schon geschrieben
die verschüttete Grube.
Eine knappeste Beschreibung de Umfeldes, dann ein Unfall im Bergwerk und der Rettungsversuch.
Wie sollte eine so geraffte Beschreibung, schon gar nicht wenn sie nicht besonder gut ist,
literarische Gefühle, einen Lesegenuß hervorrufen. Lesegenuß ist es, was sich der Großteil der Leser wünscht.
Damit sind nicht die lesenden Schreiber, die gerne grübeln gemeint, die Freude am Experimentieren haben,
jene, die vom Alltag abschalten möchten, denen die Schönheit der Sprache Freude bereitet und sich besinnlich guter Literatur widmen wollen. Ob sie mit diesem Werk Freude hätten, bezweifle ich. Auch jetzt noch nach sieben Jahren.

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#5

RE: einsame Lichter

in Philosophisches und Grübeleien 05.08.2012 14:50
von salz | 138 Beiträge | 107 Punkte

Nach sieben Jahren noch hinterhertreten, dann muß an dem Text etwas dran sein.

Also mir gefällt der Text, weil die Situation des Eingeschlossenseins mit den inneren Stimmen beschrieben wird.
Die beißenden Stufen verstehe ich als Hohn eines nicht gelingenden dichterischen Höhenflugs. Der Dichter reagiert autoaggressiv, beißt sich sozusagen selber in den Bauch und kann nicht mehr weiter und schließlich fließt Eiter..

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#6

RE: einsame Lichter

in Philosophisches und Grübeleien 05.08.2012 16:57
von Joame Plebis | 3.475 Beiträge | 3363 Punkte

Guten Tag, Salz!

Auch wenn etwas an diesem Text ist, als schön und erbaulich würde ich ihn dennoch nicht bezeichnen. Wer stellt sich schon gerne ein Grubenunglück vor, empfindet womöglich nach.

Es war reiner Zufall, daß ich diesen Text gestern zu Gesicht bekam, wunderte mich dabei, wie die Kommentare lauteten.

Gruß
Joame

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