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#1

Tugendkämpfe

in Philosophisches und Grübeleien 06.02.2005 14:43
von Genesis (gelöscht)
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Tugendkämpfe


Ich lehre Schrieb und Wort
Und führe Meilen fort.
Ich mehre Weltensicht
Und schüre Wissensgicht.

Ich bin was euch benetzt,
Was den Verstand verhetzt.

Prägt dein Sein sie allein?
Sieh nur meinen Hain.
Trägt der Ängste Tiefen,
Die in ihnen schliefen.

Liebe zieht durch Räume,
Öffnet tiefe Träume.

Mein Wort entspringt Vernunft.
Hinfort der Herzzukunft.
Mein Hort birgt Denkerzunft.

Den Geistern falscher Welt,
Fiel schon so mancher Held.

Sphären mach ich, Schöpfer.
Liebet euren Töpfer,
Liebesschelm und Köpfer.

Mut- und Wahrheitshelden,
Nur Glauben kann entgelten.


Geister durch uns nachtraktiert,
Freiheit von uns durchdiktiert
Und weiterhin als Spiel signiert.




Edit: Der Absatz zwischen Strophe 3 und Strophe 4 hat gefehlt.

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#2

Tugendkämpfe

in Philosophisches und Grübeleien 07.02.2005 03:31
von Arno Boldt | 2.759 Beiträge | 2758 Punkte
hallo genesis.

nur ne kurze frage zu so früher stunde...
bzgl:

Zitat:

Mein Wort entspringt Vernunft



meinst du damit:

meinem wort entspringt vernunft
oder
mein wort entspringt der vernunft?

falls letzteres, dann mag das fehlen des artikels der grund meines wirrens sein.

grüße.
arno.

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#3

Tugendkämpfe

in Philosophisches und Grübeleien 07.02.2005 12:15
von Wilhelm Pfusch • Administrator | 1.991 Beiträge | 2011 Punkte
Hier mein Wort entspringt der Vernunft, ganz sicher; meinem kann man hier weder inhaltlich noch sprachlich verträglich herauslesen.
Was mir auffält ist die letzte Strophe, ich finde die passt durch die Fremdwörter nicht zum Ganzen, es sei denn die Thematik Denken/Vernunft und die durchaus erkennbare Überzeugtheit des lyr. Ich von sich selbst gipfelt mit ihnen.
Vor allem in Strophe 6 kommt meiner Meinung nach durch den Reim Schöpfer, Töpfer, Köpfer ein eher komisches Element herein, da es auf mich arg dem Reim geschuldet wirkt. Es sei denn er wurde absichtlich eingebaut um hier vielleicht ein der Dichtung gegenüber sarkastisches Element einzuschieben, bzw vieleicht is das sogar das komplette Thema, es kommt ja "Worte aus Vernunft", Erschaffen von Sphären und eben Strophe 6 vor.
Wenn dies nicht die Thematik ist, dann hat mir dein Sonett entschieden besser gefallen Genesis

Grüßle nach Senden

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#4

Tugendkämpfe

in Philosophisches und Grübeleien 07.02.2005 15:57
von Arno Boldt | 2.759 Beiträge | 2758 Punkte
auffällig ist ja der größere abstand der letzten strophe.
es könnte also die letzte folge sein... mit zeitlichem abstand.. da könnte man auch die fremdwörter reinquetschen.. da erhöhte geistige höhen erreicht sind..--> erwachsen werden

grüße.
arno.

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#5

Tugendkämpfe

in Philosophisches und Grübeleien 07.02.2005 16:35
von Genesis (gelöscht)
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Das was du hier anklingen lässt Wilhelm zielt absolut in die richtige Richtung, nur bezieht sich das Gedicht auf zwei Arten von Lyrik. Strophe 1, 2, 5 und 6 muss man als einheitlich betrachten, sowie 2, 3, 7 und 8. Den Sarkasmus den du in Strophe 7 (ehemalig 6) anmerkst, kann als Stellungnahme gegen die lyrische Ausrichtung der Strophen 2, 3, 7 und 8 gewertet werden.

Die letzte Strophe spiegelt wahrlich eine Folge wieder, es ist jedoch für mich eher ein Übereinkunft, beiderlei oben erwähnten lyrischen Richtungen.

Ich bedank mich für die Auseinandersetzung. Doch jetzt muss ich erstmal weiter den Keller streichen.

Thx & mfG GenEsis

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