#1

Ein Stern vertreibt den Mond

in Liebe und Leidenschaft 01.12.2009 08:23
von gheggrun | 377 Beiträge | 377 Punkte

Ein Stern vertreibt den Mond.............Zv'jezda tjera mjeseca

Ein Stern vertreibt vom Himmel.........Zv'jezda tjera mjeseca
den Mond bis hinter den Berg,............za goru ga otjera,
wo im See sein Schein sich kringelt.....za goricom vodica,
und's Gesicht der Jungfrau verklärt,.....na vodici curica
die der Ritterheld anhimmelt..............b'jelo lica umiva.

«Reich einen Abschiedstrunk mir........«Daj mi malo vodice
mit den zärtlichen Händchen!»............iz te b'jele ručice!»
«Nicht einen Tropfen geb' ich dir,.......«Ne dam, dragi, ni kapi,
wegen des gestrigen Ständchens.........nek' ti duša iskapi,
vor ihrer Kemenatentür.................... zbog sinoćnje besjede!

und der roten Äpfelchen.....................Zbog sinoćnje besjede
Die Seele verdorre dir!.......................i rumene jabuke.
Mir bietest du Frühwelke hier..............Drugoj daješ rumene,
Ihr ließest du die Rotbäckchen.............meni mladoj uvehle,
Geh' fort, verdurste doch bei ihr!»........uvehla ti duša ta!

Sevdalinka, frei nach dem bosn.Volkslied: «Zvjezda tjera meseca»
Sprich: „z“= stimmhaft „s“ ; „c“=“z“ ; „č“=“tsch",wie Tschau; “ć“=“dch", wie Mädchen


Hastanirwana
GHEG
zuletzt bearbeitet 01.12.2009 08:50 | nach oben

#2

RE: Ein Stern vertreibt den Mond

in Liebe und Leidenschaft 01.12.2009 21:51
von perry • Mitglied | 1.417 Beiträge | 1417 Punkte

Hallo gheggrun,
da ich den Originaltext nicht lesen kann, kann ich den Eigenbeitrag in deinen Zeilen leider nicht bewerten.
Eine Geschichte von Liebe und Hass wie mir scheint, in gefällige Bilder verpackt.
LG
Perryl

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#3

RE: Ein Stern vertreibt den Mond

in Liebe und Leidenschaft 02.12.2009 14:16
von gheggrun | 377 Beiträge | 377 Punkte

Hallöchen. perry!
Nicht Hass, sondern Eifersucht, Enttäuschung, vllt. Neid,
gekränkte Eitelkeit sind Gründe für den Fluch: "Die Seele
soll dir verdorren (welken, wie die welken Äpfelchen, die
der sich Verabschiedende noch anbieten kann)."
Wie schwierig es ist einen Text in Gedichtform zu übersetzen
merkt man erst, wenn man es versucht.
Dann kommt einem die Muttersprache manchmal recht
sperrig vor.
Zufrieden bin ich nicht, weil ich glaube den "Sevda"-geist
nicht genügend transportiert zu haben.
Versuch mal zu lesen, indem du die "Z" wie stimmhaftes "S"
aussprichst und das "C" wie unser "Z". Die 1. Strophe müßte
dir dann ohne Schwierigkeit gelingen.


Hastanirwana
GHEG
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