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#1

kondensstreifen

in Gesellschaft 02.06.2010 16:44
von perry • Mitglied | 834 Beiträge

und weiter braust sturm übers land,
entreißt uns aus geborgenem.
irgendwann ist nichts mehr übrig,
nur noch leeres beugt sich im wind.

während motoren weiter dröhnen,
springen wir ab hinter den linien,
bringen den tod ins fruchtbare
und wollten doch selbst nur keimen.

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#2

RE: kondensstreifen

in Gesellschaft 10.06.2010 20:25
von Rainek Radar | 309 Beiträge

ola perry;

der zweite vers gefällt mir;

wobei ich dazusagen muß daß ich persönlich mit der letzten zeile der zweiten strophe nicht sonderlich glücklich wäre, weil sie ein bißchen ins lapidare abgleitet;
die ersten beiden zeilen sind dafür echt nicht von schlechten eltern, einen schöneren unaufdringlicheren reim habe ich schon lange nicht mehr gelesen;


auch der einstiegssatz ist stark; vielleicht könntest du mit einem enjabement in der zweiten zeile diesen ersten starken satz verstärken?

denkanstoß (ggf zu vernachlässigen):

und weiter braust sturm übers land,
entreißt uns geborgen
ist irgendwann nichts mehr
nur noch leer
gebeugtes im wind
.

während motoren weiter dröhnen,
springen wir ab hinter den linien
bringen den tod in fruchtbaren hainen
wollten wir keimen doch
nirgends
ein silberstreifen am horizont


verzeih mir meine expiremimentierfreudigkeit, ich hoffe trotzdem, sie hat meine kritikpunkte und mein gefallen am text verdeutlicht;

mfg
rainek

zuletzt bearbeitet 10.06.2010 20:32 | nach oben scrollen

#3

RE: kondensstreifen

in Gesellschaft 11.06.2010 17:39
von perry • Mitglied | 834 Beiträge

Hallo Rainek,
freut mich, dass dich meine Bilder ansprechen und zu eigenen Gedanken anregen konnten.
Bei so stark verdichteten Bildern ist es schwierig Änderungen einfließen zu lassen.
Die gedrückte und verdichtete Stimmung wird hier u.a. durch die Substantivierung von Adjektiven erreicht (geborgenem, leerem, fruchtbare) erreicht, die durch deinen Vorschlag leider verloren geht.
Was die letzte Zeile anbelangt, steckt in ihr die eigentliche Aussage des Textes, die lautet: Krieg macht Menschen zu Mörderm, die selbst nur in Frieden leben wollten.
Trotzdem danke für dein Experimentieren, das mich immerhin zum nochmaligen Durchdenken meiner Intention veranlasst hat.
LG
Perry

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