nun schleiche ich schon einige male um deine zwischenwelt-überschreitung herum, ohne sie recht zu fassen zu bekommen, liebe phlox.
immer, wenn ich meine, ums eck lugen und sie so beäugen zu können, taucht sie irgendwo ganz anders, hinter mir auf, wo ich keine augen habe. auch mein verstand und alles angelernte und antrainierte helfen mir nicht weiter, sodass ich mich einfach auf mein gefühl einlasse, das mit den empfindungen, die zwischen den zeilen schlummern, kontakt herzustellen sucht.
bei mir macht sich da trotz oder wegen aller grenzüberschreitungs- , überwachungs- und kontrollversuche (die ich vor allem als streben nach erkenntnis, suche nach regelhaftig- und zuordenbarkeit... deute) , ein ohnmachtsgefühl breit: das leben als spiel irgendeiner macht (gott, schicksal...?), die die karten verteilt und nur einen engen aktionsradius ("ein wenig herumschieben") zulässt...
der Spiegel, der je nach lichteinfall verschiedene realitäten widergibt, die ja von vorherein "verkehrtherum" (spiegelverkehrt) sind, ein unvollkommenes instrument der erkenntnis, aber wohl das beste das wir derzeit haben???
Soweit ein paar gefühlte eindrücke von mir, einzelnen versen über den verstand auf den grund zu kommen (hindurch zu sehen und zu erkennen) vermag ich nicht, aber genau davon scheint ja die ganze zeit die rede zu sein? worin liegt nun die "überschreitung", in der erkenntnis: "ich weiß, dass ich nichts weiß." ???
liebe grüße, salome