Natuerlich verweist schon der Titel auf die Zerbrechlichkeit, aber auch auf die Klarheit einer unverkennbaren, offenen Persoenlichkeit hin. Das Eigenschaftliche der Wortsymbiose wird im Sonett deutlich belegt. Insofern
ein zutreffender Titel.
Eine Liebe, abgekuehlt, doch es gibt sie noch.
Im Gedicht zeichnet sich ein Prozess einer introvertierten ( also einer nach innen verlagerten), wie ... ausgewanderten
Liebe ab.
Ein wenig nostalgisches Bedauern, ja melancholische Zuege , klingt ( klingen) an.
Den Glasblaeser in einen Vergleich zu einem geliebten Menschen zu ziehen bezeichnet zugleich einen...
bestimmenden Macher, der sein Objekt nach seinem Willen formt. Ich weiss nicht, ob das auch fuer die lamentierende Protagonistin und ihren Geliebten Geltung behalten soll.
Die Gefuehlszustaende sind gut in die Gestaltungsbilder des Glasblasens uebersetzt, und lassen sich 1: 1 leicht
zurueck uebersetzen.
Ich weiss, dass in der Glasblaeserei viel Kitsch produziert wird. Dieses Sonett kommt leicht und poetisch daher und liest sich leicht mit Anteilnahme. Fuer mich atmet es etwas aus der Zeit der Verklaerung, Mitte des 19.Jahrhundert. Ein vertraeumter Text, gleichsam wie ein schon lange verloren geglaubter, den man eines Tages
ueberraschend inmitten eines nicht zuende gelesenen Buches wiederfindet. Und so liest jemand eher das Sonett, als das Buch zuende.
Liebe Gruesse
von otto.