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#1

Cello

in Natur 05.10.2011 16:47
von otto | 411 Beiträge

Es drohen scharfe schnitte
vom messerwind
der quitte,
dem sauren herbstekind.

Verklungen letzte lieder,
als hörtest du
nie wieder,
den sommernächten zu.

Verschlafen tiefe träume
aus zärtlichkeit,
die schäume
der leergefegten zeit.

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#2

RE: Cello

in Natur 05.10.2011 17:33
von pistacia vera | 448 Beiträge

Lieber Otto,
ich bewundere Quitten, denn sie halten dem Sturmwind stand und selbst der größten Eiseskälte, sind in roher Form nicht genießbar, sondern nur in edler Aufbereitung. - Wenn sie sich doch einmal fallen lassen und ihrem Baum "entsagen", habe ich stets den Eindruck, sie machten dies mit Vorsatz und absolut freiwillig.
Manchmal erklingt dann ein sattes "Plop", das ebenso einem Cello entweichen könnte ...
Grüßle
pista


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#3

RE: Cello

in Natur 06.10.2011 20:15
von MarleneM • ( Gast )
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ein schnes, melancholisches Herbtsgedicht, wo die Quitte als symbol für den menschen steht.
Etwas sauer schon, bitter villeicht sogar im Herbst des Lebens. Und doch bleibt die Hoffnung, die Zärtlichkeit nur zu weben vermag, die alles andere überwindet.
Gefällt mir sehr gut.
LG von Monika

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