#1

Fragen

in Philosophisches und Grübeleien 15.08.2012 01:26
von der.hannes | 1.768 Beiträge | 1750 Punkte

Fragen

Was ist der Tod?
Das Ende des Lebens
Was ist das Leben?
Ein Ungleichgewicht im Fließen
Was ist das Fließen?
Der Verlust von Substanz
der Gewinn von Energie
das Ausströmen von Impuls
das Einbringen neuer Moleküle

Nein, nicht allein

Das Entwickeln immer neuer Gedanken
in immer neuen Gräben und Höhlen
durchrauscht von Bildern
Fluten von verrechneten Sinneseindrücken

Helle im Dunkel, lichtrot
Lachen in blutbunten Hälsen in Grauwindungen
fixiert für den Augenblick, Tastmomente
im Feuern der Neuronen
Geruch von Mohnkuchen und das Rutschen
von Vogelkot über bloße Haut

Auch, auch, und doch

mäandern Gefühle, kontrastieren vier Temperamente
das Warten auf den Wärmetod des
thermodynamischen Gleichgewichts
in weiter Zukunft und Verwundern
über Höhlen voller Mammute
und Jägerspeere

zucken durch den Feuerschein
der Stolz der Entdeckung
und des Selbstgeborenen
Einbettungsrituale des
ersten und des letzten Schmerzes in
der neugeborenen und der verstorbenen

Liebe und der Tod
ist das Gegenteil

zuletzt bearbeitet 19.08.2012 20:57 | nach oben

#2

RE: Fragen

in Philosophisches und Grübeleien 18.08.2012 10:49
von Kokoschanell (gelöscht)
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hi hannes,

antithetisch- eine entwicklung von fragen, die nicht aufhören wollen.
zu defnieren , was ist leben, was ist tod. dahinter steht, was ist der sinn des lebens.
starke wortzusammenstellungen:
verrechnete sinneseindrücke- da zieht einer bilanz
tastmomente- da kommt das emotionale
ich find's klasse .
allerdings kommt mir der bezug zur liebe und tod etwas überraschend.
ich würde es weglassen und einfach mit dem letzten vers enden.
nur ein subjektiver tipp.
ansonsten daumen hoch von koko

zuletzt bearbeitet 18.08.2012 10:51 | nach oben

#3

RE: Fragen

in Philosophisches und Grübeleien 18.08.2012 20:43
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte

Interressantes zerstückeltes Essay. EIn Gedicht ist das nicht Hannes.

LG

Gem


[i]Über mich erzählten sie endlose Schrecklichkeiten und Lügen, dass einem schier die Phantasie platzen wollte. Offenbar stärkte es sie innerlich, derart über mich herzuziehen, es brachte ihnen Gott weiß welche Art Mut, den sie brauchten, um immer erbarmungsloser zu werden, widerstandsfähiger und regelrecht bösartig, um durchzuhalten, um zu überstehen. Und auf diese Weise schlecht zu reden, zu verleumden, zu verachten, zu bedrohen, das tat ihnen ganz offenbar gut.

L.F Celine[/i]

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#4

RE: Fragen

in Philosophisches und Grübeleien 19.08.2012 21:01
von der.hannes | 1.768 Beiträge | 1750 Punkte

Liebe Koko,

"in der neugeborenen und der verstorbenen Liebe

und der Tod ist das Gegenteil"

kann ich unmöglich weglassen, das ist der Anlass zu dem ganzen Text.

Aber trotzdem danke!

es grüßt

der.hannes

zuletzt bearbeitet 19.08.2012 21:02 | nach oben

#5

RE: Fragen

in Philosophisches und Grübeleien 19.08.2012 21:04
von der.hannes | 1.768 Beiträge | 1750 Punkte

Hallo gem,

ein Grenzfall, gebe ich zu. Wenn es fast nur vollständige Sätze wären, wäre es kein Prosagedicht. So aber?!?

es grüßt
der.hannes

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#6

RE: Fragen

in Philosophisches und Grübeleien 19.08.2012 22:11
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte

Erst ab der Mitte findest du die Spur finde ich und dann legt es los. Tut mir leid mein Lieber. Es ist ein Mischmasch. Also entweder Essay oder Gedicht, oder du "Strophst" es 2 mal und änderst es strukturell.

LG

Gem


[i]Über mich erzählten sie endlose Schrecklichkeiten und Lügen, dass einem schier die Phantasie platzen wollte. Offenbar stärkte es sie innerlich, derart über mich herzuziehen, es brachte ihnen Gott weiß welche Art Mut, den sie brauchten, um immer erbarmungsloser zu werden, widerstandsfähiger und regelrecht bösartig, um durchzuhalten, um zu überstehen. Und auf diese Weise schlecht zu reden, zu verleumden, zu verachten, zu bedrohen, das tat ihnen ganz offenbar gut.

L.F Celine[/i]

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#7

RE: Fragen

in Philosophisches und Grübeleien 22.08.2012 18:09
von der.hannes | 1.768 Beiträge | 1750 Punkte

Hallo Gem,

ein Essay ist es erst recht nicht. Das müsste _ganz_ anders aussehen. Über die Frage "Was ist ein Gedicht" läßt sich trefflich streiten. Ich bezweifle aber, dass bei 10 Diskussionsteilnehmern weniger als neu verschiedene Definitionen herauskommen. Warum es für mich keine Kurzprosa ist, habe ich ja schon gesagt: Es handelt sich größtenteils nicht um Sätze. Als zweites Kriterium für Gedicht: Der Zeilenumbruch ist wichtig, wie auch die Gliederung in Strophen. Metaphern und Bilder sind hier bedeutsam, weit mehr als in Prosa.

Mischmasch? Sehe ich nicht.

es grüßt
der.hannes

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#8

RE: Fragen

in Philosophisches und Grübeleien 22.08.2012 21:22
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte

Gott! Bist du empfindlich wenn man dich kritisiert. Ich antworte dir unter meinem Gedicht nicht mehr, sonst gibt es bei mir heute wieder Suppe.

Gem


[i]Über mich erzählten sie endlose Schrecklichkeiten und Lügen, dass einem schier die Phantasie platzen wollte. Offenbar stärkte es sie innerlich, derart über mich herzuziehen, es brachte ihnen Gott weiß welche Art Mut, den sie brauchten, um immer erbarmungsloser zu werden, widerstandsfähiger und regelrecht bösartig, um durchzuhalten, um zu überstehen. Und auf diese Weise schlecht zu reden, zu verleumden, zu verachten, zu bedrohen, das tat ihnen ganz offenbar gut.

L.F Celine[/i]

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