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#1

Verwoben verworren

in Philosophisches und Grübeleien 26.02.2014 01:19
von Wilhelm Pfusch • Administrator | 1.991 Beiträge | 2011 Punkte

Von all den Wegen, die mich ergreifen sollten,
ist da nur stumme Einsicht, die mich erinnert.
Von all den Regen, die mich ereifern wollten,
bleibt da nur schillernde Pflicht - Die mich verkümmert,

Und wie doch Gezeiten und Himmel ereifern und treiben,
ich kann die Unumfänglichkeit des Treibens nicht beschreiben,
wie es fließt und mahnt und leidend,
weidend noch das Los vermeidend,
voller Licht und Schatten wimmert,
und im Licht der Schatten schimmert,
all die Sorgen in sich ziehend,
das Maß umgreift und von sich fliehend,
den Sinn erkennt und langsam ruhend
den Schein verkennt und in sich fliehend,
all das was war vergisst und sehend,
vergisst was immerdar und flehend,
sich verlierend sich vergießt,
und sanft in satte Welt zerfließt,
und alle Mauern um sich reißend,
lauter in die Lichter gleißend,
weiter bis zum letzten Funken,
alles was zu schnell versunken,
in sich aufnimmt und erschließt,
und über alle Zeilen gießt,
und in sich nimmt und aus sich gibt,
und sich in die Welt verliebt,
um sich zu sehen, sich zu sehen,
und voll von Frieden zu verwehen.

Welch Wind und Wolke mag da wehen,
wenn sich alle Zeiten sehen?




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#2

RE: Verwoben verworren

in Philosophisches und Grübeleien 26.02.2014 09:14
von ugressmann | 879 Beiträge | 782 Punkte

Lieber Wilhelm,
Worte strömen dahin, wie ein Bach, der über Steine springt und dann ruhig weiterfließt - weiterfließen kann.
Dies ist mir beim mehrmaligen Lesen eingefallen.
LG Uschi

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#3

RE: Verwoben verworren

in Philosophisches und Grübeleien 27.02.2014 09:59
von yaya | 614 Beiträge | 610 Punkte

Guten Morgen Wilhelm Pfusch,

einen kosmischen Eindruck lassen die Verse entstehen. Und wieder trifft zu, was für das Universum,
welches wir für wirklich halten, umso mehr gilt, als wir darüber mit großer Mühe in Erfahrung bringen
konnten: Man weiß nicht so genau, worum es dabei geht.
Den Eindruck, der Kosmos sei in diese Welt verliebt, halte ich für subjektiv. Wir denken, es geht um
einen Bewußtseinsprozeß und bieten etwas menschlichen Intellekt an. Aber wer kann da sicher sein?

Jedenfalls wirken die Zeilen sprachlich gelungen und erfreuen ein lesendes Gemüt. Grüße von Yaya

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#4

RE: Verwoben verworren

in Philosophisches und Grübeleien 06.03.2014 17:22
von der.hannes | 1.768 Beiträge | 1750 Punkte

Schade, dass dieses Gedicht nicht im Wettbewerb nominiert wurde.

Es grüßt
der.hannes

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#5

RE: Verwoben verworren

in Philosophisches und Grübeleien 14.03.2014 03:35
von Wilhelm Pfusch • Administrator | 1.991 Beiträge | 2011 Punkte

Viele Dank für eure Kommentare :) Ich möchte wieder hineinkommen in das Dichten und schreibe gerade an meinem ersten Buch, deshalb bin ich so wenig da. Ich bin froh, dass ich ein kleiner Teil dieser Community sein kann. Denkt immer daran, Talent ist Talent, auch wenn es in diesen Zeiten wenig nutzen mag. Das spielt keine Rolle, denn, wenn ein Teil von uns einfach nicht anders kann und mit diesen Hinwendungen zum Formulieren erfüllt ist, wir es tun müssen, ob es nützlich ist oder nicht. Das ist ein wenig, als hätte derjenige Teil des Geistes, der für das Umsetzen von Gedanken in Sprache verantwortlich ist, einfach keine andere Wahl, als sich zu äußern.




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