| Zitat: |
Simone schrieb am 31.12.2008 12:08 Uhr:
Ruheloses Erwachen
Weiße Schwaden decken daunenschwer
das aufgebrauchte Jahr.
In den Ästen hängt noch meine Nacht,
verdunstet unverträumt im ersten Schimmer.
Ausgestreckt im kalten Gras
liegt Frieden,
reibt seine Wangen an rauen Rinden
schlafender Bäume,
dehnt sich träge zu den leeren Nestern
und atmet Ruhe in den Tag.
|
schön. gute Textfinissage. gefällt mir. vor allem wegen der Personifikation des Friedens. für mich räkelt er sich hier weiblich im Gras. nicht unbedingt erotisch, aber doch sinnlich vital. "decken" störte mich überhaupt nicht.
hallo Simone
mir drängte sich beim lesen das "ersten" aus der vierten Zeile zwischen "meine" und "Nacht". und will partout nicht unten bleiben wie von dir vorgeschrieben. das möchte ich dir nicht vorenthalten, also in etwa so:
In den Ästen hängt noch meine erste Nacht,
verdunstet unverträumt im Morgenschimmer.
(so bleibt vielleicht auch der Morgen noch drinnen)
wenn du aber nichts in diese Richtung intendiert hast, betrachte es bitte als Marginalie.
aber das Adjektiv in der Überschrift halte ich für überflüssig. es störte mich sogar. ein simples "Erwachen" wäre für mich passender, würde dann doch nichts mehr "ruhelos" dem stimmungsvollen, in sich ruhenden Frieden zuwiderlaufen.
ich glaube das "ruhelos" widerspricht dieser meditativen Kontemplation. ich würde es streichen.
Gruß
Alcedo