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#1

Stahlwerk

in Liebe und Leidenschaft 27.11.2008 16:37
von knalltüte (gelöscht)
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Lächelndes Gebirge
in stahlblauem Korsett,
erwärmt die Eisblume
bis in ihr Wurzelbett;
eherne Klangschwärze
schwindet mühsam dahin,
tastende Melodien
rauben gläsernen Sinn;
angeschmolzener Stein
und glänzende Träume,
mildern den öden Schein.
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#2

Stahlwerk

in Liebe und Leidenschaft 27.11.2008 17:21
von Maya (gelöscht)
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Hallo!

Du fährst voll auf Akros ab, oder? Du gebrauchst sie so inflationär, dass man schon gar nichts anderes mehr erwartet. Das zerstört den Reiz. So auch der jahrelange Ehesex ohne Abwechslung, um den sich der Text wohl dreht. Da kommt das stahlblaue Korsett einer Verheißung gleich, die durch die entstehende Hitzewallung die Eisblume zugleich auszulöschen droht.

Mir ist unklar, ob die Eisblume den Mann bezeichnet. Das wäre ja putzig. Hat sich die Ehefrau nur mal dazu hinreißen lassen, sich etwas erotischer zu kleiden oder ist die Dame im Korsett eine andere? Vielleicht nur eine Abbildung im Hochglanzmagazin? Mit dem "gläsernen Sinn" kann ich nichts anfangen und woher kommt auf einmal der angesengte Stein? Also für mich geht es zu durcheinander und "Gläsernen/glänzende/Schein" - ist mir zu grell, für die paar Zeilen, da wird man ja blind.

Meinen Geschmack trifft es nicht, muss es ja aber auch gar nicht.

Gruß, Maya
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#3

Stahlwerk

in Liebe und Leidenschaft 29.11.2008 13:05
von valbrvl (gelöscht)
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hallo knalltüte,
welchen reiz fragte ich mich, denn nur weil die anfangsbuchstaben jedes verses zusammengenommen ein wort ergeben, ist da ja noch kein reiz. sorry, knalltüte, aber dein liebestraum ist zwar eines der besseren akrostichen, die ich in den foren bislang las, aber gefallen kann es mir deswegen noch nicht.

XxxxXx
xXXxxX
xXxXxx
XxxXxX

XxxXXx
XxXxxX
XxxXxX
XxXxxX

XxXxxX
xXxxXx
XxxXxX

man sieht wohl, dass du maß genommen hast, aber da sich -freundlich ausgedrückt- kein einheitliches metrum ergibt, ruckelt man so durch die verse und trifft eher zufällig auf einen reim und in der letzten strophe muss man abbrechen, weil dein akrostichiertes wort leider zu ende ist. die wenigen reime schmecken zudem schal, die unglaublich vielen bilder oder meinethalben metaphern ergeben kein konkludentes gemälde, sondern eine unverständliche gouache. wenn ich versuche, mir gebirge in korsetts oder wurzelbetten des eisblumengebisses vorzustellen, dann grinse ich eher, als dass mir irgend etwas vernünftiges dazu einfallen will. ich werde das gefühl nicht los, du hast hier versucht, im grunde klare aussagen in eine vermeintlich dichterische, poetische Sprache zu übersetzen. Das bleibt aber so lange Stückwerk, so lange es dir nicht gelingt, dich innerhalb eines gesamtbildes zu bewegen.

selbst wenn du partout mehrere bilder zusammenmixen willst, müssen wenigstens die zusammenhänge passen: das eingeengte gebirge lächelt? die stahlbläue des korsettes wärmt? etwas schwindet mühsam? tastend wird geraubt? angeschmolzen? öder schein wird gemildert? tut mir leid, das ergibt bei mir einen kuddelmuddel, das spricht mich nicht an, da habe ich überhaupt keine lust mehr, etwas zu entziffern.

ru
val
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#4

Stahlwerk

in Liebe und Leidenschaft 30.11.2008 12:19
von knalltüte (gelöscht)
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Hi val!

Vielen Dank erstmal für deine Kritik. Habe danach nochmal mein Gedicht betrachtet und kann sie sehr wohl nachvollziehen. Ich will hier nicht auf den Kern eingehen, sondern nur ein wenig auf die Bilder. Du hast recht, dass sie nicht zusammenhängend sind, somit ergibt sich kein Gesamtbild.

Lächeln= positive Emotion
Gebirge= harte Erscheinung
stahlblau wie Erz
Korsett= Einengung, wie zugeschnürt sein

erwärmt= durch die positive Emotion
Eisblume= eingefrorene positive Erscheinung
Wurzelbett= Inneres ist zugedeckt

ehern= hart, versteinert
Klangschwärze= Ausdrucksweise
mühsam dahinschwinden= weicht langsam auf

tastend= vorsichtig
Melodie= wohlklingende Worte
rauben= vertreiben
gläserner Sinn= Durchblick

angeschmolzen= aufbrechen
Stein= Verhärtung
glänzender Traum= angenehme Erlebnisse
mildern= aufweichen
öder Schein= trostlose Aussicht

Vielleicht ist es jetzt etwas verständlicher geworden. Mehr möchte ich nicht dazu schreiben. Ich hoffe, du hast ein wenig Verständnis dafür. Möglicherweise schreibe ich es nochmal um.

Gruß Knalltüte
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#5

Stahlwerk

in Liebe und Leidenschaft 30.11.2008 15:29
von Maya (gelöscht)
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Zitat:

welchen reiz fragte ich mich, denn nur weil die anfangsbuchstaben jedes verses zusammengenommen ein wort ergeben, ist da ja noch kein reiz.



Ich finde es i.A. schon reizvoll, wenn es noch zusätzlich ein Akro o.a. zu entdecken gibt, nur schwindet dieser Reiz mit zunehmender Erwartungshaltung. Du findest es nicht reizvoll, ok. Dann lass mir aber auch meinen Spaß und sprich nicht schon wieder so allgemeingültig.

Schönen Dank auch, dass du, Knalltüte, nicht mit einem Wort auf meinen Beitrag eingegangen bist. Immerhin investierte ich Zeit, um mir interpretatorisch was zu deinem Scheiß aus den Fingern zu saugen. Kommt nicht wieder vor.
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#6

Stahlwerk

in Liebe und Leidenschaft 30.11.2008 20:56
von knalltüte (gelöscht)
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Hallo Maya!

Tut mir leid, wenn du dich zurückgesetzt fühlst, war nicht meine Absicht. Mir kam dein Beitrag eher wie Hohn als eine ernstgemeinte Kritik vor. Habe mich daraufhin auch abgemeldet, was hier eben nicht so schnell geht, sonst hätte val nicht mehr antworten können. Bin deiner natürlich nicht gewachsen, also braucht sich eine deutsche Eiche auch nicht an einer Wildsau zu reiben.


Gruß knalltüte


"Es ist Unsinn, Türen zuzuschlagen, wenn man sie angelehnt lassen kann." James William Fullbright
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#7

Stahlwerk

in Liebe und Leidenschaft 01.12.2008 02:42
von Maya (gelöscht)
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Nein, also ich las das wirklich aus dem Text und fand das, zugegeben, etwas belustigend. Nun geh doch nicht gleich. Ich mag deinen Nick und deine Beiträge gern und halte mich in Zukunft zurück, ok? Also bei dir, meine ich.

"Da, schau, die Tür war gar nicht verschlossen, nur etwas feste angelehnt, weil der Rahmen sich verzogen hatte." Maya
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