Darum geht es:[
http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,586738,00.html
Hallo Frau Hoch,
da haben Sie ja richtig einen rausgekeilt. Hat Potts Ihnen ein schlechtes Handy oder Lehmann Zertifikate angedreht? Ein verpuffendes, pausbäckiges und gleichzeitig dicker werdendes Sternchen, dass sei der Potts, schreiben Sie. Und er sei eben kein Messias. Aha. Ein kleinster, gemeinsamer Nenner, eine ganz billige Nummer, ein Bahnhofsstraßenopernstrichjunge für Hartz IV Zuhörer, das sei der Potts.
So schreibt Jenny Hoch sinngemäß und offenbart wie Johannes uns das Ende. Soll ich mich gleich übergeben oder später? Lieber gleich.
Wie armselig ist das denn, so eine Wurst wie den Potts, dem ich sein Glück wirklich gönne, so in die Pfanne zu hauen? Wer seine vier Brezeln beisammen hat, der wird sich schon gedacht haben, dass Paule Potts nicht die zum Mann gewordene Callas oder ein Wunderkind ist. Aber immerhin kann man dem Potts doch seine Freude am Gesang, am Erfolg und, ja, auch am Geld noch abnehmen und anständig finden. Im Gegensatz zu solch Schmalzkasperln wie dem Lotti? Wer, wie, wann, hat wer, wo Potts als Messias verkauft? Der Obermann von der Telekom? Ein Werbespot? Das kann doch wohl nicht ihr Ernst sein, Frau Hoch? Potts hat sich meines Wissens auch nicht als Superstar und Alleskönner stilisiert. Im Gegenteil. Also warum diese Vernichtung eines ehrlichen, fröhlichen und ausgezeichneten Hobbysängers in einem relativ ernst zunehmenden Feuilleton?
In diesem Artikel geht es nicht um den Menschen Paul Potts. Es geht auch nicht um die Qualität seines Gesanges, des Auftritts oder der Show, dass ist nicht die Motivation. Nein, hier rechtfertigt
Pauline Hoch ihre Attitüde, dass ein Bauer niemals Kultur, Qualität sondern nur Gülle finden wird, weil er A von Quark-Dur nicht unterscheiden kann.
Brav, haben Sie das geschrieben
Pauline Hoch. Ganz brav. Ich bin mir sicher Sie haben Ihre Lektion auch gelernt. Wenn ich Sie aufforderte Größe zu zeigen, wäre das zwecklos, weil ich befürchte, dass da nichts ist, was sich erheben könnte. In diesem Sinne: höre ich lieber Paul Potts als Sie, Frau Jenny Hoch. Denn Ihre Schreibkunst erinnert mich zu sehr an die Hagen Rethersche Krone der Perversion: Ein Schwein durch den Fleischwolf zu drehen und dann den Brei in den Schweinedarm so zurückzustopfen, dass ein Bärchenartikel entsteht. Bon appétit.
Hochachtungsvoll
B.
PS: Die Qualitätskontrolle des Forums ließ anderes von mir im selben Zeitraum (heute zwischen vier und sechs), zum selben Thema durch. Diese Antwort aber nicht. Warum auch immer...