Hallo Viktor,
mir geht es so, das mich der Text nur an der Peripherie streift, vielleicht, weil ich nie auf diesem Vieh geritten bin.
Wenn, dann hätte ich es in einem Käfig gehalten, damit es mich nicht beisst, und es misstrauisch beobachtete. Ihm zu vertrauen war und wäre nie mein Ding.
Deshalb hatte ich wohl
den vor Augen, als ich S1 las. Nebenbei: ich habe etwas gegen Haustiere, man muss für die Viecher sorgen, kann nicht frei planen und muss im Garten die Haufen vergraben. Steuern zahlen. Und den Tierarzt. Denn, wie wir wissen: irgendwann stirbt es zwar, aber immer zuletzt.
Naja, vorher geht das Ding zu Dosenfutter über und kreist im Revier.
Mir ist die Metaphorik zu unausgegoren um wirklich zu dem vorzudringen, was Hoffnung ist. Eher zielt dein Gedicht n.m.E. auf Lebensgier, Triebhaftigkeit, Begeisterung, Jugendlichkeit o.ä. ab.
"Hoffnung" wäre m.E. eher so eine Art Geist in der Flasche, hoffnungslos - wenn ich dann schon mal dabei bin - der Geist aus der Flasche
;-)
Formal kreuzgereimt drei verschiedene solche, da hätte man vielleicht noch mit dem Spiel der Zeiten etwas anstellen können - geht mir grade so durch den Sinn - ich meine: der Hoffnung gebührt der Präsens bzw. das Futur, dem vergreisten Wesen die Vergangenheit.
LG Uli