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#1

Zum Teufel

in Zwischenwelten 05.09.2008 23:23
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte


Zum Teufel

1

Ich wartete nicht auf seinen Anruf
Aber er kahm
Der Anruf kahm und ich hatte ihn nicht erwartet
Es war diese alte müde Leier
Es ging um Drogen und um Tränen
Um Straßen und um Menschen

2

2 Uhr, 3 Uhr, und ich war parat
Weil ich eine Karre hatte
Und Ohren hatte
Und Zeit
Und dann kahm dieser Anruf
Der nicht erwartet wurde und mich zu den Menschen rief

3

Er wollte mir seine Bob Marley Platten verscherbeln
Aber ich wollte die Platten nicht
Er wollte mir seine Oma verscherbeln
Aber ich wollte die Oma nicht
Ich wollte nur diese Anrufe nicht
Die mich zu den Menschen riefen
Zu den Drogen und den Tränen

Und zum Teufel


Über mich erzählten sie endlose Schrecklichkeiten und Lügen, dass einem schier die Phantasie platzen wollte. Offenbar stärkte es sie innerlich, derart über mich herzuziehen, es brachte ihnen Gott weiß welche Art Mut, den sie brauchten, um immer erbarmungsloser zu werden, widerstandsfähiger und regelrecht bösartig, um durchzuhalten, um zu überstehen. Und auf diese Weise schlecht zu reden, zu verleumden, zu verachten, zu bedrohen, das tat ihnen ganz offenbar gut.

L.F Celine

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#2

Zum Teufel

in Zwischenwelten 06.09.2008 09:57
von Habibi (gelöscht)
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Hallo Gem, erst einmal etwas sehr Störendes: "kam" wir ohne "h" geschrieben. Dann zum Gedicht. Es scheint nicht uninteressant, auch wenn einige Fragen bei mir hinterher blieben: Habe ich das richtig verstanden, dass es sich beim LI um irgend so einen, vielleicht selbsternannten, Streetworker handelt, der immer da ist, wenn ihn jemand oder jemand bestimmtes braucht, zum Reden, zum irgendwohin transportieren, wozu noch?

Im Einzelnen: Die 3. Zeile der 1. Strophe erscheint mir überflüssig. Statt "und ich war parat" würde ich etwas schreiben, was die Situation mehr verdeutlicht, z.B. "und ein Klingelschrei durchschnitt meine Träume". Denn ansonsten ist es ein Widerspruch zu Strophe 1, weil er ja angeblich nicht auf einen Anruf wartet. Also schläft man doch normalerweise um die Zeit, oder? Letzte Zeile der 2. Strophe: rief der Anruf das LI zu mehreren Menschen oder zu einem? (evtl. Widerspruch zur 1. Zeile) Da du aber "die Menschen" gleich in jeder Strophe bringst, scheint es, als habest du damit etwas anderes gemeint. Aber das kann ja wohl nicht GOTT gewesen sein, oder? Du siehst: viele Fragen und keine Antwort.

Gruß Habibi
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#3

Zum Teufel

in Zwischenwelten 10.09.2008 20:21
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte
Hello Habibi

Also ehrlich gesagt, konzentriere ich mich nur auf das "kahm".
Ich habe gewußt, dass ich es wieder falsch geschrieben habe und es trotzdem ohne Korrektur gesendet.
Dann kommt noch hinzu, dass ich mein Passwort versoffen habe und den Text, als ich dahinter stieg, nicht mehr ändern konnte.
Also inhaltlich bist du eigentlich nicht richtig dahinter gestiegen. Ist alles was mit der Straße zu tun hat gleich ein Job? Und es gibt meiner Ansicht nach genug Situationen, die keiner Erklärung bedürfen.
Also ich gebe dir nun den Ball zurück und sage, dass ich deine Kritik nicht recht verstehe.

Lieben Gruß

Gem

Über mich erzählten sie endlose Schrecklichkeiten und Lügen, dass einem schier die Phantasie platzen wollte. Offenbar stärkte es sie innerlich, derart über mich herzuziehen, es brachte ihnen Gott weiß welche Art Mut, den sie brauchten, um immer erbarmungsloser zu werden, widerstandsfähiger und regelrecht bösartig, um durchzuhalten, um zu überstehen. Und auf diese Weise schlecht zu reden, zu verleumden, zu verachten, zu bedrohen, das tat ihnen ganz offenbar gut.

L.F Celine

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#4

Zum Teufel

in Zwischenwelten 10.09.2008 21:48
von Habibi (gelöscht)
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Hallo Gemini, das ist ja genau der Punkt, dass ich, weil ich das Gedicht nicht verstehe, einfach ins Blaue hinein fabuliert habe, aber natürlich nicht weiß, ob das wirklich etwas mit deiner Intention zu tun hat. Vielleicht äußert sich ja noch jemand anders dazu oder du erklärst es?

Gruß von Habibi
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#5

Zum Teufel

in Zwischenwelten 21.09.2008 19:19
von Joame Plebis | 3.368 Beiträge | 3363 Punkte
Hallo Gem,

Wenn wir vorher nicht ausdrücklich darüber gesprochen hätten, würde ich Deinen kleinen Spaß abnehmen.
Du weiß ja sehr wohl, wie kam geschrieben wird.
Nur in diesem Fall sollte es durch die Dehnung die alte müde Leier hervorheben.
Deine erste Überlegung war ganz gut, ob es nicht noch treffender wäre,
es sogar mit aa oder mit hh zu schreiben. Hättest Du es bloß getan.
Ich ahnte fast, ein Mißverständnis würde auftauchen und es als Rechtschreibfehler gewertet werden.
Aber es paßt gut hinein; vielleicht sehe ich es deshalb so, weil ich von Deiner Intention wußte?

Gruß
Joame
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#6

Zum Teufel

in Zwischenwelten 17.01.2009 11:00
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte
Etwas spät die Antwort aber gut.

Ich finde es sehr nett von dir Joame, dass du mir auf so eine hinterlistige subtile Art zu verstehen gibst, dass ich ein Trottel bin.
Weißt du, wenn ich Klug wäre, dann würde ich ja den Schreibfehler entfernen, oder das Gedicht löschen. Aber da ist nichts.
Auf der anderen Seite entspricht das kahm tatsächlich dem Gedicht, weswegen ich es auch belassen werde.

Alle Poster verpflichten sich, wenn sie mein Gedicht anklicken, stillschweigen über diesen Dialog zu bewahren.

Lieben Gruß

Gem

Über mich erzählten sie endlose Schrecklichkeiten und Lügen, dass einem schier die Phantasie platzen wollte. Offenbar stärkte es sie innerlich, derart über mich herzuziehen, es brachte ihnen Gott weiß welche Art Mut, den sie brauchten, um immer erbarmungsloser zu werden, widerstandsfähiger und regelrecht bösartig, um durchzuhalten, um zu überstehen. Und auf diese Weise schlecht zu reden, zu verleumden, zu verachten, zu bedrohen, das tat ihnen ganz offenbar gut.

L.F Celine

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#7

Zum Teufel

in Zwischenwelten 17.01.2009 11:23
von Joame Plebis | 3.368 Beiträge | 3363 Punkte
Lieben Gruß zurück! Du bist überlastet, so wie die meisten von uns, und kamst genau zu dem von mir erwarteten Ergebnis. Schreiben wir einfach weiter. Lassen wir andere aus der Geschichte erfahren, wie sinnlos es ist, auf die Geschichte Rücksicht zu nehmen.

Lieben Gruß!
Joame
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