Hallo le_bockba,
und willkommen im Tümpel. Ein seltsames Einstandsgedicht hast Du da präsentiert.
Es erscheint mir doch ob des vielschichtigen Themas etwas plakativ zu sein. Da gibt es sicher interessantere Auseinandersetzungen zu dem Thema.
Wenn der Text nich tin Religiöses sondern in Diverse stehen würde und nicht Heiland sondern Highländer heißen würde, wär's ja schon wieder witzig.
Die erste Strophe mit der Gegenüberstellung der Gegensätze ist nicht schlecht, wobei hier schon etwas ins Gewischt schlägt, was für mich das ganze Gedicht etwas verdirbt. Es ist von der Metrik her ein ziemliches durcheinander. Bei einem so geformten kreuzgereimten Gedicht würde ich ein regelmäßiges Metrum verwenden. Dann klingt es auch gut.
Ich ixe mal die Betonung:
XxxXxxXx
XxxXxxX
XxXxXxXx
xXxXxxX
xXxXxX
xXxXxX
XxXxxX
xXxXxxX
xXxXxX
xXxxX
XxxXxxXx
XxXxXx
xXxxXx
xXxXxxXx
xXxxX
xXxxXx
Insbesondere in der dritten Strophe klingt das komisch, weil die reimende Silbe bei beiden Reimen mal betont und mal unbetont ist, so dass das klanglich nicht wirklich funktioniert.
Metrische Nuancen und selbst Verkürzungen und Verlängerungen sollten stets einen inhaltlichen Bezug haben und eine entsprechende Funktion ausüben. Das sehe ich hhier bei Deinem Gedicht nicht.
Der Witz bei dem Gedicht besteht im Übrigen für mich darin, dass mir als Leser gar nicht klar ist, ob der Dichter den Heiland nun gut oder nicht gut findet.
Aber das mag auch an der Unausgegorenheit des Textes liegen, denn ich schätze mal, das war so gar nicht unbedingt intendiert.
Soweit von mir zum Text.
Grüße,
GerateWohl