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#1

Tiefgang

in Philosophisches und Grübeleien 15.02.2008 20:00
von Pseudonym • Ghostwriter | 41 Beiträge | 41 Punkte
Tiefgang


Gelänge es, das Dasein zu durchblicken,
samt seinem Tiefgang bis dorthin,
wo alles wird und reift.
Nicht nur, daß man es flüchtig streift,
genau erfassen könnte seine Tücken,
verstehen seinen Sinn
und wer, warum und was ich bin!

Weil es nicht ist, bleibt allzuviel verschlossen
wird es für alle Zukunft sein.
Wer dennoch Hoffnung trug,
erkennt, daß Wissen sie zerschlug.
Gebunden bleibt der Mensch auf tiefen Sprossen;
ist bald Fossil allein,
trotz allen tiefen Denkens, das zu klein.
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#2

Tiefgang

in Philosophisches und Grübeleien 16.02.2008 19:23
von Hgn (gelöscht)
avatar
Wer wahres Wissen sein eigen nennt
Dem wird die Hoffnung nicht gebrochen.

Ich gesteh dir zu:
Die Tiefe bleibt ewig unausgesprochen,
Doch weiß ich, dass sie jeder kennt.
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#3

Tiefgang

in Philosophisches und Grübeleien 20.02.2008 21:48
von Joame Plebis | 3.368 Beiträge | 3363 Punkte
Schönen guten Tag, Hgn! Danke für Deinen Kommentar.
Wie ich sah, haben sich die Meldungen richig überschlagen; jeder wollte seine Stellungnahme dazu abgeben. Ich konnte mich gar nicht bei allen bedanken.
So will ich es wenigstens bei Dir tun. Nur in dem einen Punkt, daß jeder die Tiefe kennt, gestatte bitte, Dir ein bißchen zu widersprechen. Aber jeder hat so seine eigenen Erfahrungen.

Freundlich grüßt
Joame
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#4

Tiefgang

in Philosophisches und Grübeleien 21.02.2008 09:28
von Erebus | 748 Beiträge | 748 Punkte
Hallo Joame,

mal ganz im Ernst: Du bewegst Dich bei Deinen Kommentaren und Rekomms viel zu sehr auf auf der Metaebene ständiger Nabelschau. Steigt einfach mal von Deinem Katheder herunter und bewege Dich unter dem Plebs. Ob, wer, wieviel, warum kommentiert - dazu hat jeder seine Ideen, aber diese Betrachtungen jeder Stellungnahme voranzustellen ist überhaupt nicht prickelnd.

Und zu Deinem Text:

Zitat:


Tiefgang

Gelänge es, das Dasein zu durchblicken,
samt seinem Tiefgang bis dorthin,
wo alles wird und reift.
Nicht nur, daß man es flüchtig streift,
genau erfassen könnte seine Tücken,
verstehen seinen Sinn
und wer, warum und was ich bin!

Weil es nicht ist, bleibt allzuviel verschlossen
wird es für alle Zukunft sein.
Wer dennoch Hoffnung trug,
erkennt, daß Wissen sie zerschlug.
Gebunden bleibt der Mensch auf tiefen Sprossen;
ist bald Fossil allein,
trotz allen tiefen Denkens, das zu klein.




Offen gestanden ist er mir zu mutwillig. Die Erste Strophe besteht aus zwei verkümmerten Sätzen, dem Ersten fehlt die Formulierung der Konsequenz bzw., bei Ellipse des doch in "Gelänge es doch, das ..." das abschließende Ausrufezeichen.
Beim Zweiten das "sondern auch ...". Programm? Führst du einen kartesischen Taucher vor, der in mittleren sprachlichen Tiefen verharrt?
In S2 ebenfalls eine Ellipse, da sollte nach verschlossen ein Komma stehen (nicht mein Gebiet, aber in diesem Fall bin ich mir relativ sicher)

Den Ausgang des Gedichtes fände ich reizvoller, wenn sich die Kleinheit auf den Menschen, nicht auf das Denken bezöge.
Thematisch habe ich natürlich Affinität zu Deinem Text, sprachlich bringt er mir aber zu wenig, um für mich reizvoll zu sein.
Die formale Betrachtung bringt da schon wesentlich mehr zu Tage. Beide Strophen verlaufen in jambischer Symmetrie im Reimschema ABCCABB bzw. DEFFDEE, mit gleicher Hebungszahl in den entsprechende Versen. Abweichend nur S2V6, mit 5 Hebungen an Stelle von Vieren - das gefällt mir.
Ich denke mit frischen Bildern, anstelle der verbrauchten Abstrakta - und sprachlich runder- hättest Du mehr daraus machen können.
LG
Uli
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