#1

Nicht ausgeträumt

in Liebe und Leidenschaft 16.12.2007 08:01
von bipontina (gelöscht)
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Ich fühlte mich von seinem Blick umflossen.
Er war so jung und so geheimnisvoll.
So richtungslos war er, so unentschlossen
ind ich, zum Grabensprung bereit, schon toll.

Er sprang zuerst. Ich, matt, mit zagen Schritten,
fand wartend ihn und fasste ihn und hielt den Arm,
der warm um meine Mitte sich dann schlang
- so weich! so warm! -
und fragte tief in seine Augen ihn dann bang:

"Bist jemals Du vorher im Traum geritten?
Warst wirklich Du ein Reiter nächtelang?"

Aus seinen Augen traf mich süßer Spott,
als sei ich Narr und er ein junger Gott.
Er hieß mich sanft, mich auszustrecken,
mich ihm zu geben ohne lange Zier,
und sprach von Freuden, vom Erwecken.
Und zart lag er. Über oder unter mir?

Ich harrte stumm der süßen Freuden,
die er mir zärtlich zugedacht'
so leichthin zwischen Kommen-Scheiden.
Darüber wurd es Mitternacht.
Ich wußt nicht: ist's Entzücken
oder Leiden,
Sehnsucht oder doch Verlangen?
Ah, wie unsre Blicke sich verschlangen!
Wir fragten nicht nach Haus, nach Hütte..
Piedestal wurd Srohes Schütte,

Lager ward uns frisches Holz.
Leidenschaften steilten stolz
wie je ein Stolz sich drohend zeigte
oder demutsvoll dann neigte...

zu einem sanften, zarten, süßen Kuß
an Lippen, deren Überfluß
im Fließen neuen Fluß gebiert.
Feuer hat den Brand geschürt...

so brennt es tage-, nächtelang.
Erwachen? Ach, ich bin so bang.








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