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#1

Halt

in Philosophisches und Grübeleien 29.09.2007 16:40
von Krabü2 | 797 Beiträge | 797 Punkte
NEUVERSION:

Halt

Wie gern' bau' ich in meinem Leben doch
mir Gruben, auch manch' Berge von Problemen
und treibe mich in selbst kreiertes Joch.
Ist Labsal mir das Leiden im Extremen?

Verdeckt von Trauer, die bewacht die Tür,
da blitzt doch Leben! Lust wie Sonnenlicht.
Mich stört dies' Dunkel - doch der Trieb in mir
scheint durch die Ritzen – er verlässt mich nicht.

Und dass mir Hoffnung nicht ganz vergebens scheint,
liegt an Visionen von stetem Lichteinfall;
ich harre Nächten, die sich hat's ausgegreint,
das Schwarz, die Kohle, kontriert den Bergkristall.

Doch blieb nicht Mensch, Ich – und würde eiseskalt,
wenn das mein Wunsch wär' - was böte Lebens Halt?





Erstversion:

Halt

Wie gerne baue ich im Leben doch
mir Fallen oder Berge von Problemen
und treibe mich in selbstkreiertes Joch.
Ist Labsal mir das Leiden im Extremen?

Hinter der Trauer, die bewacht die Tür,
blendet noch Lebenslust wie Sonnenlicht
sonst wär' der Schatten nicht, der Trieb in mir
scheint durch die Ritzen – er verlässt mich nicht.

Weshalb mein Leben noch nicht zuende scheint,
liegt wohl am Sehnen nach stetem Lichteinfall;
der Nächte harrend, die's nicht mehr in mir greint,
ich wär nicht Kohle, sondern ein Bergkristall.

Doch blieb nicht Mensch ich - ich wäre eiseskalt,
wär das zu wünschen – wo ist des Lebens Halt?

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#2

Halt

in Philosophisches und Grübeleien 30.09.2007 19:01
von roux (gelöscht)
avatar
Vielleicht schaust du noch einmal nach der Metrik.
Ich habe es dir mal geixt.
Liebe Grüße,
roux

Wie gerne baue ich im Leben doch
-x Xx Xx X x Xx X
mir Fallen oder Berge von Problemen
-x Xx Xx Xx X xXx
und treibe mich in selbstkreiertes Joch.
-x Xx X x XxXx X
Ist Labsal mir das Leiden im Extremen?
-x Xx X x Xx X xXx

Hinter der Trauer, die bewacht die Tür, (Trochäus)
Xx x Xx, X xX x X
blendet noch Lebenslust wie Sonnenlicht (Trochäus)
Xx x XxX x XxX
sonst wär' der Schatten nicht, der Trieb in mir
-x X x Xx X x X x X
scheint durch die Ritzen – er verlässt mich nicht.
-x X x Xx - X xX x X

Weshalb mein Leben noch nicht zuende scheint,
-xX x Xx X x xXx X
liegt wohl am Sehnen nach stetem Lichteinfall;
-x X x Xx x Xx Xxx
der Nächte harrend, die's nicht mehr in mir greint,
-x Xx Xx, x X x X x X
ich wär nicht Kohle, sondern ein Bergkristall.
-x X x Xx, Xx x Xxx

Doch blieb nicht Mensch ich - ich wäre eiseskalt,
-x X x X x - x Xx XxX
wär das zu wünschen – wo ist des Lebens Halt?
-x X x Xx - x X x Xx X
nach oben

#3

Halt

in Philosophisches und Grübeleien 02.10.2007 02:08
von Krabü2 | 797 Beiträge | 797 Punkte
Okay-okay, Roux --- Hallo und Danke

Ich hab noch mal dran rumgewerkelt, und dabei entstand:

Halt

Wie gern' bau' ich in meinem Leben doch
mir Gruben, auch manch' Berge von Problemen
und treibe mich in selbst kreiertes Joch.
Ist Labsal mir das Leiden im Extremen?

Verdeckt von Trauer, die bewacht die Tür,
da blitzt doch Leben! Lust wie Sonnenlicht.
Mich stört dies' Dunkel - doch der Trieb in mir
scheint durch die Ritzen – er verlässt mich nicht.

Und dass mir Hoffnung nicht vergebens scheint,
liegt an Visionen von stetem Lichteinfall;
ich harre Nächten, die's nicht mehr in mir greint,
aus bröckelnd' Kohle schüf' ich Bergkristall.

Doch blieb nicht Mensch, Ich – und Es würd' eiseskalt,
wenn das mein Wunsch wär' - wo blieb' des Lebens Halt?

nach oben

#4

Halt

in Philosophisches und Grübeleien 02.10.2007 13:27
von Simone • Mitglied | 1.674 Beiträge | 1674 Punkte
Hallo KB

Halt

Wie gern' bau' ich in meinem Leben doch
mir Gruben, auch manch' Berge von Problemen
und treibe mich in selbst kreiertes Joch.
Ist Labsal mir das Leiden im Extremen?

xXxXxXxXxX
xXxXxXxXxXx
xXxXxXxXxX
xXxXxXxXxXx

Verdeckt von Trauer, die bewacht die Tür,
da blitzt doch Leben! Lust wie Sonnenlicht.
Mich stört dies' Dunkel - doch der Trieb in mir
scheint durch die Ritzen – er verlässt mich nicht.

xXxXxXxXxX
xXxXxXxXxX
xXxXxXxXxX
xXxXxXxXxX

Und dass mir Hoffnung nicht vergebens scheint,
liegt an Visionen von stetem Lichteinfall;
ich harre Nächten, die's nicht mehr in mir greint,
aus bröckelnd' Kohle schüf' ich Bergkristall.

xXxXxXxXxX
xXxXxxXxXxX
xXxXxxXxXxX
xXxXxXxXxX

Doch blieb nicht Mensch, Ich – und Es würd' eiseskalt,
wenn das mein Wunsch wär' - wo blieb' des Lebens Halt?

xXxXxxXxXxX
xXxXxxXxXxX

der Rhythmuswechsel in S3 ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber beim zweiten Lesen paßt es.


Zitat:

Ist Labsal mir das Leiden im Extremen?


das soll doch heißen, dass das LI sich an seinem Leid labt/berauscht, oder?
müsste das dann nicht sinngemäß eher „Ist Leiden mir das Labsal im Extremen?“ heißen?
da bin ich aber auch nicht sicher.
die neue Version gefällt mir gut, ich würde aber versuchen zumindest ein paar der Ellisionen noch raus zu bekommen.

Gruß Simone
nach oben

#5

Halt

in Philosophisches und Grübeleien 02.10.2007 13:56
von Krabü2 | 797 Beiträge | 797 Punkte
Hallo Simone,
ja, vielen Dank, *menno*, Ihr Beide habt Euch wirklich Mühe mit meinem Gedicht gegeben - das ist schööööön.
Ich hab diese 3. Strophe mittlerweile umgeschrieben - dazu meinen Dank nochmals an Sabine - und das ganze Gedicht siehtnun so aus:

Halt

Wie gern' bau' ich in meinem Leben doch
mir Gruben, auch manch' Berge von Problemen
und treibe mich in selbst kreiertes Joch.
Ist Labsal mir das Leiden im Extremen?

Verdeckt von Trauer, die bewacht die Tür,
da blitzt doch Leben! Lust wie Sonnenlicht.
Mich stört dies' Dunkel - doch der Trieb in mir
scheint durch die Ritzen – er verlässt mich nicht.

Und dass mir Hoffnung nicht ganz vergebens scheint,
liegt an Visionen von stetem Lichteinfall;
ich harre Nächten, die sich hat's ausgegreint,
das Schwarz, die Kohle, kontriert den Bergkristall.


Doch blieb nicht Mensch, Ich – und würde eiseskalt,
wenn das mein Wunsch wär' - was böte Lebens Halt?


(ich poste es noch mal als Zweitversion unter den Erstversuch - oben). Und nochmals - DANKE an Euch!
Grüße
KB




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#6

Halt

in Philosophisches und Grübeleien 02.10.2007 14:14
von Simone • Mitglied | 1.674 Beiträge | 1674 Punkte
Hi KB


Zitat:

das Schwarz, die Kohle, kontriert den Bergkristall.


das ist natürlich deine Sache, aber die Zeile paßt sprachlich nicht zum Rest und klingt meiner Meinung nach doch ziemlich vermurkst und reingequetscht. besonders das "kontriert" sticht unangenehm vom Rest ab.

Gruß Simone
nach oben

#7

Halt

in Philosophisches und Grübeleien 02.10.2007 14:20
von Krabü2 | 797 Beiträge | 797 Punkte
Hi...

und dabei gefällt's mir

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