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#1

Vita brevis

in Düsteres und Trübsinniges 16.08.2007 10:00
von Waldameise (gelöscht)
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Zwischen zwei Tönen
zucke ich mit den Schultern.
Wie aus dem Nichts schwebt
eine Taubenfeder zu Boden.
Es ist Zeit für Gespräche,
doch meine Zunge klebt
an meinem Gaumen.
Ich sehe in den Pool.
Das Radio verstummt.
Deine Stimme schafft sich
Platz in meinen Eingeweiden.
Das Sterben beginnt jetzt.
Ich lege mein Buch auf den
Beistelltisch und trinke
aus dem roten Glas.
Wie soll ich ohne dich leben?
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#2

Vita brevis

in Düsteres und Trübsinniges 16.08.2007 10:51
von bipontina (gelöscht)
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Ja, Ameise: da springt mich ein Hell-Dunkel-Kontrast an. Ein nüchterner und doch so schmerzlicher Monolog? Das Schulterzucken ein (gewolltes) Gleichgültigsein? Die Taubenfeder: etwas Reales und doch gleichzeitig als Metapher empfunden? Maskierende Gleichgültigkeit oder Gelassenheit in den drei vorletzten Zeilen? Und das Fazit in der letzten..? Ich kann total danebenhauen!
2 Dinge , die ich ändern würde, hätte ich die Berechtigung:
... meine Zunge klebt auf dem Gaumen" (bei Aufregung o.Ä. klebt die Zunge am Gaumen ): .."klebt an meinem Gaumen." Und - falsche Reihenfolge, verzeih! - "Wie aus dem Nichts.."
gefiele mir ein .."schwebt.." besser, aber das kommt auf die Größe der Feder und auf die Windstärke an. Ich dachte nur, daß mit der Feder auch ein Stück Vergangenheit gemeint sein könnte.

Ars longa! welch ein Trost! LG bipontina
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#3

Vita brevis

in Düsteres und Trübsinniges 16.08.2007 11:52
von Waldameise (gelöscht)
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Hallo Bio -,
(nicht - lek)
Deine Intention war richtig und Deine Fehlerkorrektur voll lieb. Ich danke Dir total. Alles Liebe waldameise (leider in Eile)

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