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Alkestiade

in Mythologisches und Religiöses 30.07.2007 11:30
von bipontina | 609 Beiträge | 609 Punkte
Er gab die Gattin hin,
auf daß sie sterbe an seiner Statt,
dem nicht gelang, vom Leben sich zu lösen,

der Eltern bat und Freunde,
seinen Gang zu tun, sein Wenden
von der Welt zu leiden.
Wie schwach! Und in der Schwäche
stark für sich. Grausam ab
von d e r sich kehrend, die er einst gefreit.

Sie ging. So groß war ihre Liebe,
daß sie das Dunkel nahm trotz aller Furcht.
So wuchs die Königin
weit über ihren edlen Mann hinaus
und über sich und über alles Fordern.

Und nur ein leises Lächeln glomm
an ihren Lippen auf:
der neuen Liebe galt es, galt Apoll.

Der Hüne kam, geladner Gast,
da Trauer schon das Haus verwaist
und leergefegt. Dem bangen Witwer
schwand das Wort -das blasse Antlitz
hielt dem Freunde er verborgen.
Und doch, gezwungen, Red' zu stehen,
sprach Admet.
Des Freundes Zorn schuf Glut und Kraft
dem mächt'gen Arm,
die Unterwelt zu zwingen.
An diesem Arm führt' er Alkestis heim dem Gatten,
der weinend sie umfing.

Sie lächelt still und fern-
in dieser Hülle weilt ihr Herz nicht mehr:
geblendet ward es von Apoll;
ihm gab sie sich
und dieses Licht wird niemals enden.
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