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#1

Der Brief

in Düsteres und Trübsinniges 04.06.2007 16:59
von Maya (gelöscht)
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[u][b]Der Brief[/b][/u]

Der Tisch hat sich ein Bein gebrochen,
er trägt sich rund, doch nur noch schwer
und macht sich keine Platte mehr,
die Stühle sind ins Eck gekrochen.

Dein Bild hängt schiefer an den Wänden,
ich nehms und schüttle Farben raus,
im Abfluss färbt sich unser Aus,
das Blau von einst klebt an den Händen.

Der Brief liegt müde auf der Schwelle,
er regt sich nicht und nichts in mir,
seit wann, seit wann schon schläft er hier?
Und schlägt so zu - doch keine Welle.


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#2

Der Brief

in Düsteres und Trübsinniges 06.06.2007 13:14
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Hallo Maya

Kann es sein, dass ich dieses Gedicht schon mal gelesen habe? Weiss nicht mehr .... ist ja auch nicht wichtig, es kommt mir nur so bekannt vor.

Mir gefällt der Text, der sich mit dem Abschied – vermutlich von Liebenden (Tisch=Beziehung) – befasst. ‚Der Brief’ ist wahrscheinlich der Abschiedsbrief, wobei ich mich frage, wieso der eigentlich erst in der letzten Strophe erwähnt wird, wo doch ‚das Aus’ bereits in S2 kommt. Oder ist der Brief eher der Versuch, etwas zu kitten, noch zu retten, was aber nicht mehr gelingt? Ich kann das jetzt so oder so interpretieren .... mir gefällt die 2. Version fast noch besser ... bzw. kann ich sie besser am Text belegen:

Müde auf der Schwelle = ist lediglich ein müder Versuch
er/regt sich nicht und nichts in mir = berührt mich und interessiert mich nicht (mehr)
seit wann, seit wann schon schläft er hier = habe ich ja gar nicht bemerkt, dass Du etwas zur Rettung beitragen wolltest
und schlägt so zu, doch keine Welle = bringt nichts mehr, sorry

Was mir sehr gefällt, sind die Farben, die ausgeschüttelt werden; die ins Eck kriechenden Stühle und die gesamte letzte Str. mit den Wiederholungen. Ich würde am Schluss sogar ein Fragezeichen setzen.

Was ich nicht zuordnen kann, sind die Schrägstriche, bzw. komme ich nicht drauf, was Du damit andeuten willst.
‚Keine Platte machen’ ist ein fester Ausdruck, nicht? Irgendwer erklärte ihn mir mal, aber ich hab’s wieder vergessen ... .... würdest Du ihn mir nochmals erklären, weil ich vermute dahinter natürlich ein Wortspiel Platte/Tischplatte ... nur stehe ich vor dem Berg.

Soweit von mir und auch, damit Ihr nicht denkt, ich wäre ganz weg vom Lyriker-Fenster!

Gruss
Margot

Die Frau in Rot

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#3

Der Brief

in Düsteres und Trübsinniges 06.06.2007 22:48
von Maya (gelöscht)
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Hi Margot!

Ich gehe bei meiner Stellungnahme zu deinen Anmerkungen ausnahmsweise mal nicht chronologisch vor. Das Wichtigste zuerst:


Zitat:

Soweit von mir und auch, damit Ihr nicht denkt, ich wäre ganz weg vom Lyriker-Fenster!



Fein, das freut mich ungemein. Aber wo seid Ihr denn dann alle, hä? Arbeitet Ihr jetzt hinter völlig verschlossenen Türen an Eurem Projekt?


Zitat:

Kann es sein, dass ich dieses Gedicht schon mal gelesen habe?



Nie im Leben!


Zitat:

Der Brief ist wahrscheinlich der Abschiedsbrief, wobei ich mich frage, wieso der eigentlich erst in der letzten Strophe erwähnt wird, wo doch ‚das Aus’ bereits in S2 kommt. Oder ist der Brief eher der Versuch, etwas zu kitten, noch zu retten, was aber nicht mehr gelingt?



Ja, es ist ein letzter Versuch des Du’s, die Beziehung doch noch zu kitten.


Zitat:

Was ich nicht zuordnen kann, sind die Schrägstriche, bzw. komme ich nicht drauf, was Du damit andeuten willst.



Der Tisch hat sich ein Bein gebrochen,
er/trägt sich rund, doch nur noch schwer
und macht sich keine Platte mehr,
die Stühle sind ins Eck gekrochen.


Die Slashs sollen auf Doppelbedeutungen (tragen, sich selbst ertragen) verweisen. In Strophe 1 ist der Tisch mit dem lyrI gleichzusetzen, d.h. er ist personifiziert. Das gebrochene Bein soll den Bruch in der Beziehung darstellen, wobei der Tisch bzw. das lyrI durch diesen Schicksalsschlag zwar ins Wanken geraten, aber doch nicht völlig in sich zusammen- gebrochen ist. Mein lyrI lässt sich nicht so leicht unterkriegen, es ist stark.


Zitat:

Keine Platte machen’ ist ein fester Ausdruck, nicht?



Ja, stimmt. Und du bist nicht die Einzige, die ihn nicht kennt, es gab schon öfter Fragen an dieser Stelle. Es bedeutet, dass man sich nicht mehr den Kopf über eine bestimmte Sache zerbricht. Hier soll der Anschein erweckt werden, dass das lyrI mit der Beziehung innerlich abgeschlossen hat und sich keine Platte mehr darüber macht. Die Stühle stehen für „Gefühle“, aber ich denke, dass man das kaum herauslesen kann.

Dein Bild hängt schiefer an den Wänden,
ich nehms und schüttle Farben raus,
im Abfluss färbt sich unser Aus,
das Blau von einst klebt an den Händen.


Die Farben gefallen mir auch am besten in dieser Strophe. Was mir selbst ein Dorn im Auge ist, ist der erste Vers. Irgendwie habe ich mich bis heute nicht damit anfreunden können, weil das Bild im Singular und die Wände im Plural stehen. Inhaltlich ist das ja okay, aber rein vom Hören klingt es mir verquer.

Der Brief liegt müde auf der Schwelle,
er/regt sich nicht und nichts in mir,
seit wann, seit wann schon schläft er hier
und schlägt so zu - doch keine Welle.



Zitat:

Müde auf der Schwelle = ist lediglich ein müder Versuch
er/regt sich nicht und nichts in mir = berührt mich und interessiert mich nicht (mehr)
seit wann, seit wann schon schläft er hier = habe ich ja gar nicht bemerkt, dass Du etwas zur Rettung beitragen wolltest
und schlägt so zu, doch keine Welle = bringt nichts mehr, sorry



So könnte man es auf jeden Fall auch sehen, wobei mir aber was anderes vorschwebte. Eigentlich wollte ich zum Ausdruck bringen, dass sich das lyrI nur scheinbar emotional vom Du distanziert hat. Es versucht mit allen Mitteln, die Sache für sich abzuschließen und die Spuren zu beseitigen, daher schüttet es in S2 die blaue Farbe in den Abfluss, die aber letztlich doch noch an den Händen kleben bleibt. Das, was gewesen ist, lässt sich nicht einfach auslöschen, die Erinnerung steht dem im Wege.

Daher bleibt auch der in S3 angesprochene Brief – der Versuch des Du’s, das gebrochene Bein wieder zu kitten – ungeöffnet. Z2 der letzten Strophe ist als Selbstbetrug des lyrIchs aufzufassen, was in der Conclusio eigentlich aufgedeckt werden sollte, denn das Ich hat einfach Angst davor, diesen Brief zu öffnen und mit seinen eigenen Gefühlen konfrontiert zu werden – eine Art Selbstschutz. „Und schlägt so zu“ ist doppeldeutig gemeint, einerseits bezieht es sich auf den ungeöffneten Brief, andererseits ist ein Schlag in die Magengrube gemeint.


Zitat:

Ich würde am Schluss sogar ein Fragezeichen setzen.



Done.

Vielen Dank für dein Statement.
Grüße, Maya
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#4

Der Brief

in Düsteres und Trübsinniges 07.06.2007 09:33
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Ah, verstehe! Danke für die Erläuterung.

Nein, es geht nichts hinter verschlossenen Türen ab. Nur brauchen wir (Brot und moi) eben die Rückmeldungen der anderen.... und solange die sich nicht melden, ruht das Ganze halt gezwungenermassen.

Grüsse zurück!
Margot

Die Frau in Rot

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#5

Der Brief

in Düsteres und Trübsinniges 07.06.2007 17:27
von Alcedo • Mitglied | 2.494 Beiträge | 2351 Punkte

Zitat:

Maya schrieb am 04.06.2007 16:59 Uhr:
Der Brief

Der Tisch hat sich ein Bein gebrochen,
er/trägt sich rund, doch nur noch schwer
und macht sich keine Platte mehr,
die Stühle sind ins Eck gekrochen.

Dein Bild hängt schiefer an den Wänden,
ich nehms und schüttle Farben raus,
im Abfluss färbt sich unser Aus,
das Blau von einst klebt an den Händen.

Der Brief liegt müde auf der Schwelle,
er/regt sich nicht und nichts in mir,
seit wann, seit wann schon schläft er hier
und schlägt so zu, doch keine Welle.



hallo Maya

die ersten zwei Strophen könnte man auch als Bericht aus dem Innern einer Zentrifuge bezeichnen. ein Zimmer als Zentrifuge, das lyr.Ich als Mittelachse: das gesamte Inventar eines Zimmers wird mit dem melancholischen Drehmoment eines Abschieds beschwert. ein Tischbein bricht unter der Last und selbst Stühle können nur noch davon kriechen, in den letzen Winkel.
das ist schön gemacht und lässt erahnen wie es in der Innenwelt des beschreibenden Erzählers aussieht, wie alles davon-, auseinandergeht.
das lyr.Ich wird auch erst Mitte S2 aktiv, und nimmt aber auch gleich symbolisch die schiefe, schwindelige Vergangenheit von den Wänden. es folgt die Stelle die mir am Besten gefällt: aus der gesamten "ausgeschüttelten"(ausgeschleuderten) Farbpalette einer Beziehung, bleibt allein das kalte Blau an den Händen haften. wunderbar! vor allem in Verbindung mit dem Adjektiv "kleben" welches Gefühle wie Ekel oder Abscheu assoziieren lässt.
das "schütteln" wollte mir gleich nicht gefallen (dachte dort gehört eher "wasche" hin), da im Abfluss ja ein fließen vorausgesetzt wird, aber auch festes Material, wie Sand, oder Asche, kann rinnen. aber dann kam mir, dass so etwas wie chemische Zersetzung gemeint ist, oder eine Reaktion, aber nicht verbrennen. tja, zu was es führen kann wenn die Chemie nicht mehr stimmt!

in der letzen Strophe, wird über die Interpunktion deutlich, dass du Schwierigkeiten hast, den Fragesatz mit der Konklusion zu verbinden. wo möchtest du denn das Fragezeichen setzen? keine Stelle ist wirklich geeignet dazu. ich denke es ist ein klassisches Beispiel, bei dem ein Dichter sich der eleganten Möglichkeit bedienten sollte, die Zeichensetzung an den Zeilenenden vollständig zu unterlassen. somit bliebe auch der finale Punkt erspart. der Text ist es allemal wert.

Gruß
Alcedo

e-Gut
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#6

Der Brief

in Düsteres und Trübsinniges 07.06.2007 18:17
von Maya (gelöscht)
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Tagchen Alcedo!

Deine Sichtweise mit der Zentrifuge finde ich sehr interessant und auch die Erläuterung zur blauen Farbe.


Zitat:

das "schütteln" wollte mir gleich nicht gefallen (dachte dort gehört eher "wasche" hin), da im Abfluss ja ein fließen vorausgesetzt wird, aber auch festes Material, wie Sand, oder Asche, kann rinnen. aber dann kam mir, dass so etwas wie chemische Zersetzung gemeint ist, oder eine Reaktion, aber nicht verbrennen. tja, zu was es führen kann wenn die Chemie nicht mehr stimmt!



Ich wollte schon ein Bild in den Köpfen der Leser aufbauen, bei dem man das lyrI quasi dabei zusehen kann, wie es das Bild von der Wand abhängt, es kopfüber dreht und die leuchtenden Farben rausschüttelt, die wie leichter bunter Schnee auf die Erde rieseln. Ich sehe es richtig vor mir und finde das schön. Aber da ich es geschrieben habe, baut sich dieses schöne Bild vielleicht nur bei mir auf, da habt Ihr dann alle Pech gehabt .


Zitat:

in der letzen Strophe, wird über die Interpunktion deutlich, dass du Schwierigkeiten hast, den Fragesatz mit der Konklusion zu verbinden. wo möchtest du denn das Fragezeichen setzen? keine Stelle ist wirklich geeignet dazu. ich denke es ist ein klassisches Beispiel, bei dem ein Dichter sich der eleganten Möglichkeit bedienten sollte, die Zeichensetzung an den Zeilenenden vollständig zu unterlassen. somit bliebe auch der finale Punkt erspart. der Text ist es allemal wert.



Du, ich habe es gestern ganz schlicht und einfach vergessen, das Fragezeichen zu integrieren. Ich stimme mit dir überein, dass es am Ende unpassend wäre. Aber das hatte ich sowieso nicht vor, denn die letzte Zeile ist eine wichtige Aussage, die nicht hinterfragt werden soll.

Ich werde die letzte Strophe jetzt mal ändern, kannst ja Bescheid geben, ob es so geht. In den gereimten Gedichten lege ich schon Wert auf korrekte Zeichensetzung, nur bei den ungebundenen Sachen verzichte ich manchmal auf Interpunktion und Großschreibung.

Ich danke für die Rückmeldung und freue mich, dass es wohl ganz gut bei dir ankam.

Grüße, Maya
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#7

Der Brief

in Düsteres und Trübsinniges 07.06.2007 23:54
von Alcedo • Mitglied | 2.494 Beiträge | 2351 Punkte

Zitat:

Maya schrieb am 07.06.2007 18:17 Uhr:
In den gereimten Gedichten lege ich schon Wert auf korrekte Zeichensetzung



schreibts und slasht munter vor sich hin...

weißt du, deine persönlichen Vorlieben sind ein miserables Argument. was hat denn ein Reim mit einer Zeichensetzung zu tun?

achte lieber auf die Zeilenumbrüche: dadurch werden die sechs Kommas an den Zeilenenden überflüssig.
die dazukommenden Leerzeilen zwischen den Strophen wären stark genug damit sich die drei Punkte erübrigen.
vor diesem Hintergrund fragt sich was ist günstiger für den Text?
den Lesefluss mit einem fragwürdigen Fragezeichen und einem Großgeschrieben Bindewort zu stauen, Fragezeichen welches wohl grammatikalisch korrekt hinter das Wort "zu" gehört, aber dort wegen einer inhaltlich notwendiger Verquickung nicht gesetzt werden kann,
oder
das konsequente Kippen von fragwürdigen Vorlieben/Vorurteilen, und dem Text die optimale Optik gönnen?

ich finde diese Variante optimaler:

Der Brief

Der Tisch hat sich ein Bein gebrochen
er/trägt sich rund, doch nur noch schwer
und macht sich keine Platte mehr
die Stühle sind ins Eck gekrochen

Dein Bild hängt schiefer an den Wänden
ich nehms und schüttle Farben raus
im Abfluss färbt sich unser Aus
das Blau von einst klebt an den Händen

Der Brief liegt müde auf der Schwelle
er/regt sich nicht und nichts in mir
seit wann, seit wann schon schläft er hier
und schlägt so zu, doch keine Welle


Gruß
Alcedo

e-Gut
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#8

Der Brief

in Düsteres und Trübsinniges 08.06.2007 00:45
von GerateWohl • Mitglied | 2.015 Beiträge | 2015 Punkte
Hi Maya,

will eigentlich nur mein großes Wohlgefallen ausdrücken. Ich neide Dir solche feine Sprache auf so engem Raum. Das Blau von einst sehe ich eher als so eine gewisse Blauäugigkeit, die das lyrI zu Beginn der Beziehung mit dem lyrDu gemein hatte. Sie ist vielleicht Schuld am Desaster der vergangenen Beziehung und klebt wie Blut an den Pfoten des Ichs.

Das einzige was mir nicht gefällt ist diese er/regt-Konstruktion. Hier würde ich Dir empfehlen, Dich für eine Variante zu entscheiden. Das ließt ja eh keiner so, bzw. vielleicht doch, aber was muss ich da als vortragender beachten?

Neenee. Es wäre schade, wenn dieses kleine Kunstkonstrukt mit dem / dafür sorgen würde, dass dieses feine Stück Lyrik einen unvortragbarkeitsstatus bekäme.

Sehr fein.

LG,
GW

_____________________________________
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#9

Der Brief

in Düsteres und Trübsinniges 08.06.2007 09:35
von Albert Lau (gelöscht)
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Sprachlich meisterhaft, inhaltlich abgründig bis widersprüchlich, so wie vielleicht auch die Gefühle. Das Gedicht vermittelt sich mir eher sinnlich. Wenn ich allzu genau auf die Worte schaue, komme ich durcheinander und erkenne, dass hier manches so schief ist wie das Bild, dessen Farben im Ausguss verschwinden.

Ich finde es toll. Die Schrägstriche würde ich durch Leerzeichen ersetzen. Die Dopplung "seit wann" ist mein einziger Wermutstropfen. Respekt.

DG
Mattes
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#10

Der Brief

in Düsteres und Trübsinniges 08.06.2007 15:35
von Maya (gelöscht)
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@ Alcedo


Zitat:


Zitat:

Zitat:

Maya schrieb am 07.06.2007 18:17 Uhr:

In den gereimten Gedichten lege ich schon Wert auf korrekte Zeichensetzung...´



schreibts und slasht munter vor sich hin...

weißt du, deine persönlichen Vorlieben sind ein miserables Argument. was hat denn ein Reim mit einer Zeichensetzung zu tun?



Nö. Ich habe nun mal eine Vorliebe für korrekte Zeichensetzung in meinen Reimgedichten. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel, sonst wäre es doch langweilig. Den Slashs wird hier ja eine eindeutige Funktion zugewiesen, sie sollen die Doppelbedeutungen kennzeichnen. Mich überzeugt dein Vorschlag einfach nicht. Das Gedicht wirkt mir ohne Interpunktion einfach zu wässrig .

Dennoch danke für den Vorschlag.

@ GW


Zitat:

will eigentlich nur mein großes Wohlgefallen ausdrücken. Ich neide Dir solche feine Sprache auf so engem Raum.



Ach, na so dolle ist es doch aber gar nicht, die Reime sind wirklich profan.
Dennoch danke.


Zitat:

Das Blau von einst sehe ich eher als so eine gewisse Blauäugigkeit, die das lyrI zu Beginn der Beziehung mit dem lyrDu gemein hatte. Sie ist vielleicht Schuld am Desaster der vergangenen Beziehung und klebt wie Blut an den Pfoten des Ichs.



Das ist auch eine wundervolle Interpretation dieser Stelle. Schön, was Ihr dazu anbringt.


Zitat:

Das einzige was mir nicht gefällt ist diese er/regt-Konstruktion. Hier würde ich Dir empfehlen, Dich für eine Variante zu entscheiden.



Menno, ich fand diese Idee damals echt gut. Jetzt scheint sie nur mir zu gefallen.

Ich werde einfach darauf warten, dass Mattes mir einen Vorschlag macht .

@ Mattes

Ah, als hätte ich es geahnt. Schön, dass dir die Zeilen gefallen.


Zitat:

[...]inhaltlich abgründig bis widersprüchlich[...]



Widersprüchlich? Das muss das Gedicht wohl von mir haben. Schade, dass du nicht näher darauf eingegangen bist. Aber ja, das lyrI ist innerlich zerrissen, ein gutes Argument, das ich dir entgegenhalten kann.


Zitat:

Die Schrägstriche würde ich durch Leerzeichen ersetzen.



Ja, so werde ich das nun umsetzen, wobei fraglich ist, ob sich das jetzt noch mit dem Inhalt der S3, Z2 verträgt.


Zitat:

Die Dopplung "seit wann" ist mein einziger Wermutstropfen.



Diese Wiederholung war beabsichtigt, ich finde sie nicht störend.

Ich danke für Eure Rückmeldungen.
Viele Grüße von Maya.
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#11

Der Brief

in Düsteres und Trübsinniges 08.06.2007 15:40
von Albert Lau (gelöscht)
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Zitat:

Maya schrieb am 08.06.2007 15:35 Uhr:
Ah, als hätte ich es geahnt.





Zitat:

Diese Wiederholung war beabsichtigt,...


Tatsächlich?
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#12

Der Brief

in Düsteres und Trübsinniges 08.06.2007 15:49
von Maya (gelöscht)
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Das bezog sich doch nur darauf:
Zitat:

Ich werde einfach darauf warten, dass Mattes mir einen Vorschlag macht .



weil ich vor dem Antworten natürlich deinen Vorschlag bereits gelesen hatte.

Nein, keine Bange, ich kann noch nicht hellsehen und weiß auch nicht, wer auf meine Gedichte reagiert und wer nicht, leider .
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#13

Der Brief

in Düsteres und Trübsinniges 16.06.2007 21:37
von Fabian Probst (gelöscht)
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mir gefallen die Bilder.
Sehr schöne Vergleiche.
Der Text ist rund und hat mich erreicht.
Leider fehlt mir die Zeit, näher darauf einzugehen, aber ich finde den Text einfach gut. *örks*

Gruß, Fabian
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#14

Der Brief

in Düsteres und Trübsinniges 17.06.2007 19:58
von Maya (gelöscht)
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Ja, danke, das freut mich. Was heißt *örks*?

Gruß, Maya
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