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#1

Glutherz

in Mythologisches und Religiöses 13.04.2007 21:14
von *Chris* (gelöscht)
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Glutherz


Oh Glutherz, ich verneige mich vor deinem Stolz
und hebe ehrfurchtsvoll gefaltet meine Hände.
Dein Blut entfacht im Kreislauf um die Erde Brände,
mit einem Griff zerbrichst du kalten Fels und Holz.

Als ob dein Odem jedes Denkers Maske schmolz,
erfuhr das Sinnen in den Köpfen eine Wende:
Auch ich verspürte Sehnsucht bald in Herz und Lende,
denn du vertreibst die Einsamkeit, den Grund des Grolls,

mit einem Schlagen deiner purpurroten Schwingen.
Sogleich entfachen wir ein Feuer, dir zum Gruß
und hoffen die Essenz wird uns die Einsicht bringen,

in die Gewölbe deines Turms, an dessen Fuß
wir überwältigt stehen und um Einlass dringen.
Du wäscht uns gnädig uns’re Leiber rein von Ruß.
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#2

Glutherz

in Mythologisches und Religiöses 16.04.2007 10:57
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Hi Chris

Bin ich eigentlich die Einzige, die zu Deinen Gedichten was sagt? Es kümmt mir fast so vor. Und Du, beteiligst Du Dich eigentlich auch ein wenig am hiesigen Geschehen? (Achtung, dies ist ein ernstgemeinter Scherz und wird wahrscheinlich missverstanden! *g) Ok, schaun mer mal, was Du uns hier aus Deiner Herz-Sonnet-Reihe zu lesen gibst.

Oh, Glutherz! Ich weiss nicht, Chris, ob das wirklich noch zeitgemäss ist, ein Gedicht mit ‚Oh’ zu beginnen. Das sage ich, die selber altmodisch dichtet, aber dieses ‚oh’ katapultiert mich in das 19. Jahrhundert zurück und da kneift mir darob gleich die Krinoline. Verstehe mich nicht falsch. Ich will Dir nichts ein- oder ausreden, und wenn es Dir Spass macht, so zu dichten, dann bin ich die Letzte, die Dich davon abhalten will, aber evtl. ist der/Dein Stil auch der Grund, weshalb Deine Werke so spärlich kommentiert werden. Sie sind – von der Sprache her – den Leuten vielleicht einfach zu weit weg. Des Weiteren denke ich immer, wenn jemand mit ‚oh’ hantiert, dass er einfach nichts besseres gefunden hat und auf diesen alten „Trick“ zurückgreift, aber das wird bei Dir sicher nicht der Fall sein.

Ich muss bei Deinen Gedichten immer rätseln, worüber Du eigentlich schreibst. Auch hier runzle ich die Stirn, weil mir nicht wirklich etwas „Gscheites“ einfällt. Am sinnvollsten erscheint mir noch die Sonne oder ein Sonnengott, die/der angebetet wird. Ein Ereignis hat die Köpfe zum Umdenken gebracht. Vielleicht ein Meteoriteneinschlag, oder ein Vulkanausbruch, einfach etwas, das Glut und Brand verursachen und Holz und Stein brechen kann. Das Weltende? Aber warum wurde darauffolgend die Einsamkeit – die ja der Grund des Grolls sein soll – damit vertrieben? Rückten dann die Menschen (wieder) näher zusammen? Irgendeine Besinnung musste es darob gegeben haben, oder? Schliesslich hoffen sie, dass die Essenz (des Feuers? Hä?) ihnen Einsicht bringt. Aber welcher Turm in der letzten Str. gemeint ist, kann ich jetzt nicht wirklich mehr interpretieren. Da bricht meine Sonnen(gott)-Theorie.

Handwerklich gibt’s nichts zu meckern. Diese Form hast Du gut im Griff und fliessen tut’s auch. Lediglich der schmolz/Grolls-Reim ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Fazit: Ich kann mich zwar an der Form und dem Klang erfreuen und so ein bisschen sagt mir der Inhalt auch etwas, aber wirklich verstehen tue ich das Gedicht nicht. Es vermittelt aber, durch seinen Wortwahl, einen grossen Bilderreichtum und würde ich ihm eine Farbe geben müssen, dann wäre es eindeutig ‚rot’. Komisch, dass es noch kein Loch in den Tümpel gesengt hat.

Soweit von mir und Gruss
Margot

Die Frau in Rot

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#3

Glutherz

in Mythologisches und Religiöses 16.04.2007 15:32
von *Chris* (gelöscht)
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Hallo Margot,

soweit ich sehe, ja, du bist die einzige. Ich kanns sogar verstehen, denn wie du ja auch bemerkt hast, beteilige ich mich nicht wirklich am Forenleben.
Das tut mir auch sehr leid, aber ich finde aufgrund von privaten Veränderungen und meiner Schule kaum Zeit mich eingehend mit den Gedichten, die hier bei weitem einen anderen Standart haben als die andernorts, zu befassen.
Und wenn ich dann mal einen Moment der Ruhe habe, nutze ich diesen um beim Gedichte schreiben abzuschalten.
Selbst auf die wenigen Antworten die ich bekomme, kann ich nur selten, und wenn, verspätet antworten.

Dennoch danke ich dir ganz herzlich, dass du trotzdem gewillt bist/warst dich meiner Gedichte anzunehmen.

Zu deinen Einwänden:
Das "Oh" habe ich in allen Herz-Sonetten, wie du sie nennst, benutzt. Es ist ein stilistisches Mittel mit dem ich Beeindrucktsein und Anbetung ausdrücken wollte.
Meine Herz-Sonette sind von mir selbst darauf ausgelegt worden, altmodisch, oder wie ich sagen würde, altertümlich zu sein. Genau dort wollte ich sie haben, weil es mir inhaltlich und sprachlich so am Passendsten erscheint (da ich mittlerweile nur noch diese Art von Sprache benutze).

Dass ich auf diese Art schreibe, mag wohl auch der Grund sein, dass mich nur wenige verstehen. Die Aufgabe, es verständlich zu machen, liegt bei mir, das ist mir bewusst. Aber ich kann nicht (mehr) anders als so schreiben.

Ich möchte niemandem, und schon gar nicht die, Margot, etwas unterstellen, aber vor allem in einem anderen Forum, werden die Gedichte einfach viel zu Oberflächlich behandelt, als dass man wirklich irgendwie verstehen könnte was der Dichter von einem will.
Ich will nicht überheblich klingen, aber teilweise muss man bei meinen Gedichten auf jedes Wort achten. Im Regelfall setze ich keines ohne Grund.

Ich habe nun des öfteren gemerkt, dass dieser, mein Schreibstil nicht allzu gut ankommt; wenn es mir möglich ist, werde ich, wie mir jemand geraten hat "meinen Weg ein Stück zurück gehen", denn ich bin auch der Meinung, dass sich ein Gedicht von selbst erklären sollte und keine Erklärungen vom Autor notwendig sein sollten. Andernfalls hat der Autor etwas falsch gemacht.

In diesem Sinne und aufgrund des angesprochenen Zeitmangels muss ich mich nun mit freundlichen Grüßen zurückziehen.
Mir bleibt nur noch, dir noch einmal fürs Lesen und Kommentieren zu danken


LG Chris

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#4

Glutherz

in Mythologisches und Religiöses 16.04.2007 17:00
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Ach und Oh (! *g), nur keine Rechtfertigungen! Ich kann's nur manchmal nicht lassen, bisschen an den Bäumen zu rütteln.

Es kann gut sein, dass ich zu unaufmerksam lese, bzw. mich nicht genug mit dem Text beschäftige, aber das kann ich irgendwie auch nicht ändern. Obwohl ich es schon öfters versucht habe. Ich werde einfach zu schnell ungeduldig, wenn sich mir - auch nach mehrmaligem Lesen - der Sinn nicht erschliesst.
Aber dass der Dichter jetzt darüber schweigt und sich grämt, nicht verstanden zu werden - oder gar die Leser rügt, sich nicht genügend mit dem Text beschäftigt zu haben -, das kann's ja nun auch nicht sein. Nicht, dass Du das tätest ... oder doch?
Schliesslich leben wir noch und können darüber Auskunft geben, was wir meinten, wie wir's dachten und was uns dazu bewog. Oder liege ich da falsch? Ich denke, gerade das ist doch das Tolle an den Foren. Wenn wir dann mal hinüber sind, dann können sich meinetwegen die Anderen ein Bein ausreissen und jedes Wort "auseinanderklamüsieren". Aber jetzt sind wir hier und haben Fragen, die wir doch gerne beantwortet hätten. Also, Sternchen-Chris, gib Dir einen Ruck und lass mich nicht unwissend sterben.

Infolge Deines Zeitmangels habe ich jetzt auch ganz schnell geschrieben, damit ich Dir nicht zu viel davon stehle!

Gruss und bis denne!
Margot

Die Frau in Rot

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#5

Glutherz

in Mythologisches und Religiöses 16.04.2007 17:55
von Fabian Probst (gelöscht)
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ich habe das eben mal durch die Suchfunktion geklärt und sah mich noch mehr bestätigt, als ich es vorher ahnte.

Ich habe dich persönlich schon mindestens fünf mal kommentiert, du insgesamt hier im Tümpel aber erst drei Gedichte von allen Usern zusammen.

Tut mir leid, aber es kommt mir so vor, als ob du an einem gegenseitigen Austausch nicht wirklich Interesse hast. Deswegen habe ich persönlich nicht so eine große Motivation dazu, dich zu kommentieren und dir Anzahl von fünf Kommentaren spricht da dann wohl eine deutliche Sprache. Ich gebe dir ummotiviert mehr Feedback als du allen Zusammen, ob jetzt motiviert oder nicht.

Ich sagte dir auch mehrmals, dass ich deine Art zu schreiben mag. dieses Gedicht gefällt mir durchaus auch wieder, die Sprache ist allerdings wirklich eine Spur zu pathetisch, auch in meinen Augen. Davon abgesehen ist es formal gut gemacht.

Also, beteilige dich mehr an anderen Werken und dann klappt das auch mit den Nachbarn.

Gruß, Fabian
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#6

Glutherz

in Mythologisches und Religiöses 16.04.2007 19:04
von *Chris* (gelöscht)
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Okay, ich sollte mir doch noch die Zeit hierfür nehmen.

Margot, ich kann das gut nachvollziehen, dass man mit der Zeit ungeduldig wird^^

Okay, ich werde eine kurze Erklärung versuchen:

In all meinen Herz-Sonetten gibt es ein LI, dass jemanden oder etwas (hier Glutherz) anbetet o.ä.
Dieses LI steht für alle Menschen, welche ja auch von ihm erwähnt werden, und Glutherz ist etwas das sie verehren, an das sie glauben.

Wie ich ja bei einem anderen Gedicht erwähnte, sind Glutherz, Sturmherz etc. keine mythischen Figuren, die es wirklich gibt, ich habe sie mir selbst ausgedacht und sie dienen in meinen Gedichten für bestimmte...wie soll ich sagen, Charaktereigenschaften.
In meinen Gedichten habe ich sie so benutzt, dass die Menschen eine Wesenheit "vergöttern", im Glauben, sie würden ihnen "gnädig" gestimmt sein.

Glutherz soll hier Geborgenheit, Wärme, Zuneigung, vielleicht auch Liebe verkörpern.

"Ein Ereignis hat die Köpfe zum Umdenken gebracht. " Richtig, Während die Köpfer zuvor bloß...hm...rationalistisch dachten, tritt dieses Ereignis, undzwar das bloße Dasein von Glutherz ein, wodurch in ihnen Geborgenheit usw. gewckt wird.

"einfach etwas, das Glut und Brand verursachen und Holz und Stein brechen kann. Das Weltende? Aber warum wurde darauffolgend die Einsamkeit – die ja der Grund des Grolls sein soll – damit vertrieben?"
Ja, etwas, das eine Glut in den Menschen entfachte. Zuneigung und, wie du selber erwähntest "Zusammenrücken", haben die Einsamkeit der Einsamen vertrieben, weil sie zB anfingen zu lieben.

"Schliesslich hoffen sie, dass die Essenz (des Feuers? Hä?) ihnen Einsicht bringt. Aber welcher Turm in der letzten Str. gemeint ist, kann ich jetzt nicht wirklich mehr interpretieren. Da bricht meine Sonnen(gott)-Theorie."

Ja, Essenz des Feuers, also das Wesenntliche des Feuers, das was es ausmacht. Also genau die Eigenschaften die ich oben beschrieb. Beim Turm war ich wohl zu undeutlich. Aus dem 1. Vers sollte auch hervorgehen, dass Glutherz stolz ist und es, wie aus dem Vers mit dem Turm ("wir überwältigt stehen"), gerne pompös mag. Also der Turm sollte ein weiteres Sinnbild für eine Eigenschaft sein, vielleicht auch sowas wie ein Ort an dem die Menschen Glutherz anbeten.

Ich denke ich war generell zu sehr davon überzeugt, dass ich deutlich genug schreibe was ich meine.

Fabian, ich stimme dir zu. Ich bin kaum hier vertreten, zumindest als Kritiker, und es tut mir leid...womit aber niemandem geholfen ist.
Ich danke dir natürlich auch für jeden Kommentar den du mir gibst und es ärgert mich, dass ich nicht die Möglichkeit finde, es im gleichen Maße gleichzutun.

Interesse daran habe ich auf jeden Fall, ansonsten wäre ich wohl nicht hier.

Ich hoffe auf Besserung, meinerseits versteht sich. Ob es mir aber gelingen wird eure (oft sehr anspruchsvollen) Gedichte in dem Maß behandeln zu können wie sie sollten, ist eine andere Frage.


LG Chris
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#7

Glutherz

in Mythologisches und Religiöses 16.04.2007 22:59
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
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