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#1

Wer viel fragt, bleibt dumm

in Philosophisches und Grübeleien 02.04.2007 19:23
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Lieber Herr GW

Was setzen Sie uns denn hier für eine hübsche Botschaft hin? Wer viel fragt, bleibt dumm? Wo uns doch seit Jahren im Kinderprogramm gesagt wird: Wer nichts fragt, bleibt dumm! Sie sehen mich bar erstaunt!

In der ersten Strophe dachte ich mir: Au weia, jetzt wird’s sprichwörtlich und der GW weiss sich nicht mehr zu helfen und muss auf (Binsen)Weisheiten zurückgreifen. Jedoch wurde dann – gottlob – auf die eigenen Worte umgeschwenkt, was aber auch nicht gerade viel hergibt. *g
Du fragst, ich frage mich auch, nämlich: Wieso erkennt man das Versehen erst auf Dauer und ausser Atem? Welches Versehen? Dass man nicht fragen sollte? Und wieso ausser Atem? Hä?
Wie geht’s weiter? Ja, das frage ich mich auch. Und kriege gleich eine Antwort in der 3 Strophe. Nämlich mit einem Bruch in der netten Abgeschlossenheit der Zeilen. Hier wird plötzlich zeilenübergreifend gedichtet. Oho, denke ich mir, jetzt kommt die Wendung! Und wirklich, aus dem Allgemeinen geht’s jetzt ins Persönliche. Da ist ein Du, dass das Ich so einschränkt. Aber wie und wozu und warum? Ich seh nicht durch! Muss womöglich an meinem Panzer liegen. *g

Auch die letzte Strophe, wo ich noch eine Wendung finde, die mir gefällt (der Friedhof der in Stein gemeisselten Fragen), bringt mir nicht den ersehnten Aha-Effekt.

Sorry, GW, aber das gefällt mir gar nicht, bzw. kann ich mich da weder reinfühlen, noch etwas heraus ziehen. Ich hab wohl heute nicht meinen philosophischen Tag. Evtl. gibt mir wer einen Schups?

Gruss
Margot

Die Frau in Rot

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#2

Wer viel fragt, bleibt dumm

in Philosophisches und Grübeleien 02.04.2007 20:09
von GerateWohl • Mitglied | 2.015 Beiträge | 2015 Punkte
Äh, ja. Da wurde heute so viel über schmerzhaft wahres und hilfreiches Feedback geschrieben, dass mir wohl nur bleibt zu sagen, danke sehr, und halte die andere Wange auch noch hin.
Beim Lesen Deines Kommentars fällt mir plötzlich ein, wie blöd ich das Verwenden von gängigen Redewendungen oder gar Sprichwörtern in Gedichten finde.
Dabei finde ich die Intention meines Gedichtes nach wie vor gut, nur hapert es wiedermal an der allzu schnell gestrickten Umsetzung.
Es ging mir darum, dass ich häufig Leute treffen, die sich in Fragen des Lebens besonders gut auszukennen scheinen und einen mit den tollsten Ratschlägen aus eigenem Erfahrungshintergrund und gar dem Lesen vieler Bücher weiterhelfen können (und diese Ratschläge sind häufig wirklich gut und interessant), bei der Betrachtung ihres eigenen Lebens sich aber häufig ein Riesenhaufen loser Lebensfäden, unabgeschlossene Studien, ein riesen Berg gescheiterter Beziehungen und ein organisatorisches Chaos zeigen, ebenso wie ein breites, zusammenhangloses Wissen über viele Dinge sowie ein schon fast schmerzhafter Grad an Selbstreflexion und ein ständiges "Warum" auf den Lippen. Das wollte ich hier ein bisschen verallgemeinern, um die Welt mal wieder schön einfach und durchschaubar zu malen. Ist wohl etwas misslungen.

Viele Grüße und danke für Deinen Kommentar.
GW





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#3

Wer viel fragt, bleibt dumm

in Philosophisches und Grübeleien 02.04.2007 21:45
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte

Zitat:

GerateWohl schrieb am 02.04.2007 20:09 Uhr:
.... und halte die andere Wange auch noch hin.


Jederzeit!

Ja, das, was Du beschreibst kenne ich auch, bzw. reihe ich mich da mit ein. Denn ich gebe doch auch gerne mal ungefragt "gute" Ratschläge, die ich bei mir selber nicht umsetze. Womöglich sind wir Menschen einfach so, dass wir die Fehler, die wir selber machen, bei anderen sofort ausbügeln wollen. Aber diesen Hintergedanken kann ich aus diesem Text nicht herauslesen. Auch jetzt (noch) nicht, tut mir Leid.

Gruss zurück!
Margot

Die Frau in Rot

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