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#1

Graue Zeit

in Düsteres und Trübsinniges 01.02.2007 14:41
von Knud_Knudsen • Mitglied | 994 Beiträge | 994 Punkte
Graue Zeit

Dunkel sind die Jahreszeiten,
Nebel netzen schwer das Moos,
Altes muss nun Neuem weichen,
und das Herz ist hoffnungslos.

Braune Blätter zieren Eichen,
alter Zwirn fängt noch den Tau,
und wie auf geheimes Zeichen,
sucht der letzte Dachs den Bau.

Durch entlaubte Gipfelkronen,
toben Stürme stark und wild,
kein Gedanke will sich lohnen,
Schwermut zeichnet uns das Bild.

Manchmal nur aus grauen Fetzen,
scheint die Sonne hell und klar,
hüllt uns ein in Frühlingsnetzen,
gibt uns Leben, wunderbar.

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#2

Graue Zeit

in Düsteres und Trübsinniges 03.02.2007 12:51
von Fabian Probst (gelöscht)
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Finde ich solide. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Bis auf den ersten Reim passt alles.
Das wiederholte "nun" in der ersten Strophe wirkt etwas ungelenk.

Manchmal habe ich das Gefühl, das Gedicht widerspricht sich ein wenig, wenn es hier Neuem spricht, das das Alte verdrängt, und da vom hoffnungslosen Herz, hier von braunen Blättern (im Frühling?) und da von entlaubten Gipfelkronen (das Wort kommt mir auch komisch vor, aber ich bin kein Förster).

Ansonsten liest es sich gut runter und bringt ein paar nette Bilder mit, die unterhalten.

Die letzte Zeile ist wohl auch Geschmackssache, aber für mich OK.

Wie gesagt, solide. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Gruß, Fabian
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#3

Graue Zeit

in Düsteres und Trübsinniges 03.02.2007 13:51
von Knud_Knudsen • Mitglied | 994 Beiträge | 994 Punkte
danke Fabian,
alle Jahre wieder die Jahreszeitentexte, ich kann es nun einmal nicht lassen Übrigens Eichen behalten die Blätter bis zum Frühling, andere Bäume werfen sie ab.

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#4

Graue Zeit

in Düsteres und Trübsinniges 03.02.2007 13:59
von Fabian Probst (gelöscht)
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Wir haben sechs Eichen im Garten meiner Eltern. Was da im Herbst für ein Laub runter kommt, glaubst du gar nicht. Ich musste das ja immer weg fegen. Hängen blieb nur ein geringer Teil der Blätter, aber das stimmt schon.

Vielleicht gibt es aber auch unterschiedliche Arten von Eichen.

Gruß, Fabian
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#5

Graue Zeit

in Düsteres und Trübsinniges 03.02.2007 14:10
von Knud_Knudsen • Mitglied | 994 Beiträge | 994 Punkte
Lieber Fabian auch Eichen werfen ein Teil der Blätter ab aber sie gehören, wenn sie gesund sind, zu den Bäumen die trockene Blätter bis zum Neuaustrieb halten Der Text ist so eine Art Winterdepressionnsausfluss
Gruss
Knud

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#6

Graue Zeit

in Düsteres und Trübsinniges 03.02.2007 14:23
von Fabian Probst (gelöscht)
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vielleicht sind unsere Eichen ja wirklich krank. Zwei werden demnächst sowieso gefällt, weil sie mittlerweile das Haus bedrohen.
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#7

Graue Zeit

in Düsteres und Trübsinniges 03.02.2007 15:34
von Knud_Knudsen • Mitglied | 994 Beiträge | 994 Punkte
da kann man nicht genug aufpassen, wir mussten auch eine Tanne fällen

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#8

Graue Zeit

in Düsteres und Trübsinniges 03.02.2007 16:19
von Krabü2 | 797 Beiträge | 797 Punkte
Alte deutsche Eichen bedrohen das eigene Haus?
Oh Graus! Soweit ist es also schon. Da versteh ich Dein Gedicht, dass ich vorhin kommentierte, doch noch deutlicher :-)))))
(die armen Bäume! Ihr solltet Euer Haus 'umpflanzen', den Eichen weichen..)

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#9

Graue Zeit

in Düsteres und Trübsinniges 04.02.2007 13:44
von Knud_Knudsen • Mitglied | 994 Beiträge | 994 Punkte
Krabü, eine deutsche Eiche kann fast nichts erschüttern

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#10

Graue Zeit

in Düsteres und Trübsinniges 05.02.2007 13:42
von Don Carvalho • Mitglied | 1.880 Beiträge | 1880 Punkte
Hallo Knud,

ich mäkele ja zumeist an irgendwelchen Metrikaussetzern herum, die Dir immer mal wieder durchschlüpfen, hier gibt es aber nichts zu bemängeln, das liest sich alles rund und sauber. Die Assonanz in Str. 1 Z. 1 und 3 stört auch nicht weiter, zumal der Reim der Zeile 3 in der nächsten Strophe ja sogar noch aufgegriffen wird. Ansonsten sind auch die anderen Reime in Ordnung.

Insofern, da schließe ich mich Fabian an, eine solide Arbeit, die mir (aber) gefällt. Einzig das "wunderbar" am Ende missfällt mir auch, klingt ein wenig gestelzt, was vermutlich nur negativ auffällt, weil diese Zeile eben zugleich der Schlusspunkt ist. Inhaltlich mag Dein Gedicht zwar nicht Neues sein, sondern nur den alljährlichen Einbruch der "grauen Zeit" in unser Leben beschreiben, aber mir reicht das eigentlich, wenn es gut umgesetzt ist und sich ansprechend liest.

Grüße,

Don

Des Paten Missetaten

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#11

Graue Zeit

in Düsteres und Trübsinniges 05.02.2007 14:12
von Knud_Knudsen • Mitglied | 994 Beiträge | 994 Punkte
Danke Do, nun ein blindes Huhn usw.
Gruss
Knud

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