Hallo P.,
dein Gedicht spricht mich eigentümlicherweise an, da ich die Formulierungen genießen kann, ohne sie zu verstehen bzw. durchgängig deuten zu können. Aber das hat Finesse, wenn eine Versteinerung, die Verwandlung in Stein und damit einhergehende Sturheit dergestalt umschrieben wird. Auch in den weiteren Zeilen klingt es gut und sogar das finale Abkratzen hat Verve. Schade nur, dass ich für mich einerseits weder den Widerspruch der Versteinerung und des gleichzeitigen Gleitens, noch insgesamt das Rätsel lösen konnte. Und das ist der größte Kritikpunkt, dadurch wirkt das Gedicht – es ist ja auch eher kurz – wie eines dieser Rätselverslein für Kinder.
Vielleicht bin ich zu streng, vielleicht auch nur deshalb, weil ich es nicht löste. Aber wie gesagt, angesprochen hat es mich.
Digitale Grüße!