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#1

Beginn (ein anderes Weihnachtsgedicht)

in Mythologisches und Religiöses 13.12.2006 15:00
von Knud_Knudsen • Mitglied | 994 Beiträge | 994 Punkte
Beginn

Untergang liegt dumpf auf fahlen Auen,
gebeugt zeigt dieses Jahr den Abschied an,
und dennoch schmücken hoffnungsfrohe Frauen,
die Stuben üppig bunt, mit Gold und Tann.

Zum Ende sollen viele Lichter glänzen,
das Fest der Feste steht nun vor dem Tor,
mit Engelshaar wir alles Grün umkränzen,
und heller Glockenklang dringt sanft in unser Ohr.

Das Alte schwindet, Neues wird geboren,
ein weißer Teppich hüllt jetzt sanft uns ein,
das Ende ist zum Anfang ausehrchoren,
und über Gräbern liegt ein heller Schein.

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#2

Beginn (ein anderes Weihnachtsgedicht)

in Mythologisches und Religiöses 26.12.2006 23:55
von Primel | 107 Beiträge | 107 Punkte
@Knud Knudsen

Dein schöner Text geht wohl an Weihnachten als Fest vorbei, denn das Begräbnis des Jahres fällt eher auf den Silvesterabend. Deine Interpretation wirkt recht "heidnisch" auf mich, wie eine Beschwörung, eine Herbeirufung des Phönixeffektes. Also entweder Weihnacht mit dem Erlöserprinzip oder Jahreswende.
Der Text ist, wie ich bereits sagte, sprachlich schön ausgearbeitet, doch das Gedankenkonzept finde ich verwirrend.
Bitte korrigiere den Tippfehler aus-erkoren (nicht au-sehr-choren.)

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#3

Beginn (ein anderes Weihnachtsgedicht)

in Mythologisches und Religiöses 27.12.2006 23:34
von Knud_Knudsen • Mitglied | 994 Beiträge | 994 Punkte
hi Primel,
also ausehrkoren kann und will ich nicht korrigieren. Das ist ein Wortspiel
Zum Inhalt, nun sehr religiös ist das kaum, so wie ich.
Danke für Deinen Kommentar.
Gruss
Knud

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#4

Beginn (ein anderes Weihnachtsgedicht)

in Mythologisches und Religiöses 28.12.2006 14:47
von Fabian Probst (gelöscht)
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mich stört der starke Widerspruch zwischen Anfang und Ende.

Es beginnt mit dem Untergang, der dumpf auf fahlen Auen liegt, das Jahr ist gebeugt, alles scheint so düster.

Und dann, in der dritten Strophe, ist auf einmal alles gar nicht mehr düster, der weiße Teppich hüllt uns sanft ein. Das Ende wird feierlich zum Anfang ehrkoren.

Ich sehe aber dazwischen nichts, was diese Veränderung herbei führt, es passiert ja eigentlich nichts.
Insofern erreicht mich dieses formal durchaus passable Gedicht nicht wirklich.

Aber vielleicht habe ich es einfach nicht verstanden.

Gruß, Fabian

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#5

Beginn (ein anderes Weihnachtsgedicht)

in Mythologisches und Religiöses 28.12.2006 21:58
von Knud_Knudsen • Mitglied | 994 Beiträge | 994 Punkte
Also dann will ich mal,

das Weihnachtsfest6 ist ja wohl der Beginn einer Weltreligion. Hier wurde ein Religionsstifter geboren, der mit seiner Botschaft die vorher herrschende Meinung, dass mit dem Tod alles aus ist, widerrufen und seinen Anhängern ein Leben nach dem Tod versprochen. Also passt im Vorfeld die düstere Stimmmung der Hoffnungslosigkeit und je näher das Ereignis kommmt, desto heiterer wird die Stimmung. (ähnlich dem Jahreszyklus des Lichtes der fast genau zu diesem Termin ein Wende erfährt. Danach wird es wieder heller, die Tage länger und das Leben kehrt zurück.
Hilft das ?
Einen guten Rutsch,
Euer
Knud

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