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#1

Max

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 04.09.2006 17:12
von Brotnic2um • Mitglied | 645 Beiträge | 645 Punkte
Max

Seine Mutter erzählte ihm, dass er Angst gehabt hätte. Angst vor schwarzen Fenstern. Sie nannte sie blinde Fenster. Weil ihr kleiner Max nicht durch Sie hindurch schauen konnte. Gerade im Winter wo es schnell dunkel wurde und sie immer gemütlich beisammen waren, wollte ihr Sohn nie auf die Scheiben sehen. Manchmal sei es so schlimm gewesen, dass sie ihn auf den Schoß nehmen und beruhigen musste.
Er hatte keinerlei Erinnerungen daran. Seine Mutter lächelte ihn an und strich ihm wie früher durchs Haar. Er lächelte gequält und starrte in die Schwärze seines Kaffees. Bei seiner Mutter hatte er sich immer geborgen gefühlt. Er nahm ein Stück Zucker und tunkte ihn mit einer Ecke in den Kaffee hinein. Die schwarze Flüssigkeit sog sich durch den weißen Zucker nach oben und begann ihn aufzulösen.



Mit Kreide schieb ihr Lehrer präzise a’s auf die dunkle Schiefertafel. Nicole saß neben ihm und er war verliebt. Sie saß nicht freiwillig neben ihm. Der Lehrer hatte das so gewollt. Alle sollten einmal eine Woche nebeneinander sitzen. Das würde den Zusammenhalt verbessern. Max war das egal. Hauptsache Nicole saß neben ihm und malte ihre wunderschönen Buchstaben in Ihr Schreibheft. Seine waren nicht so schön. Dabei hatte er sich wirklich Mühe gegeben. Den Kopf schief hängend, die Zunge leicht herausgestreckt, hatte er a’s auf das Papier gekratzt. Weil er dem Blatt beim Schreiben so nahe war, sah er erst als er sich wieder aufrichtete, um voller Stolz sein Werk zu betrachten, dass die a’s doch über die Linien tanzten. Anderen erging es schlechter. Er sah es am mitleidigen Gesicht des Lehrers als er die Hefte kontrollierte. Max konnte ihre Unterlegenheit spüren. Nicoles Buchstaben waren die Schönsten. Solange Max neben ihr sitzen konnte, war ihm alles egal.

Einmal, in einer Pause, erzählte sie ihm, dass sie neulich im Wald ein Krähenjunges am Wegesrand gefunden hätte. Es sei ängstlich umhergehüpft, aber nicht weggeflogen. Sie wollte es schon mitnehmen. Aber da sei ein Mann mit Hund gekommen, und hätte es ihr verboten. Hätte gesagt, dass sie es nicht anfassen dürfe, dass es krank sein könnte und sie ihm nicht helfen würde können. Er sei sehr streng gewesen. Während er dies Nicole erzählte sei das Junge immer hin und hergehüpft . Ganz ängstlich. Der Mann sei dann gegangen und sie auch. Sie ist dann aber gleich wieder zurückgegangen und habe den Vogel doch geholt. Sie wollte den Vogel gesundpflegen. Aber leider habe sie den Vogel, als sie ihn waschen wollte im Waschbecken ertränkt. Das erinnerte Max an die Fliege.


Es war nachmittags und er war allein. Seine Mutter war kurz weg. Er sollte in der Zwischenzeit seine Hausaufgaben machen. Max tat wie ihm befohlen, doch allenthalben schielte er aus seinem Fenster ob im Hof nicht schon Kinder wären. Während seine Aufgaben so nur mäßig vorangingen, ließ sich plötzlich ein dicker Brummer auf sein Heft nieder. Unmittelbar vor seinen leicht schweißigen Händen krabbelte das Tier über die Seiten. Der Fliegenpanzer schimmerte grünlich. Max war angeekelt.
Wieso hatte er das Insekt vorher nicht bemerkt? Er zog seine Hände zurück. Nun merkte er selbst wie feucht Sie waren. Die Fliege ließ sich nicht beeindrucken und fand wohl genügend von Interesse auf Maxens Heft.

Calliphoridae ahnte nichts von ihrem verängstigten Betrachter. Sie speichelte auf Maxens Heft herum und sog ihn wieder auf. So wie sie es zuvor an anderem Orte in Max Zimmer schon getan hatte. Sehr ergiebig war diese Stelle nicht und mit lautem Gebrumm hob der Schmeißer vom Heft wieder ab.

Max verjagte sich fürchterlich. Er hatte einen Moment gedacht die Fliege würde direkt auf ihn zufliegen. Am Besten gleich in seinen Mund hinein. Es war eine Mischung aus Angst und Zorn in ihm. Zorn, dass er sich nicht erklären konnte, dass ihm die Fliege Angst einjagte.
Die Fliege brummte im Zimmer herum. Sie schien wie absichtlich immer nah an seinem Kopf ihre Runden zu drehen. Instinktiv hob er abwehrend seine Hände. Es musste was geschehen. Er schnappte sich ein Buch und lauerte, dass sie sich wieder niederließ. Er musste lange warten. Dann saß Sie endlich still und strich sich mit ihren Beinchen über Facettenaugen und Hinterleib. Sie putzte sich gründlich. Max warf das Buch.

Ein vergeblicher Versuch. Der Schatten, der Luftzug. Die Fliege war lange weg als das Buch an die Wand klatschte. Max sah ein, dass diese Methode ihm keinen schnellen Erfolg bescheren würde. Er zog sich zurück und eilte ins Badezimmer. Dort standen die vielen Fläschchen und Döschen von Muttern herum. Dinge die er nicht anfassen sollte. Max griff nach einer großen Dose. Haarfestiger. So bewaffnet ging er wieder in sein Zimmer. Weder hörte noch sah er die Fliege. War sie weg? Aber wie? Er hatte die Tür hinter sich geschlossen gehabt. Kein Fenster stand offen. Die Fliege war aber nicht da. Mehr erleichtert als enttäuscht ließ er sich auf seinen Stuhl plumpsen und verfehlte die Fliege dabei nur knapp mit seinem Hintern. Da war sie! Max war sofort wieder in der Senkrechten. Kräftig drückte er auf den Knopf und verfolgte die Fliege mit dem Haarlack. Immer wieder drückte er den Knopf sekundenlang. Sein ganzer Körper war angespannt und seine Kiefer mahlten. Die Luft begann süßlich zu riechen.

Das war schon ein merkwürdiger, extrem stinkender Frosch der sie verfolgte. Überall in der Luft waren kleine Aerosole. Sie zerstörten peu a peu ihre Facettenaugen und verstopften zunehmend ihre Tracheen, aus denen sie sonst die Luft beim Fliegen presste. So wurde ihr Gebrumm dumpfer und klang bald wie ein verstopfter Motor.

Max tränten die Augen. In seiner Lunge bildete sich ein fürchterlicher Hustenreiz. Wenn es ihm schon so ging? Wie musste es dann der Fliege ergehen? Er drückte diesen Gedanken beiseite und dafür lieber noch mal kräftig auf den Knopf. Sie musste doch irgendwann sterben. Sie musste. Ihm war es zunehmend zuwider. Aber er konnte nicht aufhören.

Die Fliege hatte genug. Sie schmierte regelrecht ab. Das jähe Ende verdutzte ihn. Er verharrte und beobachtete starr wie die Fliege unter sein Bett krabbelte. Sie war also immer noch nicht tot. Er schluckte. Er konnte sie nun weder sehen noch hören. Aber er wusste genau wo sie war. Unter seinem Bett. Da konnte sie unter keinen Umständen bleiben. Vorsichtig ging er in die Knie und lugte nach dem Insekt. Sie saß regungslos da. War sie tot? Es schien so. Er traute sich jetzt erst seinem Hustenreiz nachzugeben, schaute sich um und entdeckte sein 30cm Lineal. Mit dem Lineal konnte er sie unter seinem Bett gefahrlos hervorholen.
Gedacht, getan. Er näherte sich mit dem Lineal dem Hinterleib des Insektes und gab der Fliege einen leichten Schubs. Doch statt einfach tot hervorzurollern, versuchte das verklebte Insekt noch mal zu fliehen. Es waren aber nur hilflose Kabolze die es zu Wege brachte. Sehr schnell blieb sie auf dem Rücken liegen. Das war’s für Max. Das sollte der letzte Schrecken sein, den sie ihm eingejagt hatte. Er griff nach dem Kinderbuch und presste es auf die Fliege.

Calliphoridae hatte vielleicht noch den dunklen Buchdeckel auf sich zukommen sehen.

Die Meute war schon lange weg. Sie hatten ihn einfach weiterpennen lassen. Zu schnell, zu viel Bier. Benebelt blickte er sich um. Zum Glück hatte er nicht gekotzt. Es war die Kneipe wo sie angefangen hatten, ihren Abschluss zu feiern. Nur viel später. An der Theke saßen die üblichen Verdächtigen, die er nur mit Spitznamen kannte. Schoko zum Beispiel. Den ewig Auszubildenden. War immer in einer Lehre oder Praktikum und wie es schien richtig besoffen. Er spielte irgendein Würfelspiel mit dem Koch und dem Anderen dessen Name ihm nicht einfallen wollte. Das war immerhin intelligenter als das Kümmerling-Spiel, wo sie sich die Zahlen auf dem Flaschenboden sagten und der mit der höchsten oder niedrigsten Nummer musste die Runde bezahlen. Dann wurde die Flasche zwischen die Zähne genommen und der Kopf nach hinten gekippt.

Er und die Anderen waren häufig hier gewesen. Ungern erinnerte er sich an den Abend wo er mächtig angeschossen quasi mit Anlauf seine Unschuld bei einer Mitvierzigerin verlieren wollte. Er war dankbar, dass seine Erinnerungen an seine und ihre Bemühungen Sex zu haben vom Alkohol verwaschen waren. Lass die Toten ruhen, hatte ein Freund mal zu ihm gesagt.
Schoko rempelte ihn aus seinen Erinnerungen heraus. Dabei hatte der Kerl gar nicht ihn gemeint. Er hatte nur versucht vom Barhocker aufzustehen und war dabei gegen Max gefallen. Durch ihn hindurchsehend hob Schoko entschuldigend seine Hände, brabbelte etwas und nickte einem nur ihm zugänglichem Richter zu. Dann schritt er, mit argen Schwierigkeiten die Erdrotation auszugleichen, zu den Toiletten im hinteren Teil der Kneipe. Er entschuldigte sich dabei noch ein ums andere Mal bei leeren Tischen und polterte schließlich die Treppe zu den gekachelten Räumen herunter. Koch und der Andere grinsten blöde.
Max, wieder richtig erwacht, orderte aus Langweile ein Pils. Durch Schokos Abgang war den beiden Anderen offensichtlich der Bestellrhythmus verlorengegangen und so dauerte es nicht lange und der Koch fragte ihn ob er „mitmaxen“ wolle.
Es war nicht allzu kompliziert. Max musste verdeckt würfeln, ansagen und die anderen konnten es glauben oder nicht. Wenn er gewann wurde er Bierdeckel los. Bis er keine mehr hatte. 1-1-2 das war der höchste Wurf, der Max. Und Max hatte Glück. Er warf ihn oft. Schließlich sei das ja auch sein Name und wenn er so heiße, dann müsse er den auch werfen. So gewann er Runde um Runde.
Der Andere fing dann aber auch an zu gewinnen und Max, als er die dritte Runde hintereinander bezahlen musste, fragte mit hängenden Lidern den Koch, warum der Schoko eigentlich der Schoko heiße? Der Koch und er sahen sich eine zeitlang an. Wann hatten sie den denn zum letzten Mal gesehen? Die Wirtin ließ vor Schreck ein Glas fallen, fluchte und rannte zu den Toiletten
In Max Cerebraler Würfelstube fielen die Würfel für Schoko in Zeitlupe. Die beiden Anderen begriffen schneller und stolperten der Wirtin hinterher. Er blickte zur Bar. Einem Impuls folgend, griff er sich einfach eine Flasche. „Lass die Toten ruhen“, flüsterte er in Richtung Toiletten. Den Schrei hörte er noch als er die Lokalität verließ.



Die Straße war verlassen und die Häuser dunkel. Ausgerechnet Southern Comfort, dachte er. Einen widerlich süßen Whiskey-Liquoer hatte er erwischt. Nur mit Mühe gelang es ihm das Zeugs runterzuschlucken und mit noch größerer Mühe geradeaus zu laufen. Wegen oder trotz seiner Schlangenlinien stieß er sich bald seinen Kopf an einer Laterne. Ein wenig holte es ihn in die Welt zurück.
Ihm fiel der grüne Mulleimer ins Auge, der an der Laterne hing. „Mach mit“ stand drauf. Auf dem Behälter war ein Männchen gemalt, dass seinen Abfall in die Tonne warf. Die Flasche war zwar noch halbvoll, aber seine Lust zu trinken war auf dem Nullpunkt.

Entschlossen mitzumachen, versuchte er die Flasche durch die Öffnung zu zwängen. Die Flasche war zu breit. Unschlüssig stand er vor dem Eimer. Er wollte nur noch diese Flasche entsorgen. Mußte doch möglich sein? Mit voller Wucht trat er gegen den Boden. Es schepperte heftigst. Aus den Augenwinkeln meinte er Bewegung hinter einem Fenster gesehen zu haben. Es schepperte nocheinmal und dann richtig. Der Boden des Eimers war nach dem zweiten Tritt aufgeklappt. Der Müll war auf der Straße gelandet und hinter ein paar Fenstern war Licht angegangen. Er beugte sich vornüber und legte die Flasche säuberlich auf den Haufen. Bei dieser Bewegung musste er sich leicht übergeben. Es gelang ihm aber, den größten Teil wieder herunterzuschlucken.
Die Menschen hinter den erleuchteten Fenstern waren in Bewegung. Aquarien. So sahen die Wohnungen für ihn aus. Wie Aquarien. Irgendwann würde er selbst in so einem Aquarium umherschwimmen. Und wenn nicht? Dann..., dann, so vermutete Max, würde Nicole kommen und ihn in ihrem Waschbecken ersäufen.

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#2

Max

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 04.09.2006 18:21
von Joame Plebis | 3.383 Beiträge | 3363 Punkte
Lieber Brotnic2um!

Eine Geschichte, die faszinieren kann. Interessant und spannend bis zum Schluß mit sehr guter Situationsbeschreibung!

Das letzte Wort soll bestimmt ersäufen statt ersaufen heißen. In der ersten Zeile könnte die Reihung
von Wenn es im Winter innen abends hell erleuchtet ist noch überlegt werden. So zwischendurch kleinere Fehler und Kommas, die Du
bei mehrmaligem Durchlesen wahrscheinlich noch korrigieren wirst.

(Von Fehlern soll jetzt gar nicht gesprochen werden, wo ich doch auch gar keinen gravierenden fand.) Vielmehr gebührt Dir in erster Linie großes Lob für dieses gut gelunge Werk!

Mit Gruß!
Joame

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#3

Max

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 04.09.2006 18:36
von Brotnic2um • Mitglied | 645 Beiträge | 645 Punkte
Ach ja die liebe Zeichensetzung und Orthographie. Da war ich immer schon grottenschlecht. Was ich mir persönlich nicht zum Lob anrechne! Das es Dir gefallen hat, bedeutet mir viel. Diese Aufzählung fand ich auch nicht gerade sehr schwungvoll oder leicht von der Zunge gehend. Aber ich musste drüber weg, um weiter zu kommen. Tja, formulieren müsste man können.


Zitat:

Eine Geschichte, die faszinieren kann. Interessant und spannend bis zum Schluß mit sehr guter Situationsbeschreibung!



Dafür nochmal Dank. Darf ich das nochmal zitieren?? Nein? Schade.


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#4

Max

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 04.09.2006 20:05
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Hi Broti

Wenn ich ehrlich bin, hat mich die Geschichte bei der Fliegenjagd zu langweilen begonnen. Ich habe sie dann nur noch überflogen und war überrascht, dass plötzlich die Erzählperspektive ändert. Schon vorher ist mir aufgefallen, dass du vom sich erinnernden Max, zur erzählenden Fliege wechselst und am Schluss erzählt Max wieder.
Das ist äusserst verwirrend für den Leser. Wenn du das beibehalten willst, dann solltest du das besser kennzeichnen.
Am Anfang sind die Worte, für einen Buben angemessen, aber wenn sich Max – als Jugendlicher – an Nicole erinnert, erinnert er sich in Jugendsprache und nicht in Bubensprache. Auch Solches muss berücksichtigt werden.
Ich selber würde hier viel kürzen. Die Geschichte mit den Us und As zmB. Die ist zu lang und die Fliegenjagd auch.

Ich weiss, Beispiele hört man als Autor nicht gerne und gestern bin ich schwer gegen eine Mauer gelaufen, als ich ein paar gemacht habe. Daher habe ich mir vorgenommen, es jeweils ein Mal zu versuchen und mich, an der Reaktion des Schreibers darauf, für Folgekritiken zu orientieren. Ich schreib Dir einfach mal meine Überlegungen in den Text … na ja, in einen Teil davon.



Zitat:

Seine Mutter erzählte ihm (Schlechter Einstieg, man weiss zu wenig. Wann erzählte sie das? Wieso erzählte sie das? Etc.), dass er Angst gehabt hätte. Angst vor dunklen Fenstern. Wenn es im Winter innen abends hell erleuchtet ist (Umständich… natürlich sind sie innen erleuchtet, wo denn sonst? Eleganter formulieren: Im Winter sei er vor erleuchteten Fenstern zurückgeschreckt …etc.), sei er vor den Fenstern zurückgeschreckt. Er hätte die Fenster blind genannt. Blinde Fenster. Weil er nicht durch Sie (so höflich?) hindurch auf die Welt sehen konnte. Er war damals noch sehr klein. (Schwammig …. besser das Alter benennen. Hier jetzt diese Bubensprache, die vielen Wiederholungen etc. .... warum?)


Nicole saß neben ihm und er war verliebt. (Also war er doch nicht so klein, wenn er schon zur Schule ging. Oder ist das ein Zeitsprung? Wenn ja, besser kennzeichnen) Sie saß nicht freiwillig neben ihm. Der junge ( Adjektive nur einsetzen, wenn sie für die Geschichte relevant sind. Ist es wichtig, dass der Lehrer jung ist? Neue Erziehungsmethoden etc.? Wenn ja, dann ok.) Lehrer hatte das so gewollt. Alle sollten einmal eine Woche nebeneinander sitzen. Das würde den Zusammenhalt verbessern. Max war das egal. Hauptsache (Koma) Nicole saß neben ihm und malte ihre wunderschönen Buchstaben in Ihr (warum gross?) Schreibheft. Nicoles Us waren die Schönsten. Seine waren nicht schön. Sehr bald hatte er aufgehört sein Schreibheft zu mögen. Schon nach der ersten Reihe As.



Soweit von mir.
Gruss
Margot


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#5

Max

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 04.09.2006 23:57
von Brotnic2um • Mitglied | 645 Beiträge | 645 Punkte

Zitat:

Ich weiss, Beispiele hört man als Autor nicht gerne und gestern bin ich schwer gegen eine Mauer gelaufen, als ich ein paar gemacht habe. Daher habe ich mir vorgenommen, es jeweils ein Mal zu versuchen und mich, an der Reaktion des Schreibers darauf, für Folgekritiken zu orientieren. Ich schreib Dir einfach mal meine Überlegungen in den Text … na ja, in einen Teil davon



Das ist schlecht. Schlecht weil Kritik m.E. nicht so zaghaft zu sein braucht. Das ist ja furchtbar. Sich zu langweilen ist schon schlimm, aber trotzdem Vorschläge zu machen ist sehr in Ordnung.

Die höfliche Großschreibung rutschte mir immer durch. Alle Sies und Ihrs sind klein zu lesen. Ich änder das. Der Max ist, als er sich in Nicole verliebt, ein ABC Schütze, ein Erstklässler und auch noch als er die Fliege jagt. Deshalb benutze ich die - wenn nennst Du das? - Bubensprache. Man kann sich schon mit acht Jahren verlieben. Es ist ein Zeitsprung vom 4, 5 Jährigen zum Schulanfänger. Kein Jugendlicher. Wenn das nicht rüberkam, so muß ich das wohl besser machen.

Die Erzählperspektive ändert sich. Korrekt. Auch beabsichtigt. Sinn und Zweck war hier schon, daß es den Ich Erzähler - als Dritte Person auftretend - gibt und den Allwissenden, der leider hin und wieder zu sehr nach Fliege klingt. Warum? Weil der Allwissende Erzähler den Gedanken den Max vorrübergehend wegdrücken kann, nicht wegdrücken will. Bescheuerte Idee? Mag sein. Aber wenn datt nich funktioniert, dann geht auch wirklich gar nix mehr.
Ich werde meinen Fliegenmörder nochmal überarbeiten.

PS: Der junge Lehrer fliegt. Auch das ist klar.

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#6

Max

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 05.09.2006 08:28
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Hi Brotni

Ja, schlecht .... aber nicht für mich.

Ich denke auch, dass nur richtige, ehrliche Kritik etwas bringt und alles andere Kuscheln auf öffentlichem Terrain ist. Nur sehen es eben viele anders und an der Reaktion auf eine Kritik erfährt man auch immer sehr viel über den Schreiber. Das klingt vielleicht jetzt arrogant und ich weiss, wer jetzt die Augen rollt ( ), aber ich habe gar nicht die Zeit, um jemandem am Händchen durch die Kritik zu führen und mich nach jedem negative Wort zu entschuldigen, damit derjenige sich nicht von der nächsten Brücke stürzt.

Freut mich, dass Du den direkten Kurs magst und meine Worte nicht als Kritik an Dir, sondern an Deinem Text siehst und den nötigen Abstand dazu hast.
Ich weiss sicher nicht alles und Du musst meine Anmerkungen auch nicht umsetzen, wenn sie Dich nicht überzeugen, sie sind lediglich eine Meinung, über die man einen Moment nachdenken kann und die eine weitere Sichtweise auf den eigenen Text aufzeigt.

An einem Text zu arbeiten, den man eigentlich für fertig ansieht, ist für mich immer das Schwierigste, weil das Streichen – von manchmal liebgewonnenen Stellen – natürlich schmerzt und es ist auch nicht gerade gut fürs Ego, wenn der Text vom Lektor mit mehrheitlich rot durchgestrichenen Passagen zurückkommt, deshalb mein Rat, so viel wie möglich selber überarbeiten. Sich nicht darauf verlassen, dass irgendwer dann schon Kommas einsetzt, Rechtschreibfehler ausmerzt und die Sätze umstellt etc. Selbst ist der Autor! Wir lesen uns ...

Gruss
Margot

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#7

Max

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 10.09.2006 10:19
von Brotnic2um • Mitglied | 645 Beiträge | 645 Punkte
Der Fliegenmord ist wahrscheinlich immer noch zu lang, aber ich werd den nicht kürzen. Vermutlich noch viele andere , zumal Orthographie Fehler. Doch ich bin jetzt zufrieden. Mir gefällts. Bekenne: ich kanns nicht besser. Übe noch.

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